LGBTQ+ und die Theologie der Siebenten-Tags-Adventisten

LGBTQ+ und die Theologie der Adventisten

Inmitten der derzeit hitzigen Diskussionen in Kirchenkreisen über die LGBTQ+ Bewegung und der queer Community steht die Frage im Raum, ob die Behauptungen wahr sind, dass die Bibel keine Einwände gegen homosexuelle Beziehungen habe. Daher ist es wichtig, die biblischen Grundsätze zur menschlichen Sexualität und zur Ehe sorgfältig zu prüfen.

Oft wird auch behauptet, dass die sexuelle Orientierung von schwulen und lesbischen Personen nicht willentlich beeinflussbar oder veränderbar sei und daher die Grundsätze einer Partnerschaft aus 1. Mose 2,24 auch auf gleichgeschlechtliche Beziehungen anwendbar seien. Viele Vertreter der LGBTQ+ und queeren Bewegung setzen sich dafür ein, dass die Kirche, die sich für Glaubens- und Gewissensfreiheit einsetzt, sich auch für die Realität verschiedener sexueller Orientierungen öffnen sollte, und verweist darauf, dass Gesetzgeber und Gesellschaft heterosexuelle und homosexuelle Partnerschaften mittlerweile gleichberechtigt behandeln. Jedoch ist es wichtig, diese Argumentation kritisch zu betrachten. 

Die Bibel ist der Maßstab unseres Denkens

n einer Welt, in der Wahrheit oft relativiert oder sogar verdreht wird, lehrt uns die Bibel, dass die Wahrheit untrennbar mit der Liebe verbunden ist. Johannes 8, Vers 44 sagt klar, dass Satan der Vater der Lüge ist und dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt. Diese Verbindung zwischen Liebe und Wahrheit wird auch in 1. Johannes 2, Vers 21 betont, wo steht, dass die Liebe sich an der Wahrheit freut. Paulus unterstreicht in 1. Korinther 13, Vers 6, dass die Liebe die Wahrheit nicht verbirgt. Dies zeigt, dass die Wahrheit in menschlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung ist.

lgbtqia+Gott schuf den Mensch und auch die Sexualität.

Die Schöpfungsgeschichte gibt uns einen tiefen Einblick in Gottes göttlichen Plan für die menschliche Sexualität und Beziehungen. In 1. Mose 1, Vers 27 lesen wir, dass Gott den Menschen nach seinem Bild schuf, als Mann und Frau schuf er sie. Dieser Vers ist von entscheidender Bedeutung, denn er zeigt, dass die Geschlechterdifferenz ein integraler Bestandteil von Gottes Schöpfungsplan ist. Gott schuf Mann und Frau nach seinem Bild, und in ihrer Vereinigung finden sie die Vollkommenheit seines Ebenbildes.

 

Die Bibel lehrt uns, dass die Geschlechterdifferenz nicht nur ein biologisches Phänomen ist, sondern auch eine tiefere spirituelle Bedeutung hat. Wenn ein Mann und eine Frau zusammenkommen und sich in bedingungsloser Liebe füreinander hingeben, dann offenbaren sie die Herrlichkeit Gottes und sein Ebenbild in ihrer Beziehung. Dieses göttliche Design der Geschlechterdifferenz zeigt sich auch in der Aufforderung Gottes, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren.

Die Einsetzung der Ehe

Die Ehe als göttliche Institution ist ein weiteres Beispiel für Gottes Plan für die menschliche Sexualität und Beziehungen. Jesus selbst bekräftigt in Matthäus 19, Vers 4-6, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist, die Gott zusammengefügt hat und die nicht vom Menschen getrennt werden sollte. Dieses göttliche Konzept der Ehe basiert auf der Geschlechterdifferenz und auf der bedingungslosen Liebe, die sich in der gegenseitigen Hingabe der Ehepartner zeigt.

Exegetisch betrachtet gibt es klare Hinweise darauf, dass die Bibel die Geschlechterdifferenz von Mann und Frau als unverzichtbar für die Ehe betrachtet. Texte aus 1. Mose 1 und 2 zeigen, dass Gott Mann und Frau als gleichwertig, aber auch als unterschiedlich geschaffen hat, und dass die Ehe auf dieser Verschiedenheit basiert. Jesus selbst bestätigt diese Ansicht, indem er in Markus 10,6-9 die Schöpfungsgeschichte zitiert und betont, dass Gott Mann und Frau geschaffen hat, damit sie eins werden können. Paulus wiederholt diese Ansicht in Epheser 5,31 und verwendet die Ehe als Bild für die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde, was ebenfalls auf die grundlegende Verschiedenheit der beiden Geschlechter hinweist

Abweichungen und negative Auswirkungen falscher Sexualität

Es ist wichtig zu betonen, dass die Bibel uns auch vor Abweichungen von Gottes Plan in Bezug auf die menschliche Sexualität, wie beispielsweise die LGBTQ+ Bewegung warnt. In 3. Mose 18 finden wir eine Liste von Geboten und Verboten, die sich auf moralische und ethische Werte beziehen. Unter diesen Geboten wird auch die Homosexualität verurteilt, indem gesagt wird, dass es ein Gräuel ist, wenn ein Mann bei einem anderen Mann liegt wie bei einer Frau.

Ein weiteres biblisches Beispiel für die Warnung vor Abweichungen von Gottes Plan ist die Geschichte von Sodom und Gomorra in 1. Mose 19. Diese Städte wurden wegen ihrer Sünden und ihrer Abkehr von Gottes Gesetz zerstört. Während einige behaupten mögen, dass die Zerstörung dieser Städte auf ihre Mangel an Gastfreundschaft oder ihre weltliche Frömmigkeit zurückzuführen sei, kann man die Tatsache nicht ignorieren, dass die Homosexualität auch eine Rolle spielte. Dies wird durch die Erwähnung von Lot’s Angebot, seine Töchter den aufgebrachten Männern zu geben, um ihre homosexuellen Begierden zu stillen, deutlich.

Insgesamt lehrt uns die Bibel, dass die Wahrheit und die Geschlechterdifferenz untrennbar mit Gottes göttlichem Plan für die menschliche Sexualität und Beziehungen verbunden sind. Indem wir uns an Gottes Wort halten und seinen Plan respektieren, können wir die wahre Bedeutung von Liebe und Beziehung verstehen und erleben.

Methodisch betrachtet darf die Lebensrealität nicht dazu führen, dass wir biblische Texte umdeuten, um unseren eigenen Vorstellungen gerecht zu werden. Auch wenn die Ursachen für homosexuelle Orientierung komplex sind, bedeutet das nicht automatisch, dass die biblischen Grundsätze zur Sexualität und Ehe außer Kraft gesetzt werden müssen.

 

LGBTQIA+ und die Bibel

Dieser Artikel beruht auf den Ausführungen im Video von Mark Finley. Sie können sich seine Gedanken und Erläuterungen gerne selber im Videovortrag ansehen. Er repräsentiert die offizielle Haltung der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Charakterbildung und die umwandelnde Kraft des Evangeliums

Die Bibel lehrt uns, dass die Wahrheit nicht nur eine intellektuelle Erkenntnis ist, sondern auch eine Lebensweise prägt. Indem wir uns an die Wahrheit Gottes halten, formen wir unseren Charakter und leben in Übereinstimmung mit seiner göttlichen Ordnung.

Die umwandelnde Kraft des Herrn kann sowohl erworbene als auch ererbte üble Neigungen überwinden. Im Evangelium liegt eine transformative Kraft, die uns von unseren Sünden befreit und uns zu neuen Menschen macht. Es ist die Kraft Christi, die uns von der Macht der Sünde erlöst und uns in die Freiheit der Kinder Gottes führt.

In Römerbrief legt der Apostel Paulus eindringlich dar, dass alle Menschen, sowohl Juden als auch Heiden, der Erlösung bedürfen. Er betont die universale Notwendigkeit des Evangeliums und die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus. Diese Botschaft der Hoffnung und Veränderung ist das Herzstück des christlichen Glaubens.

Paulus adressiert auch die Frage der menschlichen Sexualität in Römer 1, wobei er die Verdorbenheit und Verlorenheit der heidnischen Welt beschreibt. Er verurteilt gleichgeschlechtliche Beziehungen als einen Verstoß gegen Gottes göttliche Ordnung und die natürliche Schöpfungsordnung. Dies steht im Einklang mit dem klaren Lehramt der Bibel, das die LGBTQ-Tendenzen nicht mit Gottes Willen vereinbar sieht.

 

Die Sichtweise der Siebenten-Tags-Adventisten

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten bekräftigt ihre Position zur Ehe als eine göttliche Institution, die ausschließlich zwischen Mann und Frau geschaffen ist. Homosexuelle Beziehungen werden als unnatürlich, sündhaft und im Widerspruch zu Gottes Schöpfungsordnung betrachtet. Dennoch betont die Kirche auch die bedingungslose Liebe Gottes zu allen Menschen und ruft zur Barmherzigkeit und Respekt gegenüber allen auf.

Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen der Orientierung einer Person und ihrem Handeln. Obwohl jemand bestimmte Neigungen haben mag, rechtfertigt dies nicht das Ausleben dieser Neigungen, wenn sie im Widerspruch zu Gottes Wort stehen. Durch die Gnade Gottes können wir alle neue Geschöpfe in Christus werden und ein Leben führen, das im Einklang mit seinem Willen steht.

Die biblischen Grundsätze zur menschlichen Sexualität lehren uns, dass Gottes Plan für die Ehe und die Sexualität klar definiert ist. Durch die Kraft des Evangeliums können wir unsere Neigungen überwinden und in Übereinstimmung mit Gottes Wort leben. Lasst uns daher einander mit Liebe und Wahrheit begegnen, im Bewusstsein der Vergebung und der Veränderung, die uns in Christus geschenkt ist.

 

Umgang und Verantwortung gegenüber Geschwistern mit homosexueller Neigung

Bei aller theologischen Feinheit und Genauigkeit hat jeder Mensch das recht, zuerst einmal als Mensch und Kind Gottes angenommen zu werden. Wir als Christen und als Gemeinde tragen eine Verantwortung für unsere Geschwister, die Gott uns an die Seite gestellt hat. Auch wenn sie vielleicht nicht immer unserer Meinung sein mögen und vielleicht auch der LGBTQ+ Bewegung angehören sollten, sie sind geliebte “Kinder” Gottes. Gott möchte jeden Menschen retten, denn Jesus ist in eine verlorene Welt gekommen, um zu retten was verloren war (Lukas 19,10).

Welche Möglichkeiten als Christ oder als Gemeinde gibt es, diese Fürsorgepflicht praktisch umsetzen? Wenn jemand aus den genannten Gründen nicht heiraten kann/will dann muss die Gemeinde die Möglichkeit als “Ersatzfamilie” zu agieren. Kein Mensch ist gerne allein, daher sind wahre und innige Freundschaften ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Es ist auch möglich eine zärtlichere Männerfreundschaft zu pflegen, als es normalerweise üblich ist.

Wenn beispielsweise zwei Freundinnen sich umarmen oder sich gegenseitig einen Kuss auf die Wange geben, regt sich niemand darüber auf. Das kann bei Männern auch möglich sein, wenn sich die Freundschaft an die biblischen Grundsätze hält. Auch gibt es die Möglichkeit eine Art Männer-WG zu gründen oder eine Selbtshilfegruppe zu gründen und somit einen Rahmen zu bieten, dass sich jeder geliebt und aufgefangen fühlen kann um sich so ganz praktisch dem Thema zu stellen.

Fazit und Bibelstellen:

Dieser Artikel betont die transformative Kraft des Evangeliums, um den Charakter zu prägen und das Leben der Gläubigen zu verändern. Er basiert auf der Überzeugung, dass die umwandelnde Kraft des Herrn sowohl erworbene als auch ererbte Neigungen überwinden kann. Diese Kraft liegt im Evangelium, das die Botschaft von Erlösung und Veränderung durch Jesus Christus verkündet. Aber es gibt auch eine Verantwortung gegenüber den LGBTQ+ Glaubensgeschwistern, der wir als Gemeinde nachkommen müssen.

Bibelstellen:

  • 2. Korinther 5,17: “Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.”
  • Römer 6,4: “So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.”
  • Epheser 4,22-24: “Legt ab den alten Menschen mit seinem Wandel, der sich durch betrügerische Begierden zugrunde richtet, und erneuert euch in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.”

Es muss auf die biblischen Grundsätze zur menschlichen Sexualität, insbesondere im Kontext von gleichgeschlechtlichen Beziehungen geachtet werden. Die Bibel lehrt klar, dass homosexuelle Beziehungen im Widerspruch zur göttlichen Ordnung stehen und als Sünde betrachtet werden. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten bekräftigt ihre Position zur Ehe als eine göttliche Institution zwischen Mann und Frau und ruft zur Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen auf, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

Bibelstellen:

  • 1. Korinther 6,9-11: “Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, weder Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.”
  • 1. Mose 1,27: “Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.”
  • Römer 1,26-27: “Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften: denn ihre Weiber haben den natürlichen Brauch verlassen zu dem widernatürlichen; desgleichen auch die Männer, haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes, sind entbrannt in ihrer Lust zueinander, Mann mit Mann Schande treibend, und empfingen den verdienten Lohn ihrer Verirrung in sich selbst.”

Wer war Jesus? Spinner, Lügner oder Gottes Sohn?

Wer war Jesus? Spinner, Lügner oder Gottes Sohn?

Die Frage, die man sich lange Zeit gestellt hat in wissenschaftlichen Kreisen ist, hat es den Jesus überhaupt gegeben? Oder sind die Berichte der Bibel lediglich nur eine fromme Märchen, ein schöner Mythos von einer wunderbaren Person. Vielleicht gut zur Erbauung von älteren Personen, die vielleicht altmodisch sind oder von schwächlichen Personen, die sowas halt brauchen. Oder war Jesus tatsächlich eine ernstzunehmende historische Persönlichkeit? Und da hat man die Bibel immer nicht so wirklich in Betracht gezogen, sondern hat  nach historischen Quellen gesucht, ob es denn Jesus wirklich gegeben hat. Wir wollen heute zu Beginn nur mal zwei dieser Quellen uns betrachten. Die erste historische Quelle ist die des römischen Geschichtsschreibers Tacitus. DIeser angesehene Geshcichtsschreiber sagt folgendes:

Christus, von dem sie ihren Namen bekommen hatten, war durch das Urteil des Prokurators Pontius Pilatus exekutiert worden zu der Zeit, als Tiberius Kaiser war. Und der elende Aberglaube war für einen kurzen Moment aufgehalten, nur um erneut auszubrechen, nicht nur in Judäa, dem Heim der Plage, sondern sogar in Rom selbst.”

Also, Tacitus war offensichtlich kein Christ. Er nennt es eine Plage. Und interessant ist ja, er schreibt den Bericht um das Jahr 100 n. Chr. . Wir haben also den Bericht von jemandem, der nicht nur sagt, dass es Christus gegeben hat und nicht nur, dass Christus zur Zeit von Tiberius, von Pontius Pilatus exekutiert worden ist, sondern, dass es auch eine Gruppe von Menschen gab, die sich dann Christen nannten, von denen sie ihren Namen bekommen hatten. Außerdem, dass die nicht nur in Jerusalem oder Judäa waren, sondern sogar bis nach Rom in dieser ersten und zweiten Generation gekommen waren.

Tacitus über Jesus

tacitus über jesus

Josephus über Jesus

jospehus über jesus

Ein anderer interessanter Geschichtsschreiber ist Josephus. Das war ein jüdischer Geschichtsschreiber gewesen, der an römischen Diensten eine große Abhandlung über die jüdischen Altertümer verfasst hat. Jospehus sagt folgendes und zumindest kann man das jetzt in seinem Werk heute so nachlesen:

“Nun gab es zu jener Zeit einen weisen Menschen, Jesus, Wenn es erlaubt ist, ihn einen Menschen zu nennen, denn er tat wundervolle Dinge und war ein Lehrer solcher, die die Wahrheit gerne annehmen. Er zog viele sowohl von den Juden als auch von den Heiden zu sich. Er war der Christus.”

Nun, genau dieser Satz ist sehr, sehr umstritten unter den Geschichtswissenschaftlern. Aber dazu kommen wir gleich noch. Er schreibt weiter:

Und als Pilatus auf Vorschlag unserer Führer ihn zum Kreuz verurteilte, verließen ihn die nicht, die ihn zuerst geliebt hatten. Denn er erschien ihnen erneut lebendig am dritten Tag, so wie die göttlichen Propheten dies und 10.000 andere wundervolle Dinge über ihn vorhergesagt hatten. Und der Stamm der Christen, der nach ihm benannt wurde, ist bis heute nicht ausgestorben auch.

Ist Josephus glaubwürdig?

Er war offensichtlich kein Christ, die Christen haben sich nie Stamm genannt. Aber er sagt einige Dinge, die wirklich interessant sind. Nun, einige Geschichtsschichtler haben gesagt, naja, das klingt fast zu gut, dass er den Jesus Christus nennt und dass er sagt, dass der am dritten Tag auferstanden ist. Man muss zumindest mal festhalten, dass es im 10. Jahrhundert einen anderen Geschichtsschreiber gibt, den Agapius von Hierapolis, der den Josephus zitiert und zwar ein bisschen anders. Also es könnte sein, dass im Laufe der Zeit manche Christen an dem Zeugnis des Josephus so ein bisschen geschönt haben. Da heißt es nämlich hier, Pilatus hat ihn zur Kreuzigung und zum Tode verurteilt, aber diejenigen, die seine Jünger geworden waren, gaben seine Jüngerschaft nicht auf und erzählten, dass er ihnen drei Tage nach der Kreuzigung erschienen sei und lebe und daher vielleicht der Messias. Das klingt wahrscheinlich ein bisschen mehr nach dem, was Josephus selbst geschrieben hat, aber der Punkt ist, Mehrere Geschichtsschreiber aus der Zeit belegen eindeutig, neben der Bibel, unabhängig von der Bibel, ohne dass sie an die Bibel geglaubt hätten so sehr, dass es diesen Jesus gegeben hat und sie belegen einige der wesentlichen Details, die uns auch die Bibel über Jesus gesagt hat. Nun, wenn man sich mit Jesus beschäftigt, dann kann man verschiedene Thesen hören.

 

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Machen wir mal ein Experiment. Wenn wir auf der Straße mal eine Umfrage machen würden, was  die Leute über Jesus Christus denken, welche verschiedenen Bezeichnungen würde man da hören?  Wer oder was ist er gewesen? Ein Wanderprediger zum Beispiel? Ein guter Mensch. Ein Prophet? Unsere Freunde, die Moslems, würden das wahrscheinlich sagen, er war ein Prophet, einer der vielen Propheten. Noch eine Idee? Ja, manche würden vielleicht sagen, er war der Sohn Gottes.

Also, sammeln wir, wir haben einen guten Menschen. Manche würden sagen, er war ein spiritueller Lehrer. Er hat so geistliche Wahrheiten gepredigt. Andere würden sagen, er war ein Sozialrevolutionär. Er hat sich für die Armen eingesetzt, er hat sich für die Frauen eingesetzt, er wollte die Gesellschaft stürzen und ist halt nicht durchgekommen. Und andere sagen, nee, er war ein Religionsstifter. Er hat halt einfach eine neue Religion gestiftet, hat so Leute ausgebildet und wie das viele andere vor ihm und nach ihm gemacht haben. Andere, wie gesagt, würden sagen, er war ein weiterer Prophet. Und so gibt es eine ganze Reihe, ein ganzes Spektrum von Meinungen über Jesus. Interessant ist, dass das schon zur Zeit von Jesus so gewesen sein muss.

Was sagt Jesus über sich selbst?

In Markus 10, Vers 17 finden wir die Geschichte, die wir am letzten Mittwoch schon kurz angedeutet hatten, von diesem jungen Mann, der zu Jesus lief, ihm vor seinen Füßen auf die Knie fiel und ihn gefragt hat, Guter Meister. Was soll ich tun, um das ewige Leben zu erben?
Und wir haben ja dann gelesen, wie Jesus gesagt hat, halte die Gebote. Aber heute geht es uns darum, dass dieser junge Mann gesagt hat, Jesus, du bist ein Meister, du bist ein guter Mensch. Guter Meister. Jetzt schauen wir mal, was Jesus darauf geantwortet hat. Er hat ihn gefragt, was nennst du mich gut?
Niemand ist gut als Gott allein. Also in anderen Worten, wenn Jesus durch die Innenstadt von München gehen würde und Leute zu ihm kommen würden und sagen, hey, du bist doch dieser gute Mensch Jesus, du bist doch dieser Sozialrevolutionär, du bist doch dieser Religionsbewerber, du bist doch dieser gute Lehrer, dann würde Jesus sie anschauen und sagen, was nennst du mich gut? Warum nennst du mich einen guten Menschen? Denk mal nach, lieber Mensch, aus welchem Grund nennst du mich einen guten Menschen? Weißt du, was ich alles gesagt habe?


Hier mal ein paar Beispiele von dem, was Jesus so von sich gegeben hat. Er hat zum Beispiel gesagt in Johannes 14, Vers 6, ich bin nicht ein Weg und eine Wahrheit und ein Leben, sondern er sagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Was ist der Unterschied?
Er hat nicht gesagt, naja, also ich bin noch ein weiteres Angebot im großen, bunten Korb der Religion. Für alle, die es mehr auf meine Art mögen, wählt mich. Jesus hatte einen absoluten Exklusivitätsanspruch. Er hat gesagt, ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Er hat außerdem gesagt, ich bin das Licht der Welt.


Und dann hat er sogar tatsächlich gesagt, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham war, bin ich. Und da hat er sich nicht in der Grammatik vertan. Man müsste eigentlich sagen, ehe Abraham war, war ich. Aber Jesus wollte nicht sagen, ich bin älter als Abraham, er wollte sagen, ich bin. Das war der Name Gottes. Als Der Mose, wenn wir noch später dazu kommen, als Mose den brennenden Dornenbusch gesehen hat und Gott gefragt hat, wer bist du? Da hat Gott gesagt, mein Name ist Ich Bin, der Ich Bin. Also Jesus hat gesagt, ich bin der Einzige, ich bin das Licht der Welt, ich bin die Wahrheit, ich bin der Weg, ich bin das Leben. Ich bin Gott!

3 Möglichkeiten: Spinner, Lügner oder Sohn Gottes

Und wenn man jetzt ganz ehrlich, ganz logisch und ganz nüchtern darüber nachdenkt, hat man im Grunde genommen nur drei Möglichkeiten. Entweder Jesus sagt nicht die Wahrheit und er weiß es auch. Was ist er dann? Das ist ein Lügner. Oder aber Jesus sagt nicht die Wahrheit, es ist völliger Quatsch was er sagt, aber er glaubt was er gesagt hat. Was ist er dann? Spinner, lügner oder sohn GottesDas ist ein Spinner. Oder aber er sagt die Wahrheit und er weiß es.

Und dann? wäre er tatsächlich Gottes Sohn. Mit anderen Worten, die Option guter Mensch, die Option ein Religionsstifter, ein guter spiritueller Lehrer fällt aus. Weil entweder ist er wirklich gut und er hat alles, was er gesagt hat, dann stimmt das auch und dann ist er Gottes Sohn. Oder aber er ist es nicht und dann hat er ständig gelogen. Denn jemand, der Leuten erzählt, dass er der Einzige ist, dass er das Leben ist, das nur durch ihn Erlösung stattfinden kann, dass er Gott ist oder ist es nicht, der wäre doch ein gefährlicher Sektenführer, oder? Den kann man doch nicht ernsthaft als guten Menschen bezeichnen. Also diese Option, ich glaube nicht an Jesus, aber ich glaube er war ein guter Mensch, diese Option ist intellektuell, egal ob man Christ ist oder nicht, die ist nicht haltbar. Jeder von uns, egal welcher Weltanschauung, egal welchen Alters, muss sich im Fall von Jesus auf drei Optionen beschränken und eine davon wählen. Entweder Jesus war ein Spinner oder er war ein Lügner oder er war Gottes Sohn.

Zusammenfassung und Quellenübersicht

Die Hauptquellen, die im Text erwähnt werden, sind die Berichte von Tacitus und Josephus.

  1. Tacitus: Tacitus war ein römischer Geschichtsschreiber, der im 1. Jahrhundert n. Chr. lebte. Seine Werke enthalten Informationen über verschiedene historische Ereignisse und Personen seiner Zeit, darunter auch eine Erwähnung von Christus und den Christen in Bezug auf ihre Verfolgung unter Pontius Pilatus.
  2. Josephus: Flavius Josephus war ein jüdischer Geschichtsschreiber, ebenfalls aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Er verfasste unter anderem eine umfangreiche Abhandlung über die Geschichte der Juden. In seinem Werk erwähnt er Jesus Christus und beschreibt ihn als weisen Mann, der Wunder tat und Anhänger hatte.

Es gibt auch Hinweise auf andere historische Quellen und Bücher, die im Text möglicherweise relevant sind, aber Tacitus und Josephus werden als primäre Quellen für die Diskussion über Jesu historische Existenz und Identität herangezogen Der Text diskutiert die historische Existenz Jesu Christi und die verschiedenen Interpretationen seiner Person. Es wird darauf hingewiesen, dass es lange Zeit eine Debatte in wissenschaftlichen Kreisen darüber gab, ob Jesus überhaupt existierte oder ob die biblischen Berichte nur fromme Märchen seien. Zwei historische Quellen werden vorgestellt: Tacitus, ein römischer Geschichtsschreiber, und Josephus, ein jüdischer Geschichtsschreiber.

Tacitus erwähnt Christus und die Christen in seinen Aufzeichnungen und bestätigt, dass Christus unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Josephus beschreibt Jesus als weisen Menschen, der Wunder tat und Anhänger sowohl unter den Juden als auch den Heiden hatte. Allerdings ist sein Bericht umstritten, da einige glauben, dass er später von Christen bearbeitet wurde. Trotzdem belegen beide Quellen unabhängig voneinander die Existenz Jesu und seiner Anhänger. Der Text führt auch verschiedene Interpretationen von Jesus an, die Menschen haben könnten, darunter die Ansicht, dass er ein guter Mensch, ein Prophet, ein Sozialrevolutionär oder ein Religionsstifter war. Es wird betont, dass bereits zu Lebzeiten Jesu unterschiedliche Meinungen über seine Identität existierten.

Schließlich argumentiert der Text, dass Jesu Ansprüche zu einer klaren Entscheidung führen: Entweder er war ein Lügner, ein Spinner oder tatsächlich Gottes Sohn. Die Behauptung, er sei nur ein guter Mensch, wird als nicht haltbar betrachtet, da seine Aussagen entweder wahr oder falsch waren und er somit entweder göttlich oder irreführend sein müsste.

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