Tag des Herrn | Sabbat oder Sonntag? – Apostelgeschichte 20,7|

Tag des Herrn – Sabbat oder Sonntag?

Was sagt die Bibel wirklich zu Apostelgeschichte 20,7?

Die Frage nach dem richtigen Ruhetag ist ein zentrales Thema in der christlichen Theologie und Praxis. Während viele Christen den Tag des Herrn, also den Sonntag, als ihren heiligen Tag der Anbetung betrachten, gibt es eine wachsende Zahl von Gläubigen, die argumentieren, dass der Sabbat, wie er in der Bibel beschrieben wird, der wahre Ruhetag ist, den Gott für die Menschheit festgelegt hat.

Diese Diskussion gewinnt an Bedeutung, wenn wir uns die Ursprünge dieser Traditionen und die biblischen Grundlagen genauer ansehen. Insbesondere Apostelgeschichte 20,7 wird oft als Beweis herangezogen, dass der Sonntag den Sabbat als Tag des Herrn abgelöst hat. Doch eine tiefere Analyse der Schrift zeigt, dass diese Interpretation möglicherweise nicht den ursprünglichen Absichten und Praktiken der frühen Christen entspricht.

Der Kontext von Apostelgeschichte 20,7

Apostelgeschichte 20,7 lautet: “Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, um Brot zu brechen, redete Paulus mit ihnen, da er am nächsten Tag abreisen wollte; und er zog die Rede hin bis Mitternacht.” Dieser Vers wird oft als Beweis dafür herangezogen, dass die frühe Kirche den Sonntag als ihren Ruhetag betrachtete. Doch eine genaue Analyse zeigt, dass dies nicht der Fall ist.

Der Zeitpunkt des Ereignisses

War dieses Treffen, bei dem sich die Jünger am ersten Tag der Woche versammelten, um Brot zu brechen, ein ausreichender Beweis dafür, dass der Sabbat vom siebten Tag auf den ersten Tag, den Tag des Herrn, verlegt wurde? Beobachteten Paulus und die Gläubigen den ersten Tag als heiligen Tag oder brachen sie einfach Brot, ohne dass der Herr das Abendmahl oder ein etabliertes Verfahren andeutete?

Zunächst begann das fragliche Treffen überhaupt nicht an dem, was heute als Sonntag bekannt ist, sondern am Samstagabend! Nach der biblischen Zeitrechnung beginnt jeder Tag bei Sonnenuntergang und endet am folgenden Sonnenuntergang (Levitikus 23,32; Markus 1,32). Daher beginnt der erste Tag der Woche am Abend des siebten Tages, der zweite Tag der Woche beginnt am Abend des ersten Tages und so weiter – genauso wie der Weihnachtstag am Heiligabend beginnt, dem Abend davor.

Weil „es viele Lampen im Obergemach gab, wo sie versammelt waren“ (Apostelgeschichte 20,8), musste das Treffen am dunklen Teil des ersten Tages der Woche begonnen haben – was wir als Samstagabend kennen. Vers 7 sagt, dass Paulus „bereit war, am nächsten Tag abzureisen.“ Nach der biblischen Methode der Zeitrechnung, wenn Paulus nun ein Sonntag-Beobachter wäre, hätte er sicher nicht geplant, an einem heiligen Tag zu reisen, der als Tag des Herrn bekannt ist!

Würde die Verwendung der römischen Zeitrechnung, unsere heutige Methode, Beweise für das Sonntaghalten durch Paulus und die Gläubigen liefern? In diesem Fall hätte das Treffen von Paulus am Sonntagabend nach Einbruch der Dunkelheit begonnen, und da die Bibel sagt, dass sie nach Mitternacht Brot brachen (Apostelgeschichte 20,7-11), würde diese Hauptfunktion des Treffens am Montag stattfinden. Wenn das Brotbrechen einen neuen Tag heilig machte, sollten Christen also den Montag als Tag des Herrn beobachten!

Nahmen Paulus und die Gläubigen an einem Abendmahl teil, das für einen heiligen Tag bestimmt war? Nicht nur widerlegt die Evidenz dies, sondern es gibt auch nichts in der Schrift, das zeigt, dass die Feier des Abendmahls auf einen bestimmten Wochentag beschränkt war. Paulus selbst schrieb: „Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ (1. Korinther 11,26, Hervorhebung hinzugefügt).

Der Begriff “Brotbrechen”

Ein weiteres Missverständnis besteht in der Interpretation des “Brotbrechens”. Viele meinen, dies beziehe sich auf das Abendmahl oder die Eucharistie, was darauf hindeuten könnte, dass die frühen Christen den Sonntag als Tag des Herrn betrachteten. Doch in der Apostelgeschichte wird der Begriff “Brotbrechen” oft im Zusammenhang mit einem gemeinsamen Mahl verwendet. In Apostelgeschichte 20,11 wird beschrieben, dass Paulus nach der Auferweckung des jungen Mannes Eutychus das Brot brach und aß, was deutlich macht, dass es sich um eine normale Mahlzeit handelte, die am Sabbat oder Sonntag eingenommen wurde.

Paulus’ Tätigkeit am ersten Tag der Woche

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, was Paulus am ersten Tag der Woche, dem vermeintlichen neuen Tag des Herrn, tat. Nachdem er am Samstagabend gepredigt hatte, verbrachte er den Sonntag damit, zu reisen. Apostelgeschichte 20,13-14 beschreibt, wie Paulus zu Fuß von Troas nach Assos ging, eine Strecke von etwa 18 Meilen. Dies zeigt, dass Paulus den Sonntag nicht als Ruhetag betrachtete, sondern ihn für Arbeit und Reisen nutzte.

Brotbrechen am sabbat oder sonntag

Welchen Tag hielten die frühen Christen – Sabbat oder Sonntag?

Die Sabbatbeobachtung war ein zentrales Element des jüdischen und frühen christlichen Lebens. Viele Bibelstellen in der Apostelgeschichte belegen, dass sowohl Juden als auch frühe Christen den Sabbat hielten und nicht den Sonntag als Tag des Herrn betrachteten. Historische Quellen aus der frühen Kirchengeschichte bestätigen ebenfalls, dass der Sabbat in den ersten Jahrhunderten des Christentums weiterhin beobachtet wurde.

Belege in der Apostelgeschichte

In Apostelgeschichte 13:14 wird beschrieben, wie Paulus und seine Begleiter am Sabbat in die Synagoge gingen, um zu predigen. Auch in Apostelgeschichte 13:42 wird berichtet, dass die Heiden baten, dass ihnen am nächsten Sabbat mehr über das Evangelium gepredigt werde. Dies zeigt, dass der Sabbat weiterhin als heiliger Tag betrachtet wurde, selbst von den Heiden, die keine jüdischen Wurzeln hatten. Diese Stellen belegen deutlich, dass der Sabbat und nicht der Sonntag als Tag des Herrn gefeiert wurde.

Weitere biblische Belege

Der Sabbat wurde von Gott bei der Schöpfung eingesetzt (Genesis 2,2-3) und später im Gesetz Mose bestätigt (Exodus 20,8-11). In Levitikus 23,32 wird erneut betont, dass der Sabbat von Abend zu Abend gehalten werden soll. Diese biblischen Belege zeigen, dass der Sabbat eine tief verwurzelte göttliche Anordnung ist, die nicht durch menschliche Traditionen ersetzt werden kann. Die Idee, dass der Sonntag der neue Tag des Herrn ist, findet in diesen Texten keine Unterstützung.

 

 

Historische Belege aus der Kirchengeschichte

Neben den biblischen Belegen gibt es auch zahlreiche historische Beweise aus der frühen Kirchengeschichte, die die Fortdauer der Sabbatbeobachtung bestätigen. Sie hielten den Sabbat oder Sonntag oder beides.

Sokrates Scholastikos:

Sokrates Scholastikos, ein Kirchenhistoriker aus dem 5. Jahrhundert, berichtet in seiner „Kirchengeschichte“ (Buch 5, Kapitel 22): „Denn obwohl fast alle Kirchen auf der ganzen Welt die heiligen Mysterien am Sabbat feiern, haben die Christen in Alexandria und Rom, aufgrund einer alten Tradition, aufgehört, dies zu tun.“ (Quelle: Sokrates Scholastikos, Kirchengeschichte, Buch 5, Kapitel 22).

Sozomenos:

Sozomenos, ein weiterer Kirchenhistoriker aus dem 5. Jahrhundert, bestätigt in seiner „Kirchengeschichte“ (Buch 7, Kapitel 19): „Die Menschen von Konstantinopel und fast überall versammeln sich am Sabbat sowie am ersten Tag der Woche, eine Sitte, die niemals von den Römern oder den Alexandrinern eingehalten wurde.“ (Quelle: Sozomenos, Kirchengeschichte, Buch 7, Kapitel 19).

 

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Der Beschluss von Laodizea

Der Konzil von Laodizea (circa 364 n. Chr.) versuchte, die Sabbatbeobachtung zu unterbinden, indem er in Kanon 29 festlegte, dass Christen nicht nach jüdischer Art den Sabbat halten, sondern an diesem Tag arbeiten sollten. Stattdessen sollten sie den Tag des Herrn, also den Sonntag, heiligen. Dieser Beschluss zeigt jedoch auch, dass die Sabbatbeobachtung zu dieser Zeit noch weit verbreitet war, da ein ausdrücklicher Erlass notwendig war, um sie zu unterbinden. DIe CHristen mussten sich entscheiden, entweder Sabbat oder Sonntag.

Historische Belege aus anderen Regionen

Auch in anderen Teilen der Welt gibt es Hinweise auf die Fortdauer der Sabbatbeobachtung. In Äthiopien beispielsweise hielten die Christen bis ins Mittelalter den Sabbat als heiligen Tag. Die Äthiopische Kirche, eine der ältesten christlichen Gemeinschaften, hat den Sabbat bis heute als heiligen Tag beibehalten.

In Indien berichtete der Jesuitenmissionar St. Franz Xaver im 16. Jahrhundert, dass die Thomas-Christen, eine alte christliche Gemeinschaft, den Sabbat hielten. Diese historischen Zeugnisse zeigen, dass die Sabbatbeobachtung in verschiedenen Teilen der Welt fortbestand, lange nachdem die römische Kirche den Sonntag als Tag des Herrn eingeführt hatte.

Zusammenfassung – Tag des Herrn aus Apostelgeschichte 20,7

Die gründliche Untersuchung von Apostelgeschichte 20,7 und anderen relevanten Bibelstellen sowie historischen Quellen zeigt, dass dieser Vers nicht als Beweis für die Abschaffung des Sabbats und die Einführung des Sonntags als neuen Ruhetag, den Tag des Herrn, verwendet werden kann. Die frühen Christen, einschließlich Paulus, hielten den Sabbat weiterhin und betrachteten ihn als heiligen Tag. Die Einführung des Sonntags als Ruhetag ist eine spätere Entwicklung, die mehr auf römischen Einflüssen als auf biblischen Grundlagen beruht.

Für viele Gläubige bleibt der Sabbat ein wichtiger Bestandteil ihres Glaubenslebens. Er bietet eine Zeit der Ruhe, der Besinnung und der Gemeinschaft mit Gott, die tief in der biblischen Tradition verwurzelt ist. Die fortdauernde Beobachtung des Sabbats erinnert uns daran, dass Gottes Gebote zeitlos sind und dass wir uns bemühen sollten, sie in unserem täglichen Leben zu ehren und zu bewahren. Der Sabbat, und nicht der Sonntag, sollte als der wahre Tag des Herrn betrachtet werden.

In einer Zeit, in der viele christliche Traditionen hinterfragt und neu bewertet werden, ist es wichtig, sich auf die ursprünglichen Lehren und Gebote der Bibel zu besinnen. Der Sabbat ist mehr als nur ein Ruhetag; er ist ein göttliches Geschenk, das uns zur Ruhe und zur Erneuerung einlädt. Indem wir den Sabbat ehren, zeigen wir unsere Hingabe und unseren Gehorsam gegenüber Gottes ewigen Geboten. Der wahre Tag des Herrn ist der Sabbat, wie es von Gott festgelegt wurde.

Der Sabbat im Judentum und die Geschichte des Sabbat

Der Sabbat im Judentum und seine Geschichte

Warum Sonntag und nicht Sabbat?

Die Geschichte vom Sabbat im Judentum ist eine ganz spannende Geschichte. Wie ist der Sabbat im Judentum überhaupt entstanden? Wie kam es später dazu, dass aus dem Sabbat der Sonntag wurde?

Wir haben einen erstaunlichen Gott, der viel mehr kann, als wir uns vorstellen können. Wir leben in einem Sonnensystem, das die Milchstraße genannt wird, mit etwa 150 Millionen Sonnen. Die meisten Punkte, die wir nachts sehen, sind Sonnen, keine Planeten. Unsere Milchstraße, wir sind am Rande, die nächste Sonne neben unserer ist Alpha Centauri, etwa viereinhalb Lichtjahre entfernt. Ein Lichtjahr ist etwa 8,6 Billionen Kilometer. Unsere Erde, wenn sie so groß wie ein Daumennagel wäre und in der Mitte von München läge, wäre unsere Sonne ein großer Kürbis am Stadtrand von München und Alpha Centauri wäre bei den Philippinen. Das ist die Entfernung im Verhältnis.

Die Erschaffung und Gründung des Sabbats

Wenn wir auf unsere Erde schauen, läuft alles nach bestimmten Regeln. Wir stellen unsere Uhren nach den Sternen, weil sie genau laufen. Die Atomuhr läuft nach den Sternen. Wenn die Erde einmal um die Sonne kreist, sind wir ein Jahr älter. Wenn der Mond um die Erde kreist, ist ein Monat vorbei. Die Woche ist jedoch nicht nach einem Stern gestellt. Es gibt nichts im Universum, was mit der Woche zu tun hätte. Warum gibt es die sieben Tage Woche? Das ist interessant, die Bibel gibt darüber Auskunft.

“So waren nun Himmel und Erde geschaffen und nichts fehlte mehr. Am siebten Tage hatte Gott sein Werk vollendet und er ruhte von seiner Arbeit aus und damit beginnt die Geschichte vom Sabbat. Darum segnete er den siebenten Tag und sprach, dass dies ein ganz besonderer heiliger Tag sei. Er gehört mir.” Dies ist ein Hinweis, dass der sieben Tage Rhythmus einen Ursprung hat: Gott sagt, er hat ihn geschaffen” (1. Moese 2,2-3).

Bemerkenswerte Zitate von theologischen Wissenschaftlern zum Sabbat

John H. Walton, Alttestamentler:

“Die Erschaffung des Sabbats in Genesis 2:2-3 markiert den Höhepunkt der Schöpfungsgeschichte. Hier wird der siebte Tag nicht nur als Ruhetag, sondern als heilig und von Gott gesegnet etabliert. Dies zeigt die tiefgründige Bedeutung, die Gott dem Ruhetag beimisst.” (Quelle: Walton, John H. The Lost World of Genesis One: Ancient Cosmology and the Origins Debate. IVP Academic, 2009).

N.T. Wright, Theologe und Neutestamentler:

“Genesis 2:2-3 ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis des Sabbats. Es ist nicht nur eine Erinnerung an die Schöpfung, sondern auch ein Hinweis darauf, dass Ruhe und Anbetung wesentliche Bestandteile des Lebens sind, wie von Gott selbst beabsichtigt” (Quelle: Wright, N.T. Simply Christian: Why Christianity Makes Sense. HarperOne, 2006).

Abraham Joshua Heschel, jüdischer Theologe und Philosoph:

“Die Beschreibung des Sabbats in Genesis 2:2-3 offenbart die Idee des ‘Palasts in der Zeit’. Der Sabbat ist nicht nur ein Tag der Ruhe, sondern ein heiliger Tag, der die Spiritualität des Menschen vertieft und die Beziehung zu Gott stärkt” (Quelle: Heschel, Abraham Joshua. The Sabbath: Its Meaning for Modern Man. Farrar, Straus and Giroux, 1951).

Die Bestätigung vom Sabbat im Judentum

EIne lange Zeit nach der Schöpfung, etwa 1500 Jahre vor Christi Geburt, gab es die Ägypter und das Volk Israel war in Ägypten gefangen bzw. lebten dort unter der Knechtschaft. Das ist die Fortsetzung der Geschichte vom Sabbat und insgesamt waren sie 400 Jahre in der Knechtschaft und etwa 1500 Jahre vor Christus zogen sie aus. Im Zusammenhang mit dem Auszug sagt die Bibel viel darüber, welche Bedeutung der Sabbat hat. Die Ägypter hatten zwar eeine hochentwickelte Kultur, sie bauten die Pyramiden und rechneten mit Kubikwurzeln. Ihre medizinischen Erkenntnisse waren anders als heute. Im Papyrus Ebers steht, dass man gegen graue Haare Schlangenleder, Mist von einer Kuh, Öl und Kräuter aufs Haar streichen sollte. Mose jedoch schrieb in die Bibel, dass man unter fließendem Wasser die Hände waschen soll, was heutzutage medizinisch bestätigt wurde und damals unbekannt war. Das was Gott sagt, hat also “Gewicht” und sollte unbedingt beachtet werden. Er versprach dem Volk damals, sie zu behüten und zu schützen, wenn sie in seinen Gesetzen und Bestimmungen leben würden.

“Und es wird geschehen, wenn ihr auf diese Rechtsbestimmungen hört, sie bewahrt und tut, so wird der HERR, dein Gott, auch dir den Bund und die Gnade bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat. [….] Und der HERR wird jede Krankheit von dir abwenden, und er wird keine von den bösen Seuchen Ägyptens auf dich legen, die du kennst, sondern wird sie auf alle diejenigen bringen, die dich hasse” (5. Mose 7,12,15).

Gott half dem Volk Israel, als sie aus Ägypten zogen. Sie waren etwa drei Millionen Menschen und brauchten Nahrung. Gott ließ Manna vom Himmel fallen, das sie täglich sammelten. Am Freitag sammelten sie doppelt so viel, da am Sabbat nichts fiel.

“Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es braucht, damit ich es prüfe, ob es in meinem Gesetz wandeln wird oder nicht. Am sechsten Tag aber werden sie zubereiten, was sie eingebracht haben, und es wird das Doppelte von dem sein, was sie täglich sammeln” (2. Mose 16, 4-6).

Deshalb sammelten sie tagtäglich das Manna auf und konnten sich auf diese Weise ernähren. Wenn sie zu viel sammelten, war es am nächtsen Tag schlecht und ungenießbar. Deshalb mussten sie jeden Tag sammeln bis auf eine Außnahme, dem Sabbat.

Der besondere Tag: Sabbat

Am Freitag sollten sie doppelt so viel sammeln, wie an den üblichen Tagen, da am Sabbat kein Manna vom Himmel fallen sollte. Gott wollte so das Volk wieder an den Sabbat gewöhnen und daran erinnern lassen an die Geschichte vom Sabbat:

Und er sprach zu ihnen: Das ist es, was der HERR gesagt hat: Morgen ist eine Ruhe, ein heiliger Sabbat des HERRN! Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, damit es bis morgen aufbewahrt wird! Und sie legten es beiseite bis zum Morgen, wie Mose geboten hatte; und es wurde nicht stinkend, und es war auch kein Wurm darin. Da sprach Mose: Esst das heute! Denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet es heute nicht auf dem Feld finden. Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist der Sabbat, da wird keines zu finden sein. Es geschah aber am siebten Tag, dass etliche vom Volk hinausgingen, um zu sammeln; und sie fanden nichts. Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Anweisungen zu halten? Seht, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag für zwei Tage Brot; so soll nun jeder an seiner Stelle bleiben, und niemand soll am siebten Tag seinen Platz verlassen! So ruhte das Volk am siebten Tag” (2. Mose 16, 23-30).

Das tat Gott 40 Jahre lang, so lange, wie das Volk im der Wüste umherwanderte und zeigte dadurch, dass der Sabbat ein wichtiger Tag ist und worauf Gott wert legt. Der Sabbat ist ein Tag, an dem Gott dem Menschen begegnen will, ähnlich wie bei einem Bund oder wie bei einer Hochzeit.

Weitere Zitate

R. Alan Cole, Alttestamentler:

“Das Geschenk des Manna ist eine prägende Erfahrung für das Volk Israel, die Gottes ständige Versorgung und das Konzept des Sabbats als heiligen Ruhetag veranschaulicht. Der Sabbat wird durch das Wunder des Manna als ein Tag der Ruhe und der Abhängigkeit von Gottes Gnade bestätigt” (Quelle: Cole, R. Alan. Exodus: An Introduction and Commentary. Tyndale Old Testament Commentaries, 1973).

Terence E. Fretheim, Alttestamentler:

“Das Manna-Wunder in der Wüste ist ein herausragendes Beispiel für Gottes Fürsorge und Treue gegenüber dem Volk Israel. Es zeigt, wie Gott das Volk Israel durch tägliche Versorgung lehrt, auf Ihn zu vertrauen, und es bereitet sie auf die Einhaltung des Sabbats vor. Der Sabbat ist ein Zeichen dieses Bundes und der göttlichen Fürsorge” (Quelle: Fretheim, Terence E. Exodus: Interpretation: A Bible Commentary for Teaching and Preaching. Westminster John Knox Press, 1991).

John I. Durham, Theologe und Bibelwissenschaftler:

“Das Manna-Wunder in Exodus 16 ist nicht nur ein Beweis göttlicher Versorgung, sondern auch eine Lektion in Gehorsam und Vertrauen, die auf den Sabbat hinweist. Gott gibt dem Volk Israel Manna mit der Anweisung, am sechsten Tag doppelt so viel zu sammeln, damit sie am Sabbat ruhen können, was den Sabbat als heiligen Ruhetag festigt” (Quelle: Durham, John I. Exodus: Word Biblical Commentary, Volume 3. Thomas Nelson, 1987).

Die Bedeutung des Sabbats im Judentum

Der Sabbat im Judentum hat eine tiefe theologische Bedeutung. Er ist ein Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen.

In 2. Mose 31:16-17 heißt es: “Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten und auch ihre Nachkommen, damit sie den Sabbat halten als ewigen Bund. Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel; denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, aber am siebenten Tage hat er geruht und erquickte sich.”

Praktisch gesehen bietet der Sabbat im Judentum eine Pause vom Alltag und die Möglichkeit zur physischen und geistigen Erholung.

In Jesaja 58:13-14 wird die Bedeutung des Sabbats hervorgehoben: “Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tag, wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag des HERRN ehrst, wenn du ihn ehrst, sodass du nicht deine Wege gehst und nicht dein Vergnügen suchst noch nicht leere Worte redest, dann wirst du deine Lust haben am HERRN, und ich will dich über die Höhen des Landes einherfahren lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn der Mund des HERRN hat es geredet.”.

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Waren die 10 Gebote bereits vor der Gesetzgebung am Sinai bekannt?

Gesetzliche Veränderung des Sabbats im Laufe der Geschichte

Der Sabbat wurde die Jahrtausende hindurch von den Juden gehalten und natürlich auch von Jesus, seinen Jüngern und allen anderen Menschen im jüdischen Volk. Der Sabbat im Judentum dient als spezielle Zeit für Gebet, Gottesdienst und persönliche Reflexion über die Beziehung zu Gott. Er ist ein Tag, an dem man zur Ruhe kommen und sich auf das Wesentliche besinnen kann. Es war weltweit bekannt, dass die Juden einen heiligen, besondern Tag haben, an dem sie anbeten und besondere Gewohnheiten haben.

Über Jesus berichtet Lukas: “Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen” (Lukas 4,16).

Herausforderungen für Christen

Im Laufe der Geschichte gab es bedeutende Veränderungen in der Beachtung des Sabbats. Der Übergang vom Sabbat (Samstag) zum Sonntag als Ruhetag wurde maßgeblich durch historische und politische Entwicklungen beeinflusst, insbesondere durch den römischen Kaiser Konstantin. Konstantin proklamierte den Sonntag als Ruhetag im römischen Reich, was eine bedeutende Veränderung in der christlichen Praxis darstellte. Man wollte sich als Christen vom Judentum abgrenzen, da diese mehr und mehr geächtet waren und als Sonderlinge und Rebellen gesehen wurden.

Am 7. März 321 n. Chr. erließ Kaiser Konstantin ein Edikt, das den Sonntag als Tag der Ruhe festlegte: “Am ehrwürdigen Tag der Sonne sollen die Magistrate und die Leute, die in Städten wohnen, ruhen und alle Werkstätten geschlossen sein.” Dies war ein klarer Bruch mit der jüdischen Tradition des Sabbats und markierte den Beginn einer neuen Praxis in der christlichen Welt.

Der Historiker und Theologe Samuele Bacchiocchi schreibt dazu: “Konstantins Gesetz zur Sonntagsruhe war ein entscheidender Moment in der Geschichte des Christentums, da es eine Verschiebung von der jüdischen Praxis des Sabbats hin zu einer neuen, vom römischen Staat geförderten christlichen Identität darstellte” (Bacchiocchi, 1977).

Heutige Praxis und Diskussion um den Sabbat

Im modernen Judentum wird der Sabbat nach wie vor traditionell eingehalten. Diese Praxis hat sich trotz historischer Kalenderreformen, die die Beachtung des Sabbats beeinflussten, erhalten. Die jüdischen Gemeinschaften weltweit halten am Sabbat fest und folgen den alten Traditionen. Der Sabbat im Judentum beginnt am Freitagabend mit dem Sonnenuntergang und endet am Samstagabend. Es ist eine Zeit für Familienzusammenkünfte, Gottesdienste und Ruhe. Der Historiker Abraham Heschel beschreibt den Sabbat im Judentum als “einen Palast in der Zeit, der den Menschen von der Arbeit und den Sorgen der Woche befreit und ihm die Möglichkeit gibt, sich zu erneuern und zu reflektieren” (Heschel, 1951).

Im Christentum gibt es Unterschiede in der Beachtung des Sabbats und des Sonntags. Verschiedene christliche Denominationen haben unterschiedliche Ansichten und Praktiken bezüglich des Ruhetages. Die anhaltende Diskussion über die Relevanz des Sabbats im modernen Christentum zeigt, dass die theologischen Argumente sowohl für als auch gegen die Beachtung des Sabbats vielfältig sind. Einige christliche Gruppen, wie die Siebenten-Tags-Adventisten, halten weiterhin den Sabbat am Samstag, während die Mehrheit der Christen den Sonntag als Ruhetag begehen.

Die katholische Kirche argumentiert, dass der Sonntag als Tag der Auferstehung Christi gefeiert wird und daher den Sabbat ersetzt. Dies wurde durch das Konzil von Laodizea im Jahr 364 n. Chr. weiter gefestigt, das die Beachtung des Sabbats offiziell ablehnte und den Sonntag als heiligen Tag einführte. Der Theologe Karl Barth bemerkte: “Die Verschiebung vom Sabbat zum Sonntag reflektiert die zentrale Bedeutung der Auferstehung Jesu für den christlichen Glauben” (Barth, 1958).

Protestantische Kirchen haben diese Praxis größtenteils übernommen, obwohl die Begründungen variieren. Einige betonen die Auferstehung Jesu am ersten Tag der Woche, während andere auf kirchliche Traditionen verweisen.

Biblische und prophetische Perspektiven zum Sabbat

Im Neuen Testament wird die Bedeutung des Sabbats durch die Lehren Jesu betont. Jesus beachtete den Sabbat und lehrte seine Bedeutung. In Matthäus sagt Jesus: “Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz, bis es alles geschieht” (Matthäus 5:17-18).

Diese Aussage unterstreicht die fortdauernde Bedeutung des Gesetzes, einschließlich des Sabbats. Jesus erklärte außerdem in Markus 2:27: “Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.” Diese Aussage zeigt, dass der Sabbat als Segen und zur Erholung für den Menschen geschaffen wurde. Auch steht nicht dort, dass der Sabbat um des Juden WIllen gemacht wurde. Der Sabbat wurde zwar, seit dem Auszug aus Ägypten, von den Juden über Jahrtausende gehalten, aber er war schon vorher vorhanden.

Das Wort Sabbat in verschiedenen Sprachen

In vielen Sprachen hat der siebte Tag die gleiche Wurzel wie der Sabbat. Der Samstag wird oft als Sabbat bezeichnet, was auf die Bedeutung des Tages hinweist und die Geschichte vom Sabbat betont bzw würdigt. Eine kleine Auflistung und einige Beipsiele dazu:

Sprache Samstag (Sabbat)
English Saturday
French Samedi
Spanish Sábado
Italian Sabato
Portuguese Sábado
Russian Суббота (Subbota)
Arabic السبت (As-Sabt)
Greek Σάββατο (Sávvato)
Afrikaans Saterdag

Die prophetischen Bücher “Daniel  & Offenbarung” zum Thema Sabbat

Prophetische Aussagen in der Bibel, besonders im Buch Daniel, weisen darauf hin, dass heilige Zeiten und Gesetze verändert werden würden. In prophetische Buch Daniel heißt es: “Er wird Worte gegen den Höchsten reden und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit” (Daniel 7:25)

Ein wichtiges Zitat bezüglich der Geschichte vom Sabbat kommt von Sokrates Scholasticus, einem Kirchenhistoriker des 5. Jahrhunderts, aus seinem Werk „Historia Ecclesiastica“ (Kirchengeschichte), Buch 5, Kapitel 22 beschreibt die Praxis der frühen Christen, die Eucharistie am Sabbat (Samstag) zu feiern, und weist darauf hin, dass die Gemeinden in Alexandria und Rom diese Tradition aufgrund älterer Überlieferungen nicht mehr fortsetzten:

„Denn obwohl fast alle Kirchen auf der ganzen Welt die heiligen Geheimnisse in jeder Woche am Sabbat feiern, haben die Christen in Alexandria und in Rom aufgrund der antiken Tradition aufgehört, dies zu tun.“

Diese Prophezeiung hat sich in der Geschichte erfüllt, was die Bedeutung des Sabbats unterstreicht. Diese Macht, die sich unterstehen wird, Zeiten und Gesetze zu ändern, wird oft mit der römisch-katholischen Kirche in Verbindung gebracht, die den Sabbat durch den Sonntag ersetzt hat. Der Theologe Andreas Fischer betont: “Die Änderung des Sabbats in den Sonntag war ein klarer Bruch mit der biblischen Tradition und zeigte die wachsende Macht der Kirche, heilige Zeiten zu bestimmen” (Fischer, 1999).

Weitere prophetische Aussagen im Neuen Testament, insbesondere in der Offenbarung, betonen die zukünftige Bedeutung und Beachtung des Sabbats. In Offenbarung 14:12 (Offenbarung 14:12) steht:

“Hier ist die Geduld der Heiligen, hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus.”

Diese Texte weisen darauf hin, dass der Sabbat auch in der Endzeit eine wichtige Rolle spielen wird und nicht nur ein Geschichte vom Sabbat im Judentum ist. Jesus prophezeite auch über die Zerstörung Jerusalems und warnte seine Jünger, zu beten, dass ihre Flucht nicht am Sabbat geschehen würde. In Matthäus 24:20 sagt er: “Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.” Diese Warnung zeigt, dass Jesus den Sabbat weiterhin als bedeutend ansah, auch nach seiner Auferstehung.

Schlussfolgerungen

Die Ursprünge und die theologische Bedeutung der Geschichte vom Sabbat sind tief in der Bibel und der Geschichte des Christentums verwurzelt. Der Sabbat wurde bei der Schöpfung eingeführt und von Gott als heiliger Tag gesegnet und geheiligt. Historische Entwicklungen, insbesondere der Einfluss von Kaiser Konstantin und verschiedenen Kirchenführern, führten zur Verschiebung vom Sabbat zum Sonntag.

Heute wird der Sabbat im Judentum traditionell beachtet, während im Christentum Unterschiede in der Beachtung bestehen. Die Diskussion über die Gültigkeit und Beachtung des Sabbats ist nach wie vor aktuell und zeigt, wie tief verwurzelt und bedeutend dieser Tag ist. Die Rückbesinnung auf den Sabbat bietet eine wertvolle Gelegenheit zur Reflexion und zur Erneuerung der Beziehung zu Gott. Der Sabbat im Judentum erinnert an die Schöpfung, bietet eine Pause vom Alltag und dient als Zeit für Gebet und Anbetung. In einer hektischen Welt bietet der Sabbat im Judentum eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Die Bedeutung vom Sabbat im Judentum kann nicht übersehen werden, da er eine zentrale Rolle im Leben der Gläubigen spielt und die Grundlage für ihre wöchentliche Praxis bildet. Historiker und Theologen betonen immer wieder, wie der Sabbat im Judentum den Rhythmus des Lebens beeinflusst und eine tiefe spirituelle Bedeutung hat.

Warum gibt es keinen Frieden auf der Welt?

Warum gibt es keinen Frieden auf der Welt?

Der wahren Gründe für Kriege auf der Welt

Warum geraten Nationen immer wieder in Konflikte, und warum ist Frieden so schwer zu erreichen? Die Gründe für Krieg sind vielfältig, und oft stehen die Begriffe Gut und Böse im Zentrum dieser Auseinandersetzungen. Besonders die Ukraine und ihre Beziehungen zu Russland sind aktuelle Beispiele für diese Konflikte.

Es ist wichtig die Gründe für Krieg und die Hintergründe der aktuellen weltweiten Konflikte zu ergründen und dabei auch einen Blick auf die historische Entwicklung werfen, auch auf die Ereignisse in der Ukraine und welche Rolle Russland dabei spielt.

Doch der Blick sollte nicht nur auf die politischen und historischen Aspekte beschränkt bleiben, man sollte auch die geistliche Dimension dieser Konflikte erkunden. Die Bibel gibt uns tiefe Einblicke in die Gründe für Krieg und Konflikte, angefangen bei der Rebellion Luzifers im Himmel bis hin zum Sündenfall der Menschheit. Diese geistliche Perspektive hilft uns zu verstehen, warum die Menschheit immer wieder in Gewalt und Unfrieden verfällt. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Historische und aktuelle Konflikte

Überblick über die Geschichte des Kalten Krieges

Um die aktuelle Lage zu verstehen, müssen wir einen Blick in die Vergangenheit werfen, insbesondere auf den Kalten Krieg. In den 1980er Jahren existierte noch die Sowjetunion, ein riesiges, kommunistisches Bündnis im Osten. Dem gegenüber stand der kapitalistische Westen, angeführt von den Vereinigten Staaten. Diese zwei Großmächte und ihre Verbündeten standen sich in einer Zeit des „kalten Krieges“ gegenüber. Es war eine Ära ständiger Bedrohung und Aufrüstung, besonders nuklearer Waffen. Die Gründe für Krieg in dieser Zeit waren tief verwurzelt im ideologischen Konflikt zwischen Gut und Böse.

 

kalter krieg mit Raketensilo

Ein markanter Punkt dieser Zeit war die Kubakrise von 1962. Damals plante die Sowjetunion, Raketen auf Kuba zu stationieren, was die USA in Alarmbereitschaft versetzte. Kuba liegt in unmittelbarer Nähe zu den Vereinigten Staaten, was die geplante Raketenstationierung zu einer direkten Bedrohung machte. Präsident John F. Kennedy verhängte eine Seeblockade um Kuba, und es schien, als könnte dies den dritten Weltkrieg auslösen. Doch im letzten Moment lenkte die Sowjetunion ein und zog ihre Schiffe zurück, was eine Eskalation verhinderte. Diese Krise wurde zu einem Symbol für die Spannungen und das Wettrüsten zwischen den beiden Supermächten und den ständigen Gründen für Krieg in der Welt.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die NATO-Erweiterung

Mit dem Fall der Sowjetunion 1991 änderte sich die geopolitische Landschaft dramatisch. Der Zusammenbruch der Sowjetunion führte zur Unabhängigkeit vieler osteuropäischer Staaten und beendete die jahrzehntelange Teilung der Welt in zwei verfeindete Blöcke. Dies schuf jedoch auch ein Machtvakuum und eine neue Unsicherheit in der Region. Besonders die Ukraine war betroffen von diesen Veränderungen, da sie sich in einem neuen geopolitischen Umfeld wiederfand, umgeben von den Interessen der NATO und Russland.

Im Februar 1990 trafen sich der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow und der US-Außenminister James Baker. Baker sicherte Gorbatschow zu, dass sich die NATO nicht einen „Zoll“ nach Osten ausdehnen würde. Diese Zusicherung war Teil eines größeren Dialogs über die zukünftige Sicherheitsstruktur Europas nach dem Ende des Kalten Krieges. Doch im Laufe der Jahre traten immer mehr osteuropäische Länder der NATO bei, was Spannungen mit Russland verursachte. Diese Erweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands wurde von Moskau als Bedrohung wahrgenommen und als einer der Gründe für Krieg interpretiert.

Länder wie Polen, Ungarn und die Tschechische Republik traten in den 1990er Jahren der NATO bei, gefolgt von den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen in den 2000er Jahren. Diese Staaten sahen die NATO-Mitgliedschaft als Schutz vor einem möglichen Wiederaufleben russischer Aggression, während Russland dies als Einkreisung und Bedrohung seiner eigenen Sicherheit ansah. Diese Spannungen tragen bis heute zu den Gründen für Krieg bei, insbesondere in der Ukraine, wo die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse besonders deutlich wird.

 

Der Ukraine-Konflikt mit Russland

Die Ukraine, die direkt an Russland grenzt, wurde zu einem Brennpunkt dieser Spannungen. Die politischen Kräfte in der Ukraine waren gespalten: Ein Teil der Bevölkerung und der Politiker fühlten sich dem Westen zugehörig, während der andere Teil prorussisch eingestellt war. Diese Spaltung zeigte sich deutlich bei den Wahlen und politischen Entscheidungen des Landes und erklärt einige der Gründe für Krieg in der Region.

Bei der Präsidentenwahl 2010 wurde Viktor Janukowitsch, ein prorussischer Kandidat, gewählt. Janukowitsch versuchte, die Ukraine näher an Russland zu binden, was zu erheblichen Spannungen mit den prowestlichen Teilen des Landes führte. 2013 kündigte Janukowitsch an, ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterzeichnen und stattdessen die Beziehungen zu Russland zu vertiefen. Dies führte zu massiven Protesten, bekannt als Euromaidan, die schließlich in den Sturz Janukowitschs im Februar 2014 mündeten.

Nach dem Sturz Janukowitschs übernahm eine prowestliche Regierung die Macht. Russland reagierte schnell und annektierte im März 2014 die Krim, eine Halbinsel, die strategisch wichtig und mehrheitlich von Russen bewohnt ist. Diese Annexion wurde international verurteilt und führte zu Sanktionen gegen Russland. Gleichzeitig brach in der Ostukraine ein Bürgerkrieg aus, in dem prorussische Separatisten gegen die ukrainische Regierung kämpften. Russland unterstützte die Separatisten sowohl militärisch als auch politisch, was den Konflikt weiter anheizte. Die Ukraine wurde so zum Schauplatz eines geopolitischen Kampfes zwischen Gut und Böse.

Aktuelle Entwicklungen und Friedensverhandlungen

Im Jahr 2022 eskalierte der Konflikt erneut, als Russland die unabhängigen Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannte und kurz darauf eine umfassende Invasion der Ukraine startete. Dies markierte einen dramatischen Wendepunkt und führte zu einem groß angelegten Krieg in Europa, der seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellos ist. Die Ukraine wurde so zum Zentrum globaler Spannungen und einem Symbol für die ewige Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse.

Westliche Länder, angeführt von den USA und der Europäischen Union, reagierten mit scharfen Sanktionen gegen Russland und einer erheblichen militärischen Unterstützung für die Ukraine. Die USA und ihre Verbündeten lieferten der Ukraine Waffen, Ausrüstung und finanzielle Hilfe, um die russische Aggression abzuwehren. Diese Unterstützung beinhaltete Panzer, Artillerie und moderne Verteidigungssysteme, was den Konflikt weiter eskalierte und die Spannungen zwischen Russland und dem Westen verschärfte und dem Frieden auf der Welt entgegenstanden.

Es gab im April 2022 Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, die jedoch durch Interventionen des Westens, insbesondere des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson, scheiterten. Diese Einmischung wurde als Versuch gesehen, eine schnelle Friedenslösung zu verhindern und die Ukraine weiter zu unterstützen. Der deutsche General a.D. Harald Kujat berichtete, dass es bereits Anfang April eine Vereinbarung zwischen der Ukraine und Russland gegeben habe, die durch den Westen blockiert wurde. Kujat argumentierte, dass die Hauptakteure in diesem Konflikt nicht nur die Ukraine und Russland seien, sondern auch die Vereinigten Staaten und andere westliche Länder, die ein starkes Interesse daran hätten, Russland zu schwächen und ihre geopolitischen Ziele zu verfolgen. Die Ukraine bleibt somit ein Schlüsselakteur in diesem globalen Drama und ein Schauplatz für die Gründe für Krieg.

Der Konflikt in der Ukraine bleibt ein komplexes und vielschichtiges Problem, das tief in die geopolitischen Rivalitäten und historischen Feindschaften zwischen Russland und dem Westen eingebettet ist. Es ist ein Beispiel dafür, wie historische Entwicklungen, politische Entscheidungen und internationale Machtspiele zusammenwirken, um globale Konflikte zu erzeugen und zu verschärfen. Die Ukraine steht dabei im Zentrum dieses Konflikts und wird oft als Schauplatz der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse betrachtet.

Biblische Perspektive: Warum gibt es keinen Frieden auf der Welt?

Biblische Prophezeiungen und aktuelle Ereignisse

Die Bibel hat viel über Kriege und Katastrophen zu sagen. In Matthäus 24:6-8 spricht Jesus von „Kriegen und Kriegsgerüchten“ und warnt, dass diese Dinge geschehen müssen, dass aber das Ende noch nicht da ist. Diese Prophezeiungen scheinen sich in unserer Zeit zu erfüllen, da wir weltweit Kriege und Konflikte sehen. Jesus sagte: „Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Habt Acht, erschreckt nicht. Denn das muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere, und es werden Hungersnöte und Erdbeben hier und dort sein. Das alles aber ist der Anfang der Wehen.“ Diese Worte Jesu deuten darauf hin, dass Konflikte und Katastrophen Teil der Endzeitgeschehnisse sind und als Zeichen dienen, dass das Ende der Welt naht. Diese Prophezeiungen erklären einige der Gründe für Krieg, insbesondere in der Ukraine, wo die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse besonders deutlich wird.

 

Die Gründe für Kriege aus biblischer Sicht

Um zu verstehen, warum es Kriege gibt bzw. keinen Frieden auf der Welt, müssen wir weit in die Vergangenheit zurückgehen, noch bevor die Menschheit geschaffen wurde. Die Bibel berichtet von einem besonderen Engel namens Luzifer, der sich gegen Gott auflehnte und versuchte, sich über die Engel zu erheben. Diese Rebellion führte zu einem Krieg im Himmel, bei dem Luzifer und seine Anhänger, die später als Teufel und Dämonen bekannt wurden, aus dem Himmel geworfen wurden. Dies ist der Beginn des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse, der bis heute anhält und viele der Gründe für Krieg in unserer Welt erklärt.

Kamp zwischen Gott und Satan

In Jesaja 14:12-14 und Hesekiel 28:12-17 wird Luzifers Fall beschrieben. Er war ein mächtiger Engel, der sich durch seine Schönheit und Weisheit erhob und sich Gott gleichstellen wollte. Luzifer sagte in seinem Herzen: „Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen.“ Diese Hochmut und der Wunsch, Gott zu sein, führten zu seiner Vertreibung aus dem Himmel.

In Offenbarung 12:7-9 wird der Krieg im Himmel beschrieben: „Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der den ganzen Erdkreis verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.“ Dieser Krieg im Himmel führte zur Vertreibung Luzifers und seiner Anhänger auf die Erde. Dieser geistliche Kampf zwischen Gut und Böse prägt seitdem die Gründe für Krieg auf der Erde.

Der Einfluss von Satan auf die Menschheit

Nach seiner Vertreibung aus dem Himmel wandte sich Luzifer, jetzt Satan genannt, der Erde zu. Er verführte Adam und Eva im Garten Eden, was zum Sündenfall und zur Trennung der Menschheit von Gott führte. Seitdem hat Satan versucht, die Menschheit in seine Rebellion gegen Gott hineinzuziehen, was zu endlosen Kriegen, Gewalt und Leid führte, das Gegenteil vom Frieden auf der Welt. Diese spirituelle Perspektive erklärt viele der Gründe für Krieg, die wir heute sehen, insbesondere in der Ukraine, wo der Kampf zwischen Gut und Böse offensichtlich ist.

Im Garten Eden gab Gott Adam und Eva ein einfaches Gebot: „Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.“ (1. Mose 2:16-17). Satan, in Gestalt einer Schlange, verführte Eva und stellte Gottes Worte infrage: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ (1. Mose 3:1). Er log und sagte: „Keineswegs werdet ihr sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ (1. Mose 3:4-5). Diese Lüge markiert den Beginn des irdischen Kampfes zwischen Gut und Böse.

Eva und Adam aßen von der verbotenen Frucht, was zum Sündenfall führte. Die unmittelbaren Konsequenzen waren Scham und Schuld, und sie versteckten sich vor Gott. Die langfristigen Konsequenzen waren Tod, Leid und Trennung von Gott. Dieser Sündenfall legte den Grundstein für die gefallene Natur der Menschheit und die Neigung zu Sünde und Rebellion, die sich in Kriegen und Konflikten manifestiert. Dies sind die tiefen, spirituellen Gründe für Krieg, die wir heute erleben.

Die Bibel beschreibt, dass die Menschheit seitdem in einer gefallenen Welt lebt, die von Sünde und Tod geprägt ist. Der erste Mord geschah in der ersten Generation nach dem Sündenfall, als Kain seinen Bruder Abel aus Eifersucht tötete (1. Mose 4:8). Seitdem hat die Geschichte der Menschheit viele Kriege und Konflikte gesehen, die Ausdruck der gefallenen Natur und des Einflusses des Teufels sind. Diese historischen Ereignisse spiegeln die Gründe für Krieg wider, die wir in der modernen Welt, einschließlich der Ukraine, beobachten.

In Epheser 6:12 beschreibt Paulus den geistlichen Kampf, dem die Gläubigen ausgesetzt sind: „Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“ Dieser Vers zeigt, dass hinter den sichtbaren Konflikten oft unsichtbare, geistliche Kräfte am Werk sind, die die Menschheit in Sünde und Rebellion treiben. Dieser Kampf zwischen Gut und Böse erklärt viele der Gründe für Krieg.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die biblische Perspektive auf Krieg und Frieden tief in der geistlichen Realität verwurzelt ist, dass der Ursprung aller Konflikte in der Rebellion Luzifers und dem Sündenfall der Menschheit liegt. Die Bibel bietet jedoch auch Hoffnung und einen Weg zur Versöhnung und zum Frieden durch Jesus Christus. Besonders die Ereignisse in der Ukraine verdeutlichen den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse und die Gründe für Krieg.

Hörbuch bzw. Buchgeschenk für DICH

Das Buch “Vom Schaten zum Licht erklärt noch viel genauer, als in diesem Artikel den großen Konflikt zwischen Gut und Böse bzw. Gott und Satan anhand der Kirchengeschichte. Außerdem wird ein Blick in die Geschehnisse der Gegenwart und der Zukunft geworfen und welche Ereignisse noch geschehen werden, bevor Jesus bald wiederkommt.

Die Lösung: Wahrer Frieden durch Jesus

Die Aufgabe von Jesus

Jesus Christus kam auf die Erde, um die Menschheit zu retten und den Frieden wiederherzustellen. Er sagte von sich selbst, dass er das Licht der Welt ist und dass diejenigen, die ihm folgen, nicht in der Dunkelheit wandeln, sondern das Licht des Lebens haben werden (Johannes 8:12). Seine Mission war es, den Menschen zu zeigen, wer Gott wirklich ist, und ihnen den Weg zur Erlösung zu weisen. Diese Botschaft ist besonders relevant angesichts der Gründe für Krieg, die wir in der Ukraine und weltweit sehen.

Jesus lebte ein vollkommenes Leben ohne Sünde und lehrte die Menschen über das Reich Gottes. Er zeigte durch sein Leben, seine Wunder und seine Lehren, dass Gott Liebe ist und dass er den Menschen nahe sein will. Jesus heilte Kranke, tröstete Trauernde und brachte Hoffnung in eine Welt voller Leid und Ungerechtigkeit. Er rief die Menschen dazu auf, umzukehren und an das Evangelium zu glauben (Markus 1:15). Seine Botschaft von Frieden und Versöhnung steht im direkten Gegensatz zu den Gründen für Krieg, die oft aus der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse resultieren.

Der Sieg Christi über den Teufel und die Sünde

Am Kreuz von Golgatha besiegte Jesus den Teufel und die Macht der Sünde und schuf die Bedingung für Frieden auf der Welt. Die Bibel sagt, dass durch seinen Tod und seine Auferstehung die Strafe für die Sünde bezahlt wurde und die Menschheit die Möglichkeit hat, wieder mit Gott versöhnt zu werden. Dieser Sieg wird oft als Erfüllung der Prophezeiung in Genesis 3:15 gesehen, wo Gott der Schlange sagt, dass der Nachkomme der Frau ihr den Kopf zertreten wird. Dieser Sieg über Gut und Böse bietet eine Lösung für die **Gründe für Krieg**, die wir heute sehen, besonders in der Ukraine.

Jesus’ Tod am Kreuz war kein Zufall, sondern Teil von Gottes Rettungsplan für die Menschheit. In Johannes 3:16 heißt es: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Jesus nahm die Sünden der Welt auf sich und bezahlte den Preis, den niemand sonst zahlen konnte. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er den Tod überwunden und den Weg zum ewigen Leben geöffnet. Dieser Akt der Versöhnung zwischen Gut und Böse zeigt uns den Weg, die Gründe für Krieg zu überwinden.

In Kolosser 2:13-15 beschreibt Paulus, wie Jesus durch seinen Tod die Mächte und Gewalten entwaffnete und öffentlich zur Schau stellte, indem er über sie triumphierte. Dies bedeutet, dass Jesus den Teufel und seine Anhänger besiegt hat und dass die Macht der Sünde gebrochen ist. Jesus’ Sieg am Kreuz hat die Tür zur Versöhnung mit Gott geöffnet und bietet jedem Menschen die Möglichkeit, Vergebung und neues Leben zu empfangen.

Der Aufruf zur persönlichen Entscheidung

Jeder Mensch steht vor der Entscheidung, ob er den Weg des Friedens und der Vergebung durch Jesus Christus annehmen will. Gott lädt uns ein, zu ihm zurückzukehren und Teil seiner Familie zu werden. Die Bibel sagt in Johannes 1:12, dass alle, die Jesus annehmen, das Recht haben, Kinder Gottes zu werden. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Gründe für Krieg zu überwinden und den ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse zu beenden.

Der Weg zurück zu Gott beginnt mit dem Eingeständnis unserer Sünde und der Bitte um Vergebung. Gott verspricht, dass er uns unsere Sünden vergibt und uns reinigt, wenn wir sie bekennen (1. Johannes 1:9). Dies ist der erste Schritt in ein neues Leben als Kind Gottes.

In Römer 10:9-10 heißt es: „Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn mit dem Herzen glaubt man zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund bekennt man zur Rettung.“ Diese Verse zeigen, dass der Glaube an Jesus und das Bekenntnis seines Namens zur Rettung führen. Es ist ein einfacher, aber tiefgreifender Schritt des Glaubens, der unser Leben für immer verändert.

Gott hat einen Rettungsplan für die Menschheit, und jeder von uns ist eingeladen, daran teilzuhaben. Es liegt an uns, ob wir diesen Weg des Friedens und der Erlösung annehmen wollen. Gott wartet mit offenen Armen auf uns und bietet uns ein neues, ewiges Leben in seiner Gegenwart an. Die Annahme dieses Angebots kann uns helfen, die Gründe für Krieg zu verstehen und zu überwinden.

Die Bibel beschreibt, dass durch Jesus Christus eine neue Schöpfung in uns beginnt (2. Korinther 5:17). Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Dies bedeutet, dass wir nicht mehr unter der Macht der Sünde leben müssen, sondern ein neues Leben in Christus haben können. Dieses neue Leben ist geprägt von Frieden, Freude und einer tiefen Beziehung zu Gott.

Die Relevanz für die Ukraine und Russland

Die Botschaft von Frieden durch Christus ist besonders relevant für die aktuellen Ereignisse in der Ukraine und die Beziehung zu Russland. Der Konflikt zwischen diesen Nationen ist ein deutliches Beispiel für den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse und das es keinen Frieden auf der Welt geben kann ohne ihn, da diese tief in politischen, historischen und spirituellen Ursachen verwurzelt sind. Durch die Annahme von Jesus Christus und seiner Lehren können Einzelpersonen und Nationen Wege finden, Frieden zu schaffen und Versöhnung zu erreichen.

Die gegenwärtige Situation in der Ukraine, mit der Invasion durch Russland und den darauf folgenden internationalen Reaktionen, zeigt, wie komplex und tiefgreifend die Gründe für Krieg sein können. Doch die Botschaft von Jesus Christus bietet Hoffnung. Sie zeigt, dass echter Friede nicht nur durch politische Lösungen, sondern durch eine geistliche Transformation und Versöhnung erreicht werden kann.

Die wahren Gründe für Krieg

Dieser Artikel beruht zum großen Teil auf den Aussagenaus  dieses Videos von Ronny Schreiber. Sie können sich seine Gedanken und Erläuterungen gerne selber im Videovortrag ansehen.

Auf diesem YouTube Kanal gibt es weitere spannedne Vorträge zu christlichen Themen und Fragen rund um die Bibel.

Zusammenfassung

In unserem Vortrag „Wer will schon Krieg?“ haben wir die historischen und aktuellen Konflikte der Welt beleuchtet und dabei die tief verwurzelten Spannungen und Rivalitäten zwischen den globalen Mächten betrachtet. Vom Kalten Krieg über den Zusammenbruch der Sowjetunion bis hin zu den gegenwärtigen Konflikten in der Ukraine und der Rolle von Russland haben wir gesehen, wie politische Entscheidungen und internationale Machtspiele immer wieder zu Gewalt und Instabilität führen und es keinen Friden auf der Welt findet. Die Gründe für Krieg sind oft tief in der Geschichte und den geopolitischen Interessen verwurzelt.

Doch unsere Reise hat uns auch zu einer tieferen, spirituellen Ebene geführt. Die Bibel zeigt uns, dass der Ursprung aller Konflikte in der Rebellion Luzifers und dem Sündenfall der Menschheit liegt.

 

Frieden auf der Welt

Die gute Nachricht ist, dass es einen Weg zum Frieden gibt. Jesus Christus kam auf die Erde, um die Menschheit zu retten und den Frieden wiederherzustellen. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er die Macht der Sünde und des Todes gebrochen und uns den Weg zur Versöhnung mit Gott geöffnet. Jeder Mensch steht vor der Entscheidung, diesen Weg des Friedens und der Vergebung anzunehmen.

Zusammengefasst bietet uns die biblische Perspektive wertvolle Einsichten und Hoffnung, indem sie die tieferen Ursachen von Kriegen beleuchtet und uns Wege zur Versöhnung und zum Frieden aufzeigt. Der Friede, den Jesus bringt, ist nicht nur die Abwesenheit von Konflikten, sondern ein tiefer, innerer Friede, der aus der Versöhnung mit Gott kommt. Jeder ist eingeladen, diesen Frieden zu erfahren und Teil von Gottes Familie zu werden. Insbesondere in Zeiten des Konflikts, wie wir ihn in der Ukraine erleben, ist diese Botschaft von großer Relevanz. Die Beziehung zwischen Gut und Böse und die Gründe für Krieg in der Welt zeigen uns, dass die wahre Lösung in der spirituellen Transformation und der Annahme von Gottes Frieden liegt.

Die gute Nachricht ist, dass es einen Weg zum Frieden gibt. Jesus Christus kam auf die Erde, um die Menschheit zu retten und den Frieden auf der Welt wiederherzustellen. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er die Macht der Sünde und des Todes gebrochen und uns den Weg zur Versöhnung mit Gott geöffnet. Jeder Mensch steht vor der Entscheidung, diesen Weg des Friedens und der Vergebung anzunehmen.

Zusammengefasst bietet uns die biblische Perspektive wertvolle Einsichten und Hoffnung, indem sie die tieferen Ursachen von Kriegen beleuchtet und uns Wege zur Versöhnung und zum Frieden aufzeigt. Der Friede, den Jesus bringt, ist nicht nur die Abwesenheit von Konflikten, sondern ein tiefer, innerer Friede, der aus der Versöhnung mit Gott kommt. Jeder ist eingeladen, diesen Frieden zu erfahren und Teil von Gottes Familie zu werden. Insbesondere in Zeiten des Konflikts, wie wir ihn in der Ukraine erleben, ist diese Botschaft von großer Relevanz. Die Beziehung zwischen Gut und Böse und die Gründe für Krieg in der Welt zeigen uns, dass die wahre Lösung in der spirituellen Transformation und der Annahme von Gottes Frieden liegt.

Verhütung bei den Siebenten-Tags-Adventisten

Verhütung bei den Siebenten-Tags-Adventisten

Verantwortung übernehmen in Sexualität und Verhütung

Die Haltung der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) zur Verhütung basiert auf biblischen Lehren und den Ratschlägen von Ellen G. White. Diese Prinzipien betonen moralische Integrität, Ehe, Familienleben und persönliche Verantwortung. In diesem Artikel wird detailliert beschrieben, wie die Siebenten-Tags-Adventisten zur Verhütung stehen, welche theologischen und gesundheitlichen Überlegungen eine Rolle spielen und wie sich ihre Haltung im Vergleich zu anderen christlichen Denominationen darstellt.
Verhütung bei den Siebenten-Tags-Adventisten

Grundlegende Glaubenssätze zur Sexualität

Die Siebenten-Tags-Adventisten betrachten Sexualität als ein göttliches Geschenk, das innerhalb der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ausgelebt werden sollte. Die Ehe wird als heiliger Bund angesehen, der auf Liebe, Respekt und gegenseitiger Hingabe basiert. In Epheser 5,31 heißt es: “Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein.” Sexualität wird als Ausdruck der Liebe und Einheit zwischen Ehepartnern gesehen und sollte sowohl emotional als auch physisch erfüllend sein.

In 1. Korinther 7,3-5 ermahnt Paulus die Ehepartner, einander nicht die ehelichen Pflichten zu entziehen, außer durch gegenseitiges Einverständnis für eine Zeit des Gebets. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der sexuellen Beziehung innerhalb der Ehe als Ausdruck der Liebe und Hingabe. Ellen G. White, eine der Gründungsfiguren der STA, schrieb: “Die Ehe ist mehr als eine weltliche Beziehung. Sie ist ein heiliges Bündnis, das auf Liebe, Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.” Diese EInstellung spielt auch eine wichtige Rolle bei der Frage: Verhütung bei den SIebenten-Tags-Adventisten.

Keuschheit und Reinheit

Vor der Ehe wird Keuschheit betont. Die Siebenten-Tags-Adventisten lehren, dass sexuelle Beziehungen vor der Ehe nicht nur gegen die biblischen Gebote verstoßen, sondern auch emotionale und geistliche Konsequenzen haben können. 1. Thessalonicher 4,3-4 fordert die Gläubigen auf: “Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet, dass ein jeder von euch lerne, sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen.”

Reinheit vor der Ehe und Treue innerhalb der Ehe sind wichtige moralische Werte, die den Charakter und das spirituelle Leben eines Individuums beeinflussen. Ellen G. White betonte die Bedeutung der Keuschheit, indem sie sagte: “Reinheit und Selbstbeherrschung sollten die Grundlage unseres Lebens sein. Diese Prinzipien schützen unsere Herzen und unseren Geist vor den Gefahren der Unmoral.”

Die Gemeinschaft fördert Programme zur sexuellen Aufklärung, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Bedeutung von Keuschheit und Reinheit näherbringen sollen. Diese Programme betonen, dass sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe nicht nur ein religiöses Gebot ist, sondern auch zu emotionaler und körperlicher Gesundheit beiträgt. Es wird auch darauf hingewiesen, dass sexuelle Reinheit vor der Ehe die Grundlage für Vertrauen und Stabilität in der Ehe bildet.

Verhütung bei den Siebenten-Tags-Adventisten

Die offizielle Haltung der Siebenten-Tags-Adventisten zur Verhütung ist nicht ausdrücklich in einer einzelnen Doktrin festgelegt, sondern wird durch allgemeine Prinzipien und Ratschläge geleitet. Die Kirche anerkennt, dass Familienplanung und Verhütung persönliche Entscheidungen sind, die Gebet, Nachdenken und Beratung erfordern. Die STA lehren, dass Ehepartner gemeinsam und verantwortungsvoll Entscheidungen über Verhütungsmethoden treffen sollten. Ellen G. White schrieb: “In all unseren Entscheidungen sollten wir Gottes Willen suchen und uns um Weisheit und Führung bemühen.”

Arten der Verhütung bei den Siebenten-Tags-Aventisten

Natürliche Methoden: Die STA fördern natürliche Methoden der Familienplanung, wie die Beobachtung des Menstruationszyklus und die Symptothermalmethode. Diese Methoden werden als moralisch akzeptabel und im Einklang mit der Schöpfungsordnung angesehen. Sie betonen die Zusammenarbeit und das Bewusstsein der Ehepartner über die natürlichen Zyklen des Körpers. Diese Methoden werden auch als Mittel zur Stärkung der ehelichen Kommunikation und Partnerschaft gefördert.

Moderne Verhütungsmittel: Die Kirche erlaubt die Verwendung moderner Verhütungsmittel, wie Kondome, Diaphragmen und hormonelle Verhütungsmittel (z.B. die Pille), solange sie nicht als Abtreibungsmittel wirken. Es wird betont, dass diese Entscheidungen verantwortungsvoll und im Einklang mit den ethischen Prinzipien getroffen werden sollten. Die STA lehnen Methoden ab, die zur Abtreibung führen könnten, da sie das Leben als heilig betrachten. In Jeremia 1,5 erinnert Gott uns daran: “Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt,” was die Heiligkeit des Lebens von der Empfängnis an betont.

Sterilisation: Permanente Methoden der Geburtenkontrolle, wie Sterilisation, werden in bestimmten Fällen als akzeptabel betrachtet, insbesondere wenn gesundheitliche oder ernste familiäre Gründe vorliegen. Diese Entscheidung sollte jedoch sorgfältig abgewogen und idealerweise nach medizinischer und geistlicher Beratung getroffen werden. Die Kirche betont, dass solche Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen werden sollten, da sie irreversible Folgen haben.

Beratung und Unterstützung

Die Siebenten-Tags-Adventisten bieten ihren Mitgliedern Beratung und Unterstützung durch Pastoren, medizinische Fachkräfte und Berater, um fundierte Entscheidungen über Familienplanung und Verhütung zu treffen. Diese Beratungsdienste zielen darauf ab, Paaren zu helfen, ihre Gesundheit, ihre Ehe und ihre geistlichen Überzeugungen in Einklang zu bringen. Die Beratung umfasst oft eine umfassende Diskussion über die verschiedenen Methoden der Geburtenkontrolle und deren mögliche Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit. Zudem wird die Bedeutung von Gebet und spiritueller Reflexion bei der Entscheidungsfindung betont. In Sprüche 15,22 heißt es: “Pläne scheitern, wenn man sich nicht berät, doch gelingen kann vieles durch viele Ratgeber.”

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Der Sieg der Liebe

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Sexualerziehung und Jugendarbeit

Aufklärung und Bildung

Die Kirche legt großen Wert auf sexuelle Aufklärung, die in Übereinstimmung mit den biblischen Prinzipien erfolgt. Jugendliche und junge Erwachsene werden über die Bedeutung von Keuschheit, gesunden Beziehungen und den richtigen Umgang mit ihrer Sexualität informiert. In Psalm 119,9 steht geschrieben: “Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er sich hält an dein Wort.” Ellen G. White betonte die Bedeutung der Erziehung in sexuellen Angelegenheiten: “Jugendliche sollten mit Weisheit und Liebe über die Bedeutung der Reinheit und den richtigen Umgang mit ihrer Sexualität aufgeklärt werden.”

Die adventistische Sexualerziehung umfasst oft Unterrichtseinheiten in Schulen und Gemeinden, die sowohl biblische Prinzipien als auch praktische Informationen über körperliche Entwicklung und gesunde Beziehungen behandeln. Ziel ist es, Jugendlichen ein fundiertes Verständnis und die Fähigkeiten zu vermitteln, um gesunde und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Diese Programme fördern auch den Respekt vor dem eigenen Körper und den Körper anderer sowie die Bedeutung von Einwilligung und gegenseitigem Respekt in Beziehungen.

Unterstützung für Eltern

Eltern werden ermutigt, offen und ehrlich mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen und sie in Übereinstimmung mit den adventistischen Werten zu erziehen. Die Kirche stellt Ressourcen und Schulungen zur Verfügung, um Eltern bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Dies umfasst oft Workshops, Bücher und andere Materialien, die Eltern helfen sollen, mit ihren Kindern über sexuelle Themen zu sprechen und ihnen biblische Werte zu vermitteln. Eltern werden auch ermutigt, ein Vorbild für gesunde und respektvolle Beziehungen zu sein. In Sprüche 22,6 heißt es: “Gewöhne den Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird.”

Siebenten-Tags-Adventisten im Vergleich zur Verhütung und Sexualität mit anderen Denominationen

Die Siebenten-Tags-Adventisten teilen viele ihrer grundlegenden Überzeugungen über Sexualität mit anderen christlichen Denominationen, insbesondere in Bezug auf die Bedeutung der Ehe, eheliche Treue und Keuschheit. Ihre Haltung zur Verhütung ist liberaler als die der katholischen Kirche und ähnelt eher der der evangelischen Kirchen. Insgesamt zeigt sich, dass die adventistische Perspektive sowohl einzigartige Elemente als auch Gemeinsamkeiten mit anderen christlichen Traditionen aufweist.

Katholische Kirche

Die katholische Kirche lehnt künstliche Verhütungsmittel strikt ab und befürwortet natürliche Methoden der Familienplanung. Papst Paul VI. bestätigte dies in der Enzyklika “Humanae Vitae” (1968), die künstliche Verhütung als unzulässig erklärte. Sexualität wird als Ausdruck der ehelichen Liebe gesehen, und eheliche Treue und Keuschheit vor der Ehe werden betont. Sexuelle Beziehungen sollten offen für die Fortpflanzung sein.

Evangelische Kirchen (z.B. Lutheraner, Anglikaner)

Viele evangelische Kirchen akzeptieren den Gebrauch von Verhütungsmitteln als eine persönliche Entscheidung und betonen die Verantwortung der Ehepartner, weise Entscheidungen im Hinblick auf Familienplanung zu treffen. Die Akzeptanz künstlicher Verhütungsmittel ist weit verbreitet. Sexualität wird als ein Geschenk Gottes innerhalb der Ehe gesehen. Treue innerhalb der Ehe und Keuschheit vor der Ehe werden betont. Der Fokus liegt auf der Liebe und dem gegenseitigen Respekt zwischen den Partnern.

Orthodoxe Kirchen

Die orthodoxen Kirchen haben keine einheitliche Haltung zur Verhütung, neigen aber dazu, künstliche Methoden zu missbilligen und natürliche Methoden zu bevorzugen. Die Entscheidung wird oft dem pastoralen Urteil und dem Gewissen der Gläubigen überlassen. Sexualität wird als heiliger Akt innerhalb der Ehe betrachtet, der Liebe und Fortpflanzung dient. Keuschheit vor der Ehe und eheliche Treue sind wichtige Prinzipien.

Siebenten-Tags-Adventisten

Die Siebenten-Tags-Adventisten erlauben sowohl natürliche als auch moderne Verhütungsmethoden, solange sie nicht abtreibend wirken. Diese Haltung ähnelt der liberaleren Sichtweise vieler evangelischer Kirchen, unterscheidet sich jedoch deutlich von der katholischen Ablehnung künstlicher Verhütungsmittel. Ähnlich wie andere christliche Denominationen betonen die Siebenten-Tags-Adventisten die Bedeutung von Sexualität innerhalb der Ehe als Ausdruck der Liebe und Einheit. Sie legen großen Wert auf Keuschheit vor der Ehe und Treue innerhalb der Ehe, was mit den Lehren der meisten christlichen Gemeinschaften übereinstimmt.

Herausforderungen und Kontroversen

Wie viele religiöse Gemeinschaften stehen auch die STA vor Herausforderungen und Kontroversen in Bezug auf Verhütung und Sexualität. Dazu gehören unterschiedliche Meinungen innerhalb der Gemeinschaft und der Umgang mit modernen gesellschaftlichen Entwicklungen. Einige Mitglieder der Kirche könnten traditionellere Ansichten vertreten, während andere offenere Ansätze befürworten. Die Kirche versucht, eine Balance zwischen der Treue zu ihren Glaubensprinzipien und der Berücksichtigung individueller und gesellschaftlicher Bedürfnisse zu finden.

Ein weiteres kontroverses Thema ist die Haltung der Kirche zu LGBTQ+ Themen. Die offizielle Position der STA ist, dass sexuelle Beziehungen nur innerhalb der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau stattfinden sollten. Diese Haltung hat zu Debatten und Diskussionen innerhalb und außerhalb der Kirche geführt. Die STA bemühen sich jedoch, alle Menschen mit Respekt und Mitgefühl zu behandeln, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Die Kirche betont die Wichtigkeit von Liebe und Respekt im Umgang mit allen Menschen, auch wenn es theologische Unterschiede gibt.

LGBTQ+ und die Siebenten-Tags-Adventisten

Die offizielle Haltung der STA zur LGBTQ+ Gemeinschaft ist, dass die Ehe als eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definiert wird. Sexualität soll innerhalb dieser Ehe ausgelebt werden. Die Kirche betrachtet homosexuelle Handlungen als nicht im Einklang mit den biblischen Lehren.

Unterstützung und Seelsorge

Die STA bieten Unterstützung und Seelsorge für Menschen an, die mit ihrer sexuellen Orientierung kämpfen. Die Kirche fördert Programme und Ressourcen, die darauf abzielen, Mitgliedern zu helfen, ein Leben im Einklang mit ihren Glaubensüberzeugungen zu führen. Diese Programme betonen die Wichtigkeit von geistlicher Unterstützung, Gebet und Gemeinschaft.

Inklusion und Liebe

Trotz ihrer theologischen Positionen betont die Kirche die Wichtigkeit von Liebe und Inklusion. Die STA lehren, dass Jesus Christus alle Menschen liebt und dass die Gemeinde ein Ort der Zuflucht und Unterstützung für alle sein sollte, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Die Kirche ermutigt ihre Mitglieder, einfühlsam und respektvoll mit LGBTQ+ Personen umzugehen und sie in die Gemeinschaft einzubeziehen.

Schlussfazit

Die Siebenten-Tags-Adventisten betrachten Sexualität als einen wichtigen und heiligen Aspekt des menschlichen Lebens, der innerhalb der Ehe gefeiert und geschützt werden sollte. Verhütung wird als eine persönliche Entscheidung angesehen, die in Übereinstimmung mit den biblischen Prinzipien und nach sorgfältiger Überlegung getroffen werden sollte. Die Kirche bietet umfangreiche Unterstützung und Ressourcen, um ihren Mitgliedern zu helfen, gesunde und erfüllende Entscheidungen zu treffen, die ihrem Glauben entsprechen.

Durch umfassende Beratung, Aufklärung und Unterstützung bemühen sich die Siebenten-Tags-Adventisten, ihre Mitglieder auf eine Weise zu informieren und zu unterstützen, die sowohl ihre körperliche Gesundheit als auch ihre geistliche Integrität fördert. Die Herausforderungen und Kontroversen, denen die Kirche gegenübersteht, werden mit einem Engagement für biblische Prinzipien und einfühlsame Seelsorge angegangen, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder in ihrer geistlichen Reise unterstützt werden.

Die Position der STA zu LGBTQ+ Themen zeigt, dass die Kirche bestrebt ist, die Balance zwischen der Treue zu ihren Glaubensprinzipien und der bedingungslosen Liebe und Akzeptanz aller Menschen zu wahren. Somit ordnet sich die Frage zur Verhütung bei den Siebenten-Tags-Adventisten in diese Reihe mit ein und sollte stets den ganzen Menschen sehen.

“Gott ist gerecht” und Gerechtigkeit in der Bibel

“Gott ist gerecht” und Gerechtigkeit in der Bibel

Welche Argumente gibt es für die Aussage: “Gott ist gerecht”?

Warum lässt der allmächtige Gott Leid zu, wenn er liebevoll und gerecht ist? Warum geht es guten Menschen schlecht und bösen gut? Diese Fragen haben die Menschheit seit jeher beschäftigt und sind zentrale Punkte der Theodizee. Wenn Gott allmächtig ist und Gott ist gerecht, warum existiert dann das Böse? Warum leiden gerechte Menschen, während böse Menschen scheinbar ungestraft bleiben?

Die Theodizee, also die Rechtfertigung Gottes angesichts des Bösen und des Leids, ist ein tiefgründiges Thema, das Gläubige und Theologen gleichermaßen beschäftigt. Diese Fragen fordern unser Verständnis von Gerechtigkeit in der Bibel und unser Vertrauen in Gottes Allmacht und Gerechtigkeit heraus. Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die Natur Gottes, den freien Willen, die Prüfungen des Glaubens und den großen Konflikt zwischen Gott und Satan betrachten.

In diesem Artikel werden wir untersuchen, wie die Bibel die Gerechtigkeit Gottes darstellt und wie verschiedene Geschichten und Lehren helfen können, die Fragen der Theodizee zu beantworten. Wir werden uns mit der Allmacht und Gerechtigkeit Gottes auseinandersetzen, die Rolle des freien Willens verstehen, den Sinn von Prüfungen und Leiden erkunden und schließlich einen Blick auf den großen Konflikt zwischen Gut und Böse werfen. Diese Überlegungen können uns helfen, ein tieferes Verständnis für Gottes Handeln und seine Gerechtigkeit zu entwickeln.

Die Natur Gottes: Allmacht und Gerechtigkeit

In der Theologie werden dem allmächtigen Gott traditionell zwei zentrale Eigenschaften zugeschrieben: Allmacht und Gerechtigkeit. Allmacht bedeutet, dass Gott unbeschränkte Macht hat und alles tun kann. Gerechtigkeit in der Bibel hingegen bedeutet, dass Gott stets moralisch richtig handelt und das Gute fördert. Diese Eigenschaften führen zu Paradoxien und Fragen. Wenn der allmächtige Gott gerecht ist, warum existiert dann das Böse? Diese Fragen führen uns direkt zur Theodizee, dem philosophisch-theologischen Versuch, die Gerechtigkeit Gottes angesichts des Leids und des Bösen in der Welt zu verteidigen.

Ein anschauliches Beispiel für die Allmacht Gottes findet sich in der Schöpfungsgeschichte der Bibel. In den ersten Kapiteln der Genesis erschafft der allmächtige Gott das Universum durch sein Wort. Er sagt: „Es werde Licht“, und es wird Licht. Diese Schöpfung aus dem Nichts zeigt die unbegrenzte Macht Gottes. Auf der anderen Seite sehen wir ein Beispiel für die Gerechtigkeit in der Bibel in der Geschichte von Noah und der Sintflut. Gott sieht die Bosheit der Menschen und entscheidet, die Erde durch eine Flut zu reinigen, rettet aber Noah und seine Familie aufgrund ihrer Rechtschaffenheit. Diese Geschichte zeigt, dass Gott gerecht ist und seine Gerechtigkeit durch seine Handlungen in der Welt sichtbar wird.

Doch wenn der allmächtige Gott gerecht ist, wie können wir dann das Vorhandensein von Leid und Bösem in der Welt erklären? Dieses Dilemma führt uns direkt zur Theodizee, die versucht, die Existenz von Leid mit dem Glauben an einen allmächtigen und gerechten Gott zu vereinbaren.

Das Problem des Leids  -Theodizee

Die Theodizee, ein Begriff, der von Gottfried Wilhelm Leibniz geprägt wurde, bezieht sich auf das Problem der Rechtfertigung des allmächtigen Gottes angesichts des Bösen in der Welt. Eine weit verbreitete Erklärung ist der freie Wille. Viele Theologen argumentieren, dass Gott den Menschen freien Willen gegeben hat und dass Leid oft das Ergebnis menschlicher Entscheidungen ist. Der allmächtige Gott greift nicht ein, um diesen freien Willen zu respektieren. Diese Ansicht besagt, dass eine Welt mit freiem Willen, in der Menschen echte Entscheidungen treffen können, letztlich wertvoller ist als eine Welt ohne Leid, aber auch ohne Freiheit.

Ein klassisches Beispiel für die Konsequenzen des freien Willens ist die Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden. Der allmächtige Gott gibt ihnen die Freiheit, von allen Bäumen im Garten zu essen, verbietet jedoch den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Adam und Eva entscheiden sich, Gottes Gebot zu übertreten, und bringen damit Sünde und Leid in die Welt. Diese Geschichte verdeutlicht, dass menschliche Freiheit zu moralischem Übel führen kann und damit erklärt, warum trotz der Allmacht und Gerechtigkeit Gottes Leid in der Welt existiert. Gott ist gerecht und lässt die Menschen die Konsequenzen ihrer Entscheidungen tragen.

Eine andere Erklärung sieht Leid als Prüfung oder Läuterung. In der Bibel gibt es viele Beispiele, in denen Leid als Prüfung des Glaubens oder als Mittel zur Läuterung dargestellt wird. Ein prominentes Beispiel für die Gerechtigkeit in der Bibel ist das Buch Hiob. Hiob, ein gerechter Mann, erlebt großes Leid, verliert seine Familie und seinen Besitz, bleibt aber in seinem Glauben an den allmächtigen Gott standhaft. Schließlich wird Hiob von Gott belohnt und erhält alles zurück, was er verloren hat, und noch mehr. Diese Geschichte zeigt, dass Leid einen höheren Zweck haben kann, der über unser unmittelbares Verständnis hinausgeht und die Gerechtigkeit Gottes letztlich sichtbar macht. Gott ist gerecht und belohnt die Standhaftigkeit der Gerechten.

Ein weiterer Ansatz betrachtet das Leid als Konsequenz kollektiver oder individueller Sünde. In der Bibel finden sich zahlreiche Geschichten, in denen Leid als direkte Folge von Sünde dargestellt wird. Ein Beispiel ist die Geschichte von Sodom und Gomorra. Diese Städte werden wegen ihrer Sünden von Gott zerstört, aber Lot und seine Familie werden gerettet, weil sie gerecht sind. Diese Erzählung unterstreicht die Idee, dass kollektives Unrecht kollektive Bestrafung nach sich ziehen kann und dass Gott gerecht ist.

Der christliche Apologet Ravi Zacharias fasst diese Problematik treffend zusammen: „Gott zwingt niemanden, ihm zu folgen. Der freie Wille ist ein Geschenk, aber mit Freiheit kommt Verantwortung und oft auch Leid.“ Gott ist gerecht, und seine Gerechtigkeit wird in den Konsequenzen menschlicher Entscheidungen sichtbar.

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Warum lässt Gott das Leid zu, wenn er liebevoll und allmächtig ist?
Kann man ihm vertrauen oder muss man Angst vor ihm haben? Wie vereinbart es sich mit Gottes Gerechtigkeit, dass es guten Menschen schlecht und bösen Menschen gut geht?
Was geschieht nach dem Tod? Gibt es ein ewiges Leben? Und wenn ja, wie kann ich es bekommen?

Der Große Kampf: Ursprung, Sinn und Wesen

Um das Problem des Leids besser zu verstehen, müssen wir den großen Konflikt zwischen dem allmächtigen Gott und Satan betrachten. Dieser Konflikt begann lange vor der Erschaffung der Welt. Die Bibel beschreibt, wie Luzifer, ein hohes Engelwesen, gegen Gott rebellierte. In Jesaja 14,12-14 heißt es: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! […] Du aber gedachtest in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen.“

Luzifer, später als Satan bekannt, wollte sich über den allmächtigen Gott erheben. Diese Rebellion führte zu einem Krieg im Himmel, bei dem Satan und seine Anhänger aus dem Himmel geworfen wurden. Dieser Konflikt setzte sich auf der Erde fort, als Satan Adam und Eva verführte, gegen Gott zu sündigen. Diese Ursünde brachte Leid und Tod in die Welt.

Der Theologe C.S. Lewis erklärt: „Satan ist ein gefallener Engel, der sich entschied, gegen Gott zu rebellieren. Seine Rebellion zieht uns Menschen in einen kosmischen Konflikt hinein.“ Diese Perspektive hilft uns zu verstehen, dass das Böse und das Leid in der Welt Teil eines größeren Kampfes zwischen Gut und Böse sind. Gott ist gerecht und steht in diesem Kampf für das Gute.

Dieser große Konflikt ist nicht nur eine metaphysische Realität, sondern hat direkte Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Der Apostel Paulus schreibt in Epheser 6,12: „Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“ Diese Aussage macht deutlich, dass die täglichen Kämpfe und das Leid auf der Erde Ausdruck eines größeren, unsichtbaren Konflikts sind.

Die Frage nach dem Eingreifen Gottes

Die Frage, ob der allmächtige Gott nicht eingreifen kann oder will, um das Leid zu verhindern, ist zentral in der Theodizee. Eine mögliche Antwort ist, dass Gott zwar eingreifen könnte, es aber nicht immer tut, um den freien Willen der Menschen nicht zu beeinträchtigen. Diese göttliche Zurückhaltung respektiert die menschliche Autonomie und ermöglicht es den Menschen, echte moralische Entscheidungen zu treffen. Gott ist gerecht, und seine Gerechtigkeit zeigt sich auch in der Achtung des freien Willens der Menschen.

Ein Beispiel für göttliche Zurückhaltung findet sich in der Geschichte von Kain und Abel. Nachdem Kain Abel getötet hat, bestraft der allmächtige Gott Kain, lässt ihn aber am Leben und gibt ihm ein Zeichen, damit ihn niemand tötet. Gott greift nicht ein, um den Mord zu verhindern, sondern lässt Kain die Konsequenzen seiner Tat tragen. Diese Geschichte zeigt, dass Gott gerecht ist und dass die Gerechtigkeit in der Bibel auch bedeutet, dass die Menschen die Folgen ihrer Entscheidungen tragen müssen.

In religiösen Texten finden sich jedoch viele Berichte über göttliches Eingreifen, sei es durch Wunder oder durch direkte Intervention in das Leben von Menschen. Ein bekanntes Beispiel ist die Teilung des Roten Meeres. Als die Israeliten vor den Ägyptern fliehen, teilt der allmächtige Gott das Meer, sodass sie sicher hindurchgehen können. Diese Geschichte zeigt, dass Gott in bestimmten Situationen sehr wohl eingreift, um das Gute zu fördern oder um den Glauben zu stärken. Diese Taten sind Ausdruck seiner Gerechtigkeit in der Bibel.

Gebet und Glaube spielen ebenfalls eine große Rolle in der Interaktion mit dem allmächtigen Gott. Viele Gläubige berichten von erhörten Gebeten und göttlichem Beistand in schweren Zeiten. Ein Beispiel ist die Heilung des blinden Bartimäus im Neuen Testament. Bartimäus ruft Jesus um Hilfe an, und Jesus heilt ihn aufgrund seines Glaubens. Diese Geschichte illustriert, wie Glaube und Gebet das Eingreifen Gottes herbeiführen können und wie sich die Gerechtigkeit Gottes in der Bibel zeigt.

Vertrauen oder Furcht: Das Verhältnis zu Gott

Sollte man dem allmächtigen Gott vertrauen oder Angst vor ihm haben? Die Bibel liefert Gründe für beides. Viele Bibelstellen betonen Gottes Liebe und Fürsorge. Psalm 23 beschreibt Gott als guten Hirten, der seine Herde führt und beschützt. Dieses Bild vermittelt das Vertrauen, dass der allmächtige Gott immer das Beste für seine Schöpfung will und sie in Zeiten des Leids begleitet und unterstützt. Dies ist ein Ausdruck der Gerechtigkeit in der Bibel.

Ein weiteres Beispiel für das Vertrauen in Gott findet sich im Neuen Testament. Jesus spricht in der Bergpredigt über die Sorge um das tägliche Leben und fordert die Menschen auf, Gott zu vertrauen, weil er für sie sorgt, wie er für die Vögel des Himmels und die Lilien auf dem Feld sorgt. Diese Lehre ermutigt die Gläubigen, ihr Vertrauen auf Gottes Fürsorge zu setzen und darauf zu vertrauen, dass Gott gerecht ist.

Andererseits gibt es auch Bibelstellen, die die Macht und Gerechtigkeit des allmächtigen Gottes betonen, die auch zur Bestrafung führen kann. Die Geschichte von Sodom und Gomorra zeigt, wie Gott Unrecht bestraft und seine Gerechtigkeit durchsetzt. Diese Aspekte können eine gesunde Furcht vor Gott fördern, die auf Respekt und Anerkennung seiner Autorität basiert.

Ein Beispiel für diese Furcht ist die Geschichte von Ananias und Saphira im Neuen Testament. Sie lügen über den Erlös eines Grundstücksverkaufs und werden von Gott sofort bestraft. Diese Geschichte zeigt die Ernsthaftigkeit der Gerechtigkeit Gottes und die Konsequenzen von Ungehorsam.

Persönliche Erfahrungen von Gläubigen können dabei helfen, ein ausgewogenes Verhältnis zu Gott zu entwickeln. Viele Menschen berichten von tiefen spirituellen Erfahrungen, die ihr Vertrauen in die Liebe und Fürsorge des allmächtigen Gottes stärken, während andere Geschichten von göttlicher Bestrafung und Gerechtigkeit erzählen. Diese Erlebnisse bieten einen reichen Schatz an Perspektiven und Einsichten, die helfen können, ein tiefes und ausgewogenes Verhältnis zu Gott zu entwickeln und die Gerechtigkeit in der Bibel zu verstehen. Gott ist gerecht und zeigt sich in Liebe und Strenge.

Der allmächtige Gott und das scheinbare Ungleichgewicht

Warum geht es guten Menschen oft schlecht und bösen gut? Diese Frage ist besonders schwierig und vielschichtig. Die Bibel bietet verschiedene Erklärungen. Im Buch der Prediger wird anerkannt, dass das Leben oft ungerecht erscheint und dass wir nicht immer sofort verstehen können, warum bestimmte Dinge geschehen. „Es gibt etwas Sinnloses, das auf der Erde geschieht: Gerechte, denen es so geht, als hätten sie das Werk der Gottlosen getan, und Gottlose, denen es so geht, als hätten sie das Werk der Gerechten getan. Das sage ich auch: Es ist eitel“ (Prediger 8,14). Diese Aussage spiegelt die Beobachtung wider, dass das Leben oft unverständlich und ungerecht erscheint.

Im Neuen Testament betont Jesus, dass die Belohnung für das Gute oft nicht in diesem Leben, sondern im Jenseits erfolgt. In der Bergpredigt sagt Jesus: „Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Himmelreich“ (Matthäus 5,10). Diese Aussage unterstreicht die Hoffnung, dass wahre Gerechtigkeit im ewigen Leben vollendet wird.

Einige Theologen argumentieren, dass das menschliche Verständnis von Gerechtigkeit begrenzt ist und dass wir den Plan des allmächtigen Gottes nicht vollständig erfassen können. Diese Sichtweise betont die Transzendenz Gottes und die Grenzen menschlichen Verstehens. Ein Beispiel hierfür ist die Geschichte von Josef im Alten Testament. Josef wird von seinen Brüdern verkauft und erleidet großes Unrecht, aber letztlich wird er der zweitmächtigste Mann in Ägypten und rettet seine Familie vor dem Hungertod. Diese Geschichte zeigt, dass der allmächtige Gott oft einen größeren Plan hat, den wir nicht sofort erkennen können, und dass die Gerechtigkeit in der Bibel oft auf unerwartete Weise sichtbar wird.

Andere sehen in diesen Ungerechtigkeiten Prüfungen oder Gelegenheiten, den Glauben zu stärken. Durch das Erleben von Leid können Menschen Mitgefühl, Stärke und Ausdauer entwickeln. Der Apostel Paulus, der zahlreiche Leiden und Verfolgungen ertrug, aber fest im Glauben blieb, schrieb: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind“ (Römer 8,28). Paulus sah seine Leiden als Mittel, um seinen Glauben und seine Abhängigkeit von Gott zu vertiefen.

C.S. Lewis sagte dazu: „Gott flüstert uns in unseren Freuden zu, spricht in unserem Gewissen, aber er ruft in unseren Schmerzen. Schmerz ist das Megaphon, das eine taube Welt aufweckt.“ Diese Sichtweise zeigt, wie der allmächtige Gott auch das Leid nutzt, um Menschen näher zu sich zu ziehen und seine Gerechtigkeit in der Bibel zu offenbaren. Gott ist gerecht und benutzt auch Schmerz, um Menschen zu erreichen.

Frieden und Gerechtigkeit auf der neuen Erde

Die Hoffnung auf eine neue Erde, auf der Frieden und Gerechtigkeit herrschen, ist ein zentraler Trost für viele Gläubige. Diese Hoffnung basiert auf den Verheißungen der Bibel und der Überzeugung, dass der allmächtige Gott die Menschen ursprünglich für die Ewigkeit geschaffen hat.

Die Bibel beschreibt die neue Erde in der Offenbarung des Johannes. Dort heißt es: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen […] Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“ (Offenbarung 21,1-4). Diese Vision einer erneuerten Schöpfung ohne Leid und Tod gibt den Gläubigen Kraft und Hoffnung und zeigt die Gerechtigkeit in der Bibel.

Wir können an diese Verheißungen glauben, weil Jesus für uns gestorben ist. Sein Opfer und seine Auferstehung bieten die Grundlage für die Hoffnung auf ewiges Leben. In Johannes 3,16 steht: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Diese Aussage zeigt die Tiefe von Gottes Liebe und seinen Plan für die Erlösung der Menschheit durch den allmächtigen Gott.

Die Glaubwürdigkeit der Bibel als göttlich inspiriertes Wort stärkt ebenfalls diese Hoffnung. Der Apostel Paulus betont in 2. Timotheus 3,16: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Besserung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.“ Diese Überzeugung gibt den Gläubigen das Vertrauen, dass die biblischen Verheißungen verlässlich sind und dass der allmächtige Gott gerecht ist.

Der Gedanke, dass Gott die Menschen ursprünglich für die Ewigkeit geschaffen hat, findet sich in der Schöpfungsgeschichte. Dort heißt es, dass der allmächtige Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat (Genesis 1,27) und ihnen das ewige Leben schenken wollte. Die Sünde hat diesen Plan zwar vorübergehend unterbrochen, aber durch Jesus Christus wird dieser ursprüngliche Plan wiederhergestellt und die Gerechtigkeit in der Bibel sichtbar gemacht. Gott ist gerecht und wird seinen ursprünglichen Plan vollenden.

Buchgeschenk: “Allmächtig, Ohnmächtig, Gerecht”?

Dieses Buch beantwortet auf interessante Art und Weise folgende Fragen:

Warum lässt Gott das Leid zu, wenn er liebevoll und allmächtig ist?
Kann man ihm vertrauen oder muss man Angst vor ihm haben? Wie vereinbart es sich mit Gottes Gerechtigkeit, dass es guten Menschen schlecht und bösen Menschen gut geht?
Was geschieht nach dem Tod? Gibt es ein ewiges Leben? Und wenn ja, wie kann ich es bekommen?