LGBTQ+ und die Theologie der Siebenten-Tags-Adventisten

LGBTQ+ und die Theologie der Adventisten

Inmitten der derzeit hitzigen Diskussionen in Kirchenkreisen über die LGBTQ+ Bewegung und der queer Community steht die Frage im Raum, ob die Behauptungen wahr sind, dass die Bibel keine Einwände gegen homosexuelle Beziehungen habe. Daher ist es wichtig, die biblischen Grundsätze zur menschlichen Sexualität und zur Ehe sorgfältig zu prüfen.

Oft wird auch behauptet, dass die sexuelle Orientierung von schwulen und lesbischen Personen nicht willentlich beeinflussbar oder veränderbar sei und daher die Grundsätze einer Partnerschaft aus 1. Mose 2,24 auch auf gleichgeschlechtliche Beziehungen anwendbar seien. Viele Vertreter der LGBTQ+ und queeren Bewegung setzen sich dafür ein, dass die Kirche, die sich für Glaubens- und Gewissensfreiheit einsetzt, sich auch für die Realität verschiedener sexueller Orientierungen öffnen sollte, und verweist darauf, dass Gesetzgeber und Gesellschaft heterosexuelle und homosexuelle Partnerschaften mittlerweile gleichberechtigt behandeln. Jedoch ist es wichtig, diese Argumentation kritisch zu betrachten. 

Die Bibel ist der Maßstab unseres Denkens

n einer Welt, in der Wahrheit oft relativiert oder sogar verdreht wird, lehrt uns die Bibel, dass die Wahrheit untrennbar mit der Liebe verbunden ist. Johannes 8, Vers 44 sagt klar, dass Satan der Vater der Lüge ist und dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt. Diese Verbindung zwischen Liebe und Wahrheit wird auch in 1. Johannes 2, Vers 21 betont, wo steht, dass die Liebe sich an der Wahrheit freut. Paulus unterstreicht in 1. Korinther 13, Vers 6, dass die Liebe die Wahrheit nicht verbirgt. Dies zeigt, dass die Wahrheit in menschlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung ist.

lgbtqia+Gott schuf den Mensch und auch die Sexualität.

Die Schöpfungsgeschichte gibt uns einen tiefen Einblick in Gottes göttlichen Plan für die menschliche Sexualität und Beziehungen. In 1. Mose 1, Vers 27 lesen wir, dass Gott den Menschen nach seinem Bild schuf, als Mann und Frau schuf er sie. Dieser Vers ist von entscheidender Bedeutung, denn er zeigt, dass die Geschlechterdifferenz ein integraler Bestandteil von Gottes Schöpfungsplan ist. Gott schuf Mann und Frau nach seinem Bild, und in ihrer Vereinigung finden sie die Vollkommenheit seines Ebenbildes.

 

Die Bibel lehrt uns, dass die Geschlechterdifferenz nicht nur ein biologisches Phänomen ist, sondern auch eine tiefere spirituelle Bedeutung hat. Wenn ein Mann und eine Frau zusammenkommen und sich in bedingungsloser Liebe füreinander hingeben, dann offenbaren sie die Herrlichkeit Gottes und sein Ebenbild in ihrer Beziehung. Dieses göttliche Design der Geschlechterdifferenz zeigt sich auch in der Aufforderung Gottes, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren.

Die Einsetzung der Ehe

Die Ehe als göttliche Institution ist ein weiteres Beispiel für Gottes Plan für die menschliche Sexualität und Beziehungen. Jesus selbst bekräftigt in Matthäus 19, Vers 4-6, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist, die Gott zusammengefügt hat und die nicht vom Menschen getrennt werden sollte. Dieses göttliche Konzept der Ehe basiert auf der Geschlechterdifferenz und auf der bedingungslosen Liebe, die sich in der gegenseitigen Hingabe der Ehepartner zeigt.

Exegetisch betrachtet gibt es klare Hinweise darauf, dass die Bibel die Geschlechterdifferenz von Mann und Frau als unverzichtbar für die Ehe betrachtet. Texte aus 1. Mose 1 und 2 zeigen, dass Gott Mann und Frau als gleichwertig, aber auch als unterschiedlich geschaffen hat, und dass die Ehe auf dieser Verschiedenheit basiert. Jesus selbst bestätigt diese Ansicht, indem er in Markus 10,6-9 die Schöpfungsgeschichte zitiert und betont, dass Gott Mann und Frau geschaffen hat, damit sie eins werden können. Paulus wiederholt diese Ansicht in Epheser 5,31 und verwendet die Ehe als Bild für die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde, was ebenfalls auf die grundlegende Verschiedenheit der beiden Geschlechter hinweist

Abweichungen und negative Auswirkungen falscher Sexualität

Es ist wichtig zu betonen, dass die Bibel uns auch vor Abweichungen von Gottes Plan in Bezug auf die menschliche Sexualität, wie beispielsweise die LGBTQ+ Bewegung warnt. In 3. Mose 18 finden wir eine Liste von Geboten und Verboten, die sich auf moralische und ethische Werte beziehen. Unter diesen Geboten wird auch die Homosexualität verurteilt, indem gesagt wird, dass es ein Gräuel ist, wenn ein Mann bei einem anderen Mann liegt wie bei einer Frau.

Ein weiteres biblisches Beispiel für die Warnung vor Abweichungen von Gottes Plan ist die Geschichte von Sodom und Gomorra in 1. Mose 19. Diese Städte wurden wegen ihrer Sünden und ihrer Abkehr von Gottes Gesetz zerstört. Während einige behaupten mögen, dass die Zerstörung dieser Städte auf ihre Mangel an Gastfreundschaft oder ihre weltliche Frömmigkeit zurückzuführen sei, kann man die Tatsache nicht ignorieren, dass die Homosexualität auch eine Rolle spielte. Dies wird durch die Erwähnung von Lot’s Angebot, seine Töchter den aufgebrachten Männern zu geben, um ihre homosexuellen Begierden zu stillen, deutlich.

Insgesamt lehrt uns die Bibel, dass die Wahrheit und die Geschlechterdifferenz untrennbar mit Gottes göttlichem Plan für die menschliche Sexualität und Beziehungen verbunden sind. Indem wir uns an Gottes Wort halten und seinen Plan respektieren, können wir die wahre Bedeutung von Liebe und Beziehung verstehen und erleben.

Methodisch betrachtet darf die Lebensrealität nicht dazu führen, dass wir biblische Texte umdeuten, um unseren eigenen Vorstellungen gerecht zu werden. Auch wenn die Ursachen für homosexuelle Orientierung komplex sind, bedeutet das nicht automatisch, dass die biblischen Grundsätze zur Sexualität und Ehe außer Kraft gesetzt werden müssen.

 

LGBTQIA+ und die Bibel

Dieser Artikel beruht auf den Ausführungen im Video von Mark Finley. Sie können sich seine Gedanken und Erläuterungen gerne selber im Videovortrag ansehen. Er repräsentiert die offizielle Haltung der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Charakterbildung und die umwandelnde Kraft des Evangeliums

Die Bibel lehrt uns, dass die Wahrheit nicht nur eine intellektuelle Erkenntnis ist, sondern auch eine Lebensweise prägt. Indem wir uns an die Wahrheit Gottes halten, formen wir unseren Charakter und leben in Übereinstimmung mit seiner göttlichen Ordnung.

Die umwandelnde Kraft des Herrn kann sowohl erworbene als auch ererbte üble Neigungen überwinden. Im Evangelium liegt eine transformative Kraft, die uns von unseren Sünden befreit und uns zu neuen Menschen macht. Es ist die Kraft Christi, die uns von der Macht der Sünde erlöst und uns in die Freiheit der Kinder Gottes führt.

In Römerbrief legt der Apostel Paulus eindringlich dar, dass alle Menschen, sowohl Juden als auch Heiden, der Erlösung bedürfen. Er betont die universale Notwendigkeit des Evangeliums und die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus. Diese Botschaft der Hoffnung und Veränderung ist das Herzstück des christlichen Glaubens.

Paulus adressiert auch die Frage der menschlichen Sexualität in Römer 1, wobei er die Verdorbenheit und Verlorenheit der heidnischen Welt beschreibt. Er verurteilt gleichgeschlechtliche Beziehungen als einen Verstoß gegen Gottes göttliche Ordnung und die natürliche Schöpfungsordnung. Dies steht im Einklang mit dem klaren Lehramt der Bibel, das die LGBTQ-Tendenzen nicht mit Gottes Willen vereinbar sieht.

 

Die Sichtweise der Siebenten-Tags-Adventisten

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten bekräftigt ihre Position zur Ehe als eine göttliche Institution, die ausschließlich zwischen Mann und Frau geschaffen ist. Homosexuelle Beziehungen werden als unnatürlich, sündhaft und im Widerspruch zu Gottes Schöpfungsordnung betrachtet. Dennoch betont die Kirche auch die bedingungslose Liebe Gottes zu allen Menschen und ruft zur Barmherzigkeit und Respekt gegenüber allen auf.

Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen der Orientierung einer Person und ihrem Handeln. Obwohl jemand bestimmte Neigungen haben mag, rechtfertigt dies nicht das Ausleben dieser Neigungen, wenn sie im Widerspruch zu Gottes Wort stehen. Durch die Gnade Gottes können wir alle neue Geschöpfe in Christus werden und ein Leben führen, das im Einklang mit seinem Willen steht.

Die biblischen Grundsätze zur menschlichen Sexualität lehren uns, dass Gottes Plan für die Ehe und die Sexualität klar definiert ist. Durch die Kraft des Evangeliums können wir unsere Neigungen überwinden und in Übereinstimmung mit Gottes Wort leben. Lasst uns daher einander mit Liebe und Wahrheit begegnen, im Bewusstsein der Vergebung und der Veränderung, die uns in Christus geschenkt ist.

 

Umgang und Verantwortung gegenüber Geschwistern mit homosexueller Neigung

Bei aller theologischen Feinheit und Genauigkeit hat jeder Mensch das recht, zuerst einmal als Mensch und Kind Gottes angenommen zu werden. Wir als Christen und als Gemeinde tragen eine Verantwortung für unsere Geschwister, die Gott uns an die Seite gestellt hat. Auch wenn sie vielleicht nicht immer unserer Meinung sein mögen und vielleicht auch der LGBTQ+ Bewegung angehören sollten, sie sind geliebte “Kinder” Gottes. Gott möchte jeden Menschen retten, denn Jesus ist in eine verlorene Welt gekommen, um zu retten was verloren war (Lukas 19,10).

Welche Möglichkeiten als Christ oder als Gemeinde gibt es, diese Fürsorgepflicht praktisch umsetzen? Wenn jemand aus den genannten Gründen nicht heiraten kann/will dann muss die Gemeinde die Möglichkeit als “Ersatzfamilie” zu agieren. Kein Mensch ist gerne allein, daher sind wahre und innige Freundschaften ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Es ist auch möglich eine zärtlichere Männerfreundschaft zu pflegen, als es normalerweise üblich ist.

Wenn beispielsweise zwei Freundinnen sich umarmen oder sich gegenseitig einen Kuss auf die Wange geben, regt sich niemand darüber auf. Das kann bei Männern auch möglich sein, wenn sich die Freundschaft an die biblischen Grundsätze hält. Auch gibt es die Möglichkeit eine Art Männer-WG zu gründen oder eine Selbtshilfegruppe zu gründen und somit einen Rahmen zu bieten, dass sich jeder geliebt und aufgefangen fühlen kann um sich so ganz praktisch dem Thema zu stellen.

Fazit und Bibelstellen:

Dieser Artikel betont die transformative Kraft des Evangeliums, um den Charakter zu prägen und das Leben der Gläubigen zu verändern. Er basiert auf der Überzeugung, dass die umwandelnde Kraft des Herrn sowohl erworbene als auch ererbte Neigungen überwinden kann. Diese Kraft liegt im Evangelium, das die Botschaft von Erlösung und Veränderung durch Jesus Christus verkündet. Aber es gibt auch eine Verantwortung gegenüber den LGBTQ+ Glaubensgeschwistern, der wir als Gemeinde nachkommen müssen.

Bibelstellen:

  • 2. Korinther 5,17: “Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.”
  • Römer 6,4: “So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.”
  • Epheser 4,22-24: “Legt ab den alten Menschen mit seinem Wandel, der sich durch betrügerische Begierden zugrunde richtet, und erneuert euch in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.”

Es muss auf die biblischen Grundsätze zur menschlichen Sexualität, insbesondere im Kontext von gleichgeschlechtlichen Beziehungen geachtet werden. Die Bibel lehrt klar, dass homosexuelle Beziehungen im Widerspruch zur göttlichen Ordnung stehen und als Sünde betrachtet werden. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten bekräftigt ihre Position zur Ehe als eine göttliche Institution zwischen Mann und Frau und ruft zur Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen auf, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

Bibelstellen:

  • 1. Korinther 6,9-11: “Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, weder Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.”
  • 1. Mose 1,27: “Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.”
  • Römer 1,26-27: “Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften: denn ihre Weiber haben den natürlichen Brauch verlassen zu dem widernatürlichen; desgleichen auch die Männer, haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes, sind entbrannt in ihrer Lust zueinander, Mann mit Mann Schande treibend, und empfingen den verdienten Lohn ihrer Verirrung in sich selbst.”

Die Bibel als festes Fundament des Lebens

Die Bibel & Wort Gottes als Fundament des Lebens

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Die Bibel und Martin Luther

In einer Welt, die von Gewalt, Leid und Verwirrung geprägt ist, ist es von entscheidender Bedeutung, innezuhalten und über die tiefgreifenden Auswirkungen der Sünde nachzudenken. Es gibt ein berühmtesZitat von Martin Luther, welches darran erinnert, wie wichtig es ist, aufmerksam zuzuhören und einen klaren Kopf zu bewahren, während wir uns mit den Herausforderungen und Versuchungen konfrontiert sehen, die das Leben mit sich bringt. Es stammt aus dem berühmten Lied “Eine feste Burg ist unser Gott” und es heißt in der vierten Strophe:Bibel

“Das Wort sie sollen lassen stahn und kein’ Dank dazu haben;”

Martin Luther lädt uns somit ein, unser Bewusstsein zu schärfen und uns auf das Wort Gottes zu konzentrieren, das uns die Macht der Sünde und das Elend, das sie in dieser Welt verursacht, deutlich vor Augen führt.

Statistiken über die Auswirkungen der Sünde

Es gibt Statistiken, die uns einen erschreckenden Einblick in die Realität unserer Welt. Sie zeigen uns die weit verbreitete Präsenz von Gewalt, Kriminalität, Sucht, Depression und anderen Formen des Leidens, die unzählige Menschen jeden Tag erleiden müssen. Diese Zahlen und Fakten verdeutlichen die Dringlichkeit der Situation und erinnern uns daran, dass wir nicht gleichgültig bleiben können gegenüber dem Leiden, das so viele unserer Mitmenschen erfahren. Einige Beispiele:

Im Jahr 2022, gab es 28 bewaffnete Kriege in verschiedenen Ländern. Wir hören höchstens jetzt von zwei, nämlich der Ukraine oder Palästina in den Nachrichten. Und man müsste meinen, die Sklaverei ist ja abgeschaffen worden, aber pro Jahr werden geschätzt 12,3 Millionen Menschenseelen Opfer von Sklaverei und Menschenhändler. Ca. 210 Millionen illegaler Drogen werden pro Jahr von Menschen konsumiert.

Drogenhändler machen einen Umsatz pro Jahr geschätzt auf 320 Milliarden Euro. In Deutschland werden circa 300.000 Menschen werden Opfer von Hackerangriffen pro Jahr. In Deutschland, man mag es kaum glauben, finden 121.000 Einbrüche pro Jahr. Vier Einbrüche pro Minute. In Deutschland werden 42.000 PKWs gestohlen. Weltweit 7,15 Millionen pro Jahr gestohlene Fahrzeuge. In Deutschland werden 47.000 Opfer von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen. Pro Jahr finden circa zwei Millionen Raubüberfälle in der Welt statt. Ein Viertel aller Internetanfragen drehen sich um Pornografie.

Das sind 68 Millionen Aufrufe pro Tag. Wie verseucht das Internet und die Menschenherzen sind. Jede dritte Ehe endet in Scheidung in Deutschland. Und geschätzt circa 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter stärkeren oder schwächeren Depressionen. Rund 700.000 Menschen nehmen sich das Leben selbstständig. Das ist 1,3 Personen pro Minute. Jede Minute ein Menschenherz, das sich das Leben nimmt. Und 57 Millionen Babys pro Jahr werden abgetrieben.

Die Wurzel des Bösen ist in uns tief drin und es wird ein Abschnitt aus dem Buch “Schritte zu Jesus” von Ellen G. White zitiert:

Wenn der Heilige Geist unser Gewissen wachrüttelt, spüren wir etwas von der Macht der Sünde und dem Elend, das sie in diese Welt anrichtet. Sünde trennt von Gott und macht den Menschen zu einem Sklaven.

Die Kraft der Bibel und die Warnung vor der Sünde

Das Zitat aus “Schritte zu Jesus” auf Seite 53 bietet eine tiefgründige Reflexion darüber, wie der Heilige Geist unser Gewissen wachrüttelt und uns dazu bringt, die Sünde in unserer Welt zu erkennen. Es verdeutlicht, wie die Sünde uns von Gott trennt und uns zu Sklaven macht, gefangen in einem Kreislauf von Verderbtheit und Selbstsucht. Doch gleichzeitig weckt es auch eine Sehnsucht nach Befreiung und Erlösung, ein Verlangen nach einem festen Fundament, das uns aus unserer Gefangenschaft befreien kann.

Die biblische Perspektive über Segen und Fluch

Doch trotz dieser düsteren Realität gibt es Hoffnung. Die Bibel offenbart einen Weg zum Segen, der auf Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes basiert. In 5. Mose 28 wird deutlich, dass Segen und Fluch direkte Folgen unseres Handelns sind. Wenn wir den Geboten Gottes gehorchen, werden wir erhöht und gesegnet sein. Wenn nicht, werden wir den Fluch erfahren, der mit Ungehorsam einhergeht.

Wir wissen, dass Gott mit der Gruppe der Siebenten-Tags-Adventisten, wenn sie die Schriften der Prophetie studiert hätten, einen großen Plan mit den Adventvolk hatte? Er wusste, was für Krisen auf diese Welt zusteuern, wie viel Krankheit und Leid sich vermehren wird. Er wusste das alles und er hatte einen Masterplan mit einem übrigen Volk, das besonders in Sachen Gesundheit sich unterscheiden sollte von der ganzen Welt, einen ganz anderen Ansatz haben, mit den Naturgesetzen zu arbeiten, die Gott vorgegeben hat.

Und der Plan wäre, so schreibt der Geist der Weissagung: Das Adventvolk würde erhöht werden über alle Nationen. Und wenn die Völker ihre Krisen, Pandemien und sonst was für Probleme kriegen und die Leute schreien würden, wer kann uns helfen? So wird Gott sagen, das Volk habe ich erhoben. Das hat die Lösungen für alle eure Probleme. Dieser Plan hatte Gott mit uns, den sie aber so nicht erfüllt haben.

Es gibt die Möglichkeit, dass sowohl einzelne Menschen als auch ganze Gemeinschaften von Gott gesegnet werden können, wenn sie seinem Weg folgen. Dieser Segen erstreckt sich auf alle Bereiche des Lebens, von der Gesundheit bis zum Wohlstand, und hat sogar Auswirkungen auf ganze Nationen. Doch wenn wir uns von den Geboten Gottes abwenden, erleben wir den Fluch. Krankheiten, Verwirrung, Leid und Verlust sind die Folgen unserer Ungehorsamkeit.

Die vorgelesenen Verse aus 5. Mose 28 verdeutlichen, wie eng Segen und Fluch mit unserem Gehorsam gegenüber Gottes Wort verbunden sind. Sie erinnern uns daran, dass wir als Individuen und als Gemeinschaften die Wahl haben, unser Leben nach den Geboten Gottes auszurichten oder uns von ihnen abzuwenden. Indem wir das Wort Gottes lesen, hören und befolgen, können wir dem Fluch entkommen und auf den Weg des Segens zurückkehren.

Das trojanische Pferd des Bildungssystems

Des Weiteren wird die Bedeutung einer unverfälschten theologischen Bildung angesprochen, die nicht von irreführenden Lehren beeinflusst wird. Es wird argumentiert, dass das Bildungssystem oft dazu neigt, kritisches Denken zu unterdrücken und stattdessen bloßes Auswendiglernen zu fördern, was zu einer Schwächung des Urteilsvermögens und der Tatkraft führt.

Die Predigt kritisiert die Verführung durch falsche Lehren und die Manipulation durch Bildungssysteme, die das unabhängige Denken einschränken. Es wird aufgefordert, das Wort Gottes selbst zu erforschen und nicht auf die Interpretationen anderer zu vertrauen. Zudem wird betont, dass die Bibel für jeden zugänglich ist und jeder in der Lage ist, sie zu verstehen.

Aus dem Buch “Großer Kampf” von Ellen G. White wird auf Seite 235 berichtet, dass während der frühen Siege der Reformation Rom neue Kräfte sammelte, um die Reformbewegung zu bekämpfen. Zu dieser Zeit wurde der Jesuitenorden gegründet, der unter dem Deckmantel der Heiligkeit auftrat, aber oft verborgene und gewissenlose Absichten verfolgte. Es wird erwähnt, dass der Orden den Grundsatz vertrat, dass der Zweck die Mittel heiligt, was bedeutete, dass sogar unethische Handlungen gerechtfertigt wurden, wenn sie den Interessen der Kirche dienten. Die Jesuiten arbeiteten sich in einflussreiche Positionen vor, beeinflussten die Politik und nutzten Bildungseinrichtungen, um ihre Agenda voranzutreiben.

Des Weiteren wird die Thematik der Bildung und ihrer Auswirkungen auf das geistliche Leben diskutiert. Dabei wird auf die historisch-kritische Methode eingegangen, die die Autorität und Kraft des Wortes Gottes untergräbt. Es wird argumentiert, dass dieses Bildungssystem dazu neigt, kritisches Denken zu unterdrücken und stattdessen bloßes Auswendiglernen zu fördern, was zu einer Schwächung des geistlichen Urteilsvermögens führt. Es wird die Dringlichkeit betont, das Wort Gottes selbst zu erforschen und nicht auf die Interpretationen anderer zu vertrauen.

Es ist an der Zeit, dass wir uns wieder an das Wort Gottes halten und es in unseren Herzen und Gemeinschaften verankern. Denn darin liegt die Hoffnung auf Erlösung und Heilung für eine Welt, die von Sünde und Leid geplagt ist. Möge die Erkenntnis der Macht der Sünde uns dazu führen, uns ernsthaft nach Gottes Weg auszustrecken und seinen Segen zu empfangen, damit wir ein Licht in der Dunkelheit dieser Welt sein können.

Abraham als Vater des Glaubens für uns Christen

In diesem Zusammenhang wird das Beispiel von Abraham als Veranschaulichung dafür herangezogen, wie einzelne Personen durch ihren Gehorsam gegenüber Gott und seine Gebote Segen über ihr Leben und sogar über ganze Nationen bringen können.

Abraham wird als herausragendes Beispiel für jemanden genannt, der durch seinen Gehorsam gegenüber Gott Segen über sein Leben und die Menschen um ihn herum gebracht hat. Durch seinen Glauben und Gehorsam wurde er erhoben und erlangte eine Art Bekanntheit und Einfluss, die weit über sein persönliches Leben hinausreichte.

Gott hatte einen besonderen Plan mit Abraham und seinem Volk. Dieser Plan sah vor, dass Abrahams Nachkommen, das spätere Volk Israel, erhöht werden sollten über alle Nationen der Erde. Dies bedeutete nicht nur persönlichen Segen für Abraham, sondern auch eine Segnung für die Welt, indem sie den Gott Abrahams fürchten sollten.

Durch Abrahams Gehorsam und Glauben breitete sich die Kenntnis und der Respekt vor dem Gott Abrahams von Babylon bis nach Ägypten aus. Sein Leben wurde zu einem lebendigen Zeugnis für Gottes Macht und Güte, und er wurde zum Instrument Gottes, um Segen über andere zu bringen.

Das Beispiel von Abraham illustriert daher, wie einzelne Personen durch ihren Gehorsam und Glauben an Gott einen positiven Einfluss auf die Welt um sie herum ausüben können und wie ihre Entscheidungen und Handlungen Segen über Generationen hinweg bringen können.

Das erwähnte Buch “großer Kampf” oder auch “Vom Schatten zum Licht” können sie kostenfrei & unverbindlich bei uns bestellen. In diesem Buch geht es darum, was in der Kirchengeschichte von Beginn an bis zur Reformation geschehen ist und wie diese Ereignisse die zukümftige Kirche und das Leben beeinflussen werden, bis Jesus bald widerkommt.

Der Artikel bietet einen eingehenden Einblick in die Herausforderungen, denen Gläubige gegenüberstehen, wenn sie sich vornehmen, mehr Zeit in das Studium der Bibel zu investieren. Es wird die Schwierigkeit thematisiert, zwischen den Anforderungen des täglichen Lebens und dem Bedürfnis nach geistlicher Vertiefung einen Ausgleich zu finden. Dabei wird betont, wie der innere Kampf zwischen der alten Natur und dem Verlangen nach geistlichem Wachstum oft dazu führt, dass die Gedanken beim Lesen der Bibel abschweifen.

Der Artikel führt weiter aus, dass gemäß dem Wort Gottes ein geistlicher Kampf stattfindet, bei dem die alte Natur gegen die Erkenntnis und den Gehorsam gegenüber Gott rebelliert. Es wird betont, wie wichtig es ist, diesen Kampf zu erkennen und sich ihm aktiv entgegenzustellen, indem man sich regelmäßig im Gebet vor Gott demütigt und sich an das Kreuz Christi klammert.

 Schließlich ruft der Artikel Einzelpersonen dazu auf, ihre persönliche Verantwortung für das Studium der Bibel zu erkennen und sich nicht von äußeren Einflüssen entmutigen zu lassen. Die Schlussfolgerung unterstreicht die Wichtigkeit, dem Wort Gottes treu zu bleiben, und argumentiert, dass Segen durch Gehorsam und persönliches Engagement im Glauben erlangt werden kann.

Fazit und Zusammenfassung:

In einer Welt, die von ständiger Ablenkung und raschem Wandel geprägt ist, bleibt das persönliche Bibelstudium von entscheidender Bedeutung für Christen. Doch die moderne Zeit bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich, die es zu überwinden gilt, um tiefe spirituelle Einsichten zu erlangen und Gottes Wort richtig zu verstehen.

Herausforderung des geistlichen Kampfes: Ein zentraler Aspekt ist der geistliche Kampf, dem sich Gläubige täglich stellen müssen. Die Anziehungskraft weltlicher Sorgen und Verpflichtungen kann dazu führen, dass das Bibelstudium vernachlässigt wird. Dennoch wird betont, dass regelmäßiges Gebet und die bewusste Ausrichtung auf Gottes Wort unerlässlich sind, um diesem Kampf standzuhalten.

Das trojanische Pferd des Bildungssystems: Eine eingehende Analyse des Bildungssystems zeigt, dass es oft dazu neigt, eigenständiges Denken zu unterdrücken und falsche Lehren zu verbreiten. Anstatt kritisch zu hinterfragen, werden Schüler oft dazu ermutigt, Informationen auswendig zu lernen, ohne sie selbst zu reflektieren. Es wird betont, dass wahre Bildung dazu dienen sollte, unabhängige Denker hervorzubringen, die fähig sind, die Welt mit Weisheit und Klarheit zu betrachten.

Die historisch-kritische Methode und die Wichtigkeit des persönlichen Studiums: Die historisch-kritische Methode wird als eine weitere Herausforderung für das Verständnis der Bibel herausgestellt. Diese Methode kann dazu führen, dass Gläubige ihr Vertrauen in die unveränderliche Wahrheit der Schrift verlieren. Daher wird die Bedeutung des persönlichen Bibelstudiums betont, bei dem Gläubige selbst das Wort Gottes erforschen und sich nicht allein auf die Interpretationen anderer verlassen sollten.

Die Bedeutung von Gottes Wort in der modernen Gesellschaft: Abschließend wird die anhaltende Relevanz der Bibel für das Leben in der modernen Gesellschaft hervorgehoben. Trotz der zahlreichen Ablenkungen und Herausforderungen bleibt Gottes Wort eine unerschütterliche Quelle der Wahrheit und des Trostes. Es ist jederzeit zugänglich und bietet Orientierung und Hoffnung in einer sich ständig verändernden Welt.

Schlussfolgerung: In einer Zeit, in der Ablenkungen allgegenwärtig sind und falsche Lehren verbreitet werden, ist das persönliche Bibelstudium von entscheidender Bedeutung für Christen. Es ist eine Gelegenheit, dem geistlichen Kampf standzuhalten, das eigene Denken zu schärfen und die unerschütterliche Wahrheit Gottes zu entdecken und zu leben. Es ist ein Aufruf zur Selbstreflexion und zur bewussten Entscheidung, Gottes Wort als die ultimative Quelle der Weisheit und des Trostes anzunehmen.

Ist der Sabbat für Christen heute noch wichtig?

Als die Portugiesen Afrika umsegelten, stellten sie erstaunt fest, dass die Äthiopier Christen waren. Es verwirrte die Portugiesen außerdem, dass dieses Volk nicht den Sonntag feierte, sondern den siebten Tag der Woche, den Sabbat (Samstag). Als eine äthiopische Gesandtschaft 1534 n. Chr. am Königshof von Lissabon darüber befragt wurde, gab sie folgende Antwort:

„Weil Gott, nachdem er die Schöpfung der Welt vollendet hatte, an demselben ruhte; da nun Gott diesen Tag den heiligen genannt haben will, so scheint die Nichtbeachtung desselben deutlich gegen Gottes Willen und Gebot, welcher eher Himmel und Erde vergehen lässt, als sein Wort, und dies besonders, da Christus nicht kam, das Gesetz zu zerstören, sondern zu erfüllen. Es geschieht deshalb nicht, um den Juden nachzuahmen, sondern aus Gehorsam gegen Christus und seine Apostel, dass wir diesen Tag feiern.”

(Dr. Geddes, Church History of Ethiopia, S. 87, 88)

Für diese Christen war der Sabbat also ein Gedenktag der Schöpfung, den Gott selbst eingesetzt, gesegnet und geheiligt hat (1. Mose 2,2.3 – wörtlich: „Und es segnet Gott den Tag, den siebten, und er heiligt ihn, ja an ihm ruhte er …” – Segen und Heiligung waren also nicht auf damals begrenzt). Diese Auszeichnung hat Gott mit keinem Wort in der Bibel rückgängig gemacht.

Den Sabbat gab es bereits vor den Zehn Geboten

Das Sabbatgebot wurde im Rahmen der Zehn Gebote von Gott persönlich verkündet (2. Mose 20,1-18). Es ist das längste aller Gebote. Zählt man im hebräischen Text die Worte, steht genau in der Mitte der Gebote: „Am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes.” Außerdem schrieb Gott dieses Gebot mit eigener Hand auf Steintafeln nieder und nannte es ein „ewiges Zeichen” der Heiligung und der Schöpfung (2. Mose 31,12-18). Alle anderen Worte der Bibel ließ Gott von Menschen aufschreiben. Für ihn waren also die Zehn Gebote und damit auch die Sabbatheiligung besonders wichtig.

Im folgenden Artikel können sie sehen, dass man allein anhand der Bibel und deren Geschichten vor dem Sinai erkennen kann, dass Gesetze in Kraft gewesen sein müssen. Denn wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Sünde (Römer 5,13)

Jesus hat diese Gebote in der Bergpredigt nicht für aufgehoben erklärt, sondern ihre Gültigkeit bis zum Weltende bestätigt (Matthäus 5,17-20). Er hat sie sogar an zwei Beispielen verdeutlicht (Matthäus 5,21.22.27.28). Wir können in der Bibel nachlesen, dass Jesus regelmäßig den Gottesdienst am Sabbat besuchte (Lukas 4,16). Außerdem legte er die Gültigkeit des Sabbats über seine Himmelfahrt hinaus fest. Seine Nachfolger sollten darum beten, in schwierigen Zeiten nicht an diesem Tag fliehen zu müssen (Matthäus 24,20). Laut Jesaja werden die Gläubigen den Sabbat auch auf der neuen Erde feiern (Jesaja 66,22.23). So ist es kein Wunder, dass die Apostel am Sabbat predigten, während sie wochentags arbeiteten oder weiterzogen (Apostelgeschichte 18,1-4).

Die Verschiebung des Feiertags vom Sabbat zum Sonntag: Ein Blick auf historische und religiöse Motive

Die Geschichte der Feiertagsverschiebung vom Sabbat, dem traditionellen jüdischen Ruhetag, zum Sonntag, dem Tag der Auferstehung Jesu Christi, ist von verschiedenen Faktoren geprägt. Einer dieser Faktoren war zweifellos eine wachsende antijüdische Stimmung, die die frühen Christen beeinflusste. Als zunächst eine kleine und von der römischen Gesellschaft oft als jüdische Sekte betrachtete Gruppe sahen sich die Christen häufig Verfolgungen und Pogromen ausgesetzt. Die Identifikation mit dem Sabbat als einem deutlichen Kennzeichen des Judentums schuf ein Motiv zur Abgrenzung von den Juden.

Sowohl römische Gelehrte als auch frühe christliche Autoren wie Justin der Märtyrer äußerten antijüdische Tendenzen. Der Hass der römischen Kaiser und der Bevölkerung des Reiches gegenüber den Juden entzündete sich auch an jüdischen Aufständen wie dem Bar-Kochba-Aufstand. Kaiser Hadrian verhängte nach der Niederwerfung dieses Aufstands rigorose Gesetze gegen die Juden und ihre Sabbatheiligung. Für die Christen schien es daher opportun, sich von den Juden abzuheben, und eine Änderung des Feiertags bot eine willkommene Gelegenheit, diese Abgrenzung zu demonstrieren.

Auch das Osterfest, das anfangs am 14. Nisan gefeiert wurde, spielte eine Rolle bei der Einführung der Sonntagsfeier. Die Verlegung des Osterfestes auf den Sonntag im zweiten Jahrhundert in Rom und Alexandrien war eine Reaktion auf die Auferstehung Jesu am ersten Tag der Woche.

Die Ablehnung des Alten Testaments und der Gott des Alten Testaments durch Marcion und andere frühe Häretiker begünstigte ebenfalls einen Wandel in der Feiertagsfrage. Die Vorstellung, das Christentum von jeglichen jüdischen Einflüssen zu reinigen, trug zur Verschiebung vom Sabbat zum Sonntag bei.

Trotz der offiziellen Einführung der Sonntagsfeier durch Kaiser Konstantin gab es weiterhin Christen, die am Sabbat festhielten. Die Apostolischen Konstitutionen aus dem 4. Jahrhundert bezeugen die Feier des Sabbats und des Sonntags als gleichwertige Feiertage.

Die endgültige Vorherrschaft des Sonntags über den Sabbat wurde jedoch durch die Gesetzgebung Kaiser Konstantins festgelegt. Das konstantinische Sonntagsgesetz von 321 legte den Sonntag als gesetzlichen Feiertag fest, ohne jedoch einen explizit christlichen Bezug zu nennen. Es war vielmehr ein ziviles Gesetz, das den ehrwürdigen Tag der Sonne als Ruhetag bestimmte. In dem konstantinischen Gesetz gibt es keinerlei christlichen Bezug. Es geht hier nicht um den Tag des Herrn, sondern um den „ehrwürdigen Tag der Sonne.“ Auch wird das biblische Sabbatgebot nicht erwähnt. Interessanterweise hat die katholische Kirche aber in späteren Jahren immer wieder die Verlegung des Sabbats auf den Sonntag als Beweis für die Autorität des Papsttums angeführt, obwohl es in der Bibel keinerlei Bweis dafür gibt.  Seine Machtsei so groß, dass der Papst sogar das göttliche Gesetz verändern könne. Ein Anspruch, der von Protestanten bestritten wird.

Die Beweggründe für Konstantins Gesetzgebung waren politischer Natur, da er versuchte, das Heidentum mit dem aufkommenden Christentum zu vereinen. Die Festlegung des Sonntags als gemeinsamen Feiertag für Christen und Anhänger anderer Religionen war ein geschickter Schachzug, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Insgesamt war die Verschiebung vom Sabbat zum Sonntag das Ergebnis einer komplexen Mischung aus religiösen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren der damaligen Christen. Während der Sonntag als christlicher Feiertag fest etabliert ist, hat die Feier des Sabbats in einigen christlichen Traditionen bis heute überdauert.

Ein Argument, warum der Sabbat heute noch gültig ist

Hätten sie das Sabbatgebot für ungültig erklärt, wären darüber sicherlich größere Diskussionen in der christlichen Urgemeinde aufgekommen als über die Frage des Götzenopferfleisches, der Beschneidung oder die Beachtung jüdischer Feiertage, wie Passah (heute Ostern), Pfingsten, Versöhnungstag (heute Buß- und Bettag) oder Laubhüttenfest (heute Erntedankfest). Wir finden aber keine Hinweise über solche Auseinandersetzungen im Neuen Testament der Bibel. Sie kamen erst später auf, als sich die Christen immer stärker vom Judentum zu distanzieren begannen und damit auch die Heiligung des Sabbats aufgaben.

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Weitere biblische Argumente, warum der Sabbat auch heute noch der von Gott eingesetzte Ruhetag ist, kann man in diesem Buch finden. Man sollte es zumindest mal gelesen haben. Sie können es kostenfrei & unverbindlich bestellen

Kommentare anderer Theologen und der katholischen Kirche

Katholiken haben keine Probleme die Sonntagsfeier zu erklären. Von katholischer Seite wird ganz klar zugegeben, dass man die Sonntagsfeier nicht aus der Bibel nehmen kann, sondern nur durch die Tradition der “Mutterkirche. Hier nur eines von vielen Zitaten:

„Das Wort „Sabbat“ bedeutet „Ruhe“, und dieser Tag ist der Samstag, der 7. Tag der Woche. Warum beobachten dann die Christen den Sonntag anstatt des Tages, der in der Bibel erwähnt ist? Dies geschieht, um den Juden deutlich zu machen, dass sie sich nicht mehr unter dem alten Gesetz Moses mit seinen Forderungen von Beschneidung, Abstinenz von gewissen Speisen und der übertriebenen Beachtung des jüdischen Opfers am Sabbat befinden, sondern unter dem neuen Gesetz Christi; darum veränderte die junge Kirche den zu heiligenden Tag vom Samstag auf den Sonntag. Obwohl der Samstag, nicht der Sonntag, in der Bibel genau benannt wird, ist es da nicht seltsam, dass Nicht-Katholiken, die vorgeben, ihre Überzeugung unmittelbar aus der Bibel und nicht von der Kirche abzuleiten, den Sonntag statt des Samstags heiligen? Ja, natürlich ist dies inkonsequent; aber diese Veränderung wurde rd. 15 Jahrhunderte vor der Geburt des Protestantismus vorgenommen, und zu jener Zeit wurde die Gewohnheit generell gepflegt. Sie haben diese Gewohnheit beibehalten, obwohl sie sich auf die Autorität der katholischen Kirche stützt und nicht auf einen eindeutigen Text in der Bibel. Die Beobachtung verbleibt als eine Erinnerung an die Mutterkiche, die von den nichtkatholischen Sekten verlassen wurde, wie ein Junge, der von zu Hause wegläuft, aber noch immer das Bild seiner Mutter oder eine Locke ihrer Haare in der Tasche bei sich trägt.“

(„The Faith of Millions“, S.543,544, von John A.O’Brien. W.H.Allen, London, 1958. Erste einfache Ausgabe)

Weitere Zitate sind folgende:

“Es gab und gibt ein Gebot, den Sabbat heilig zu halten; der Sabbat war jedoch nicht der Sonntag. Man wird allerdings behaupten, und das mit einem gewissen Triumph, dass der Sabbat mit all seinen Pflichten, Vorrechten und Heiligungen vom siebten auf den ersten Tag der Woche verlegt wurde. Nachdem ich mich jahrelang mit diesem Thema befasst habe und ernstlich Aufklärung anstrebe, frage ich: Wo wird von einer solchen Verlegung berichtet? Im Neuen Testament nicht, absolut nicht. Es gibt keinen biblischen Nachweis für einen Wechsel des Sabbats vom siebenten zum ersten Tag der Woche.”

Dr. Edward T. Hiscox, Autor des Baptistischen Handbuches auf einer Pastorenkonferenz am 13.11.1893 in New York – veröffentlicht im “Examiner” am 16.11.

“Der Sonntag ist durchaus eine staatliche, eine weltliche, keine kirchliche oder christliche Einrichtung. Da die Sonne von alter Zeit weithin religiöse Verehrung genoss, so hatte der Sonntag von Anfang an einen religiösen Beigeschmack, und zwar einen heidnischen. Kein Wunder: war doch der Kaiser, der das Sonntagsgesetz erließ, bis zur letzten Stunde seines Lebens ein Heide. So war und ist der Sonntag eine rechte ‘donatio constantini’, eine Schenkung Konstantins. Somit ist der Sonntag nicht ein Geschenk des Christentums an die Welt, sondern ein Geschenk der Welt an die Christen.”

Pfarrer Fritz Jahr in der ev. Zeitschrift “Einheit” 1947
“Hat doch die Kirche die Feier vom Sabbat umgelegt auf den Sonntag aus ihrer Gewalt, ohne Schrift. Der Sabbat ist mannigfaltig geboten worden in der Schrift. Nun ist weder im Evangelio noch in Paulo noch in der ganzen Bibel, dass der Sabbat aufgehoben sei und der Sonntag eingesetzt, darum ist es geschehen von Einsetzung der apostolischen Kirche ohne Schrift. Hat nun die Kirche Macht gehabt, den Sabbat, der in der Schrift ist, umzulegen und zu bieten den Sonntag zu feiern, warum sollte sie nicht die Macht haben in anderen Tagen auch? …Tu es nicht und fall von der Kirch an die bloße Schrift, so musst du den Sabbat halten, …der von Anbeginn der Welt ist gehalten worden.”
Dr. Eck – im Gespräch mit Dr. M. Luther – in seinem “Enchiridion”

Der Text ist teilweise vom “Hope Bibelstudieninstitut” übernommen.

Die Zehn Gebote | Bekannt vor Mose und dem Sinai

Waren die zehn Gebote bereits vor Mose und dem Sinai bekannt?

Welche Fakten & biblischen Argumente finden man in der Bibel?

Die originalen zehn Gebote Moses vor dem Sinai?

Viele glauben, dass der Sinai-Bund und die Gebote Gottes von Mose für das Volk Israel gegebn wurden und entstanden sind. Sie gelten heute nicht mehr und sind für Christen nicht bindend. Aber ist eine solche Argumentation biblisch? Die Fakten zeigen, dass dies nicht der Fall sein kann.

Ein genauer Blick auf die Heilige Schrift zeigt, dass das Brechen der Zehn Gebote bereits vor dem Bund am Berg Sinai Sünde war. Daher können Argumente, dass sie mit diesem Bund ins Leben gerufen und damit beendet wurden, nicht wahr sein.

In diesem Artikel werden die wichtigsten Argumente zusammengetragen anahnd von biblischen Personen und ihren Geschchten im Kontext von Gottes Gesetzen und den zehn Geboten.

Was ist die Definition von Sünde?

Die Bibel sagt in verschiedenen Versen recht deutlich, wie Sünde zu definieren ist und welche Bedeutung das für uns Menschen hat. Drei wichtige Bibelverse zum Thema Sünde:

Gottes Wort definiert Sünde als „die Übertretung des Gesetzes“ (1. Johannes 3,4).

Das lehrt auch die Bibel; „Wo kein Gesetz ist, da ist keine Übertretung“ (Römer 4,15).

Der Lohn der Sünde ist der Tod (Römer 6,23).

Lassen Sie uns diese Punkte anhand einer Illustration verdeutlichen: Angenommen, Sie fahren auf einer Autobahn, auf der es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Wenn Sie mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h unterwegs sind, kann Ihnen dann ein Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung ausgestellt werden? Was ist mit 90 km/h? Wie wäre es mit 100 km/h? Die Antwort ist nein! Für eine Geschwindigkeitsüberschreitung, bei der es kein Gesetz gibt, das eine Höchstgeschwindigkeit vorschreibt, kann Ihnen kein Strafzettel ausgestellt werden. Mit anderen Worten: „Wo es kein Gesetz gibt, gibt es keine Übertretung.“ Ein Gesetz muss existieren, um das Gesetz zu übertreten oder zu „brechen“.

Ohne Gesetz gibt es keine Übertretung & keine Sünde

Wenn es also kein Gesetz gibt, kann es keine Sünde geben und niemand könnte einer Sünde für schuldig befunden werden. Einfach weil es kein Gesetz gibt, gegen das man sündigen könnte. Wenn wir also von Anfang an Sünde hatten, liegt es auf der Hand, dass wir von Anfang an das Gesetz Gottes hatten, lange bevor das jüdische Volk auf der Bildfläche erschienen ist.

Was war der Unterschied zwischen den Charakteren von Kain und Abel?:

“Nicht wie Kain, der von diesem Bösen war und seinen Bruder tötete, denn seine eigenen Werke waren böse und die seines Bruders gerecht.(1. Johannes 3,12).

Warum hat Kain den Abel getötet? Weil seine Werke böse waren berichtet die Bibel. Man muss beachten, dass dieser Bibelvers besagt, dass die Werke Kains böse waren, die Werke Abels jedoch gerecht. Es muss also einen Maßstab gegeben haben, an dem ihre Charaktere gemessen werden konnten. Dieser Standard muss den Unterschied zwischen richtig und falsch, gut und böse definiert haben. Welcher Standard konnte das gewesen sein? Das Gesetz Gottes. Schauen Sie sich diese folgenden Bibelverse an:

  • Die Männer von Sodom waren überaus böse und Sünder vor dem Herrn” (1. Mose 13,13).
  • “Und befreite den gerechten Lot, verärgert über die schmutzigen Gespräche der Bösen; denn der gerechte Mann, der unter ihnen wohnte, quälte seine gerechte Seele durch Sehen und Hören von Tag zu Tag mit ihren ungesetzlichen Taten” (2. Petrus 2,7-8).
  • “Aber in der vierten Generation werden sie wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll” (1. Mose 15,16).

Wie konnten also die Männer von Sodom böse und Sünder sein, wenn es kein Gesetz gibt? Und wie konnten die Amoriter Unrecht begehen, wenn es kein Gesetz gibt? Man benötigt einen Maßstab an dem man klar erkennen kann, was gut und böse ist. Kein Richter dieser Welt kann nach eigenem Bauchgefühl jemanden richten und verurteilen oder auch nur zurechtweisen.

Abraham als Vorbild für Christen

Abraham, eine zentrale Figur in der Bibel, hat eine bedeutende Rolle im Christentum. Er wird als Vater des Glaubens angesehen und symbolisiert Vertrauen und Gehorsam gegenüber Gott. Abraham verließ seine Heimat und vertraute darauf, dass Gott ihn in ein neues Land führen würde. Durch den Bund, den Gott mit ihm schloss, entstand die Grundlage für das Verhältnis zwischen Gott und dem Volk Israel.

Sein Gehorsam, insbesondere in der Geschichte der Opferung Isaaks, gilt als ultimatives Beispiel für Hingabe und Vertrauen in Gottes Plan. Zudem sehen Christen in Abraham den Beginn der Verheißung Gottes, alle Nationen der Erde zu segnen, was sich in der Mission und Ausbreitung des Christentums erfüllt. Zusammengefasst ist Abraham für Christen eine zentrale Figur, die durch seinen Glauben, Gehorsam und die göttlichen Verheißungen ein bedeutendes Vorbild und Fundament für den christlichen Glauben darstellt.

“Weil Abraham meiner Stimme gehorchte und meine Gebote, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze hielt.” (1. Mose 26,5)

Was tat Abraham, noch bevor die zehn Gebote am Sinai gegeben wurden? Er hiel die Gebote Gottes! Wie kann also jemand sagen, dass das Gesetz Gottes vor dem Sinai nicht existierte, wenn doch Abraham das Gesetz Gottes einhielt?

Wenn wir zu Christus Jesus gehören, sind wir Abrahams Samen.

“Und wenn ihr Christus angehört, dann seid ihr Abrahams Samen und Erben gemäß der Verheißung“ (Galater 3,29).

Da wir Abrahams Samen sind sagte Jesus zu den Pharisäern:

“Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, würdet ihr die Werke Abrahams tun” (Johannes 8,39).

Wie funktioniert das? Gehorsam und glaube gegenüber Gott. Gehorsam wird dadurch ausgedrückt, dass man Anweisungen und Gesetze einhält. GLaube wird auch unter anderem dadurch zum Ausdruck gebracht, dass man beispielsweise das Gesetz als gut und segensreich empfindet. Abraham hielt die Gebote Gottes und das sollten wir auch tun.

Das heißt natürlich nicht, dass ein Mensch durch Werke gerettet werden kan. Aber das eine schließt das andere nicht aus. Wir sollen in der gnade leben, aber auch die Werke dessen tun. Abrahem glaubte Gott und gehorchte seinen Gesetzen.

Übertretungen der Zehn Gebote vor dem Berg Sinai

Oft wird abgestritten, dass es Gebote vor der Gestzgebung am Sinai gab. Deshalb sollte man sich alle Geschichten näher anschauen, die mit Sünde oder Übertretung zu tun haben. Wenn man dies tut, wird man einige Beispiele finden und deshalb betrachten wir nun alle zehn Gebote.

Gebot 1: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (2. Mose 20,3)

Im aufgezeichneten Bericht über Exodus sehen wir, dass Gott bereit war, allen Bewohnern Ägyptens Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, weil sie ihm andere Götter vorgezogen hatten. Beachten Sie, was in Exodus 12:12 heißt: „Und an allen Göttern Ägyptens werde ich Gericht halten: Ich bin der Herr.“

Gebot 2: „Du sollst kein Bild anbeten” (2. Mose 20,4-5)

Hunderte Jahre zuvor arbeitete Gott mit dem Patriarchen Jakob zusammen. Beachten Sie, was Gott mit den Götzen tat, die sich in seinem Haushalt befanden, nachdem Gott zu Jakob gesprochen hatte:

Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, geh hinauf nach Beth-El und wohne dort und mache dort einen Altar für Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau floh.

Da sprach Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: Legt ab von den fremden Göttern, die unter euch sind, und reinigt euch und wechselt eure Kleider! Und lasst uns aufstehen und nach Beth-El hinaufgehen; und ich werde dort einen Altar für Gott machen, der mir am Tag meiner Not geantwortet hat und mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gegangen bin. Und sie gaben Jakob alle fremden Götter, die in ihrer Hand waren, und alle ihre Ohrringe, die sie in den Ohren hatten; Und Jakob versteckte sie unter der Eiche, die bei Sichem stand. ” Genesis 35:1-4.

Wir sehen also, dass Jakob erkannte, wie wichtig es ist, sich von Götzen zu befreien und nur den wahren Gott anzubeten.

 

Gebot 3: „Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen“ (2. Mose 20,7)

Laut vielen Bibelwissenschaftlern und Historikern lebte der Patriarch Hiob offenbar vor Moses. Hiob befürchtete, dass seine Kinder den Namen Gottes missbrauchen könnten, und er wusste, dass das falsch war.

„Und es geschah, als die Tage ihrer Feste vorüber waren, da sandte Hiob hin und heiligte sie und stand frühmorgens auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob sagte: Vielleicht ist es so dass meine Söhne gesündigt und Gott in ihren Herzen verflucht haben. So tat Hiob fortwährend. „ Hiob 1:5.

Gebot 4: „Denkt an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten“ (2. Mose 20,8)

Sich an den Sabbat zu erinnern bedeutet, sich an etwas zu erinnern, das früher festgelegt wurde.

Beachten Sie Genesis 2:3: „Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, weil er an demselben ruhte von all seinem Werk, das Gott geschaffen und gemacht hatte.“

Interessanterweise wurde Israel daran erinnert, sich an den Sabbat zu erinnern, noch bevor es den Berg Sinai erreichte. Zu diesem Zeitpunkt gab Gott ihnen Manna zu essen.

„Und er [Moses] sprach zu ihnen: Dies ist, was der Herr gesagt hat: Morgen ist der Rest des heiligen Sabbats für den Herrn.“ … Und Mose sagte: Iss das heute; denn heute ist ein Sabbat für den Herrn; heute werdet ihr es [Manna] nicht auf dem Feld finden. Sechs Tage sollt ihr es sammeln; Aber am siebten Tag, der der Sabbat ist, wird es niemanden mehr geben … Und es begab sich: Am siebten Tag gingen einige vom Volk hinaus, um sich zu sammeln, und sie fanden niemanden. Und der Herr sprach zu Mose: Wie lange weigerst du dich, meine Gebote und meine Gesetze zu halten? Exodus 16:23-28.

Schon bevor sie den Berg Sinai erreichten, erwartete Gott von den Menschen, dass sie seine Gebote, einschließlich des vierten Gebots, befolgen würden.

Gebot 5: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ (2. Mose 20,12)

Sowohl Jakob als auch Esau hatten ihre Eltern entehrt, aber Jakob gehorchte schließlich doch. „Als Esau sah, dass Isaak Jakob gesegnet hatte, und ihn nach Padan-Aram schickte, um ihm von dort eine Frau zu nehmen; und als er ihn segnete, gab er ihm eine Weisung und sprach: Du sollst dir keine Frau von den Töchtern Kanaans nehmen; und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Padan-Aram ging; ” Genesis 28:6-7.

Am Anfang, mit Adam und Eva, wurde Adam berufen; „…der Sohn Gottes“ Lukas 3:38. Als Adam und Eva nun gegen Gott sündigten, wurde die Erde verflucht; „Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört hast und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten habe und gesagt habe: Du sollst nicht davon essen! Verflucht ist der Acker um deinetwillen; In Kummer sollst du davon essen dein ganzes Leben lang; “ (Genesis 3:17). Beachten Sie, dass denjenigen, die das fünfte Gebot befolgen, später ein Segen des Landes versprochen wird;

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lang seien in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt. „ Exodus 20:12

Gebot 6: „Du sollst nicht töten“ (2. Mose 20,13)

Gott sagte Kain, er solle über die Sünde herrschen und sie meiden, da Zorn in Kains Herzen sei.

„Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du zornig? und warum ist dein Angesicht getrübt? Wenn du es gut machst, wirst du dann nicht angenommen? und wenn du es nicht gut tust, liegt die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird sein Verlangen sein, und du sollst über ihn herrschen. Und Kain redete mit Abel, seinem Bruder, und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und tötete ihn. ” Genesis 4:6-8.

Kains Zorn führte zur Sünde des Mordes. Nach der Sintflut wussten die Menschen, dass Gott gegen Mord war und forderten eine Strafe dafür. „Und sicherlich werde ich das Blut eures Lebens fordern; Ich werde es von der Hand jedes Tieres und von der Hand des Menschen fordern. Von jedem Bruder werde ich das Leben eines Menschen fordern. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen geschaffen. ” Genesis 9:5-6.

In der Exodus-Geschichte sehen wir, dass die Hebammen „Gott fürchteten“ und die Babys bei der Geburt nicht töten wollten;

„Und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Siphra und die andere Puah hieß, und er sprach: Wenn ihr den Hebammendienst an den hebräischen Frauen verrichtet und sie seht auf den Stühlen; Wenn es ein Sohn ist, sollt ihr ihn töten. Wenn es aber eine Tochter ist, soll sie leben. Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was der König von Ägypten ihnen befohlen hatte, sondern retteten die Kinder der Männer am Leben. ” Exodus 1:15-17.

Gebot 7: „Du sollst keinen Ehebruch begehen“ (2. Mose 20,14)

Dieses Gebot war Joseph wohlbekannt und verstand es.

„Und es geschah nach diesen Dingen, dass die Frau seines Herrn ihre Augen auf Joseph richtete; und sie sagte: Liege bei mir. Aber er weigerte sich und sprach zur Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr weiß nicht, was bei mir im Haus ist, und er hat alles, was er hat, meiner Hand anvertraut; In diesem Haus gibt es niemanden, der größer ist als ich. Er hat mir auch nichts vorenthalten außer dir, weil du seine Frau bist. Wie kann ich dann diese große Bosheit begehen und gegen Gott sündigen? ” Genesis 39:7-9.

Gott hatte auch Abimelech, den König von Gerar, davor gewarnt, mit Sarah Ehebruch zu begehen. „Aber Gott kam nachts im Traum zu Abimelech und sprach zu ihm: Siehe, du bist nur ein toter Mann wegen der Frau, die du genommen hast; denn sie ist die Frau eines Mannes. ” Genesis 20:3.

Gebot 8: „Du sollst nicht stehlen” (2. Mose 20,15)

Dieses Gebot beschäftigte Jakob offenbar, als er mit Laban über seinen Lohn sprach.

„So wird meine Gerechtigkeit in Zukunft für mich antworten, wenn mein Lohn vor deinem Angesicht eingefordert wird: Jeder, der nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter den Ziegen und braun unter den Schafen, der soll mit mir als gestohlen gelten. ” Genesis 30:33.

Gebot 9: „Du sollst gegen deinen Nächsten kein falsches Zeugnis ablegen.“ (2. Mose 20,16)

Das Lügen begann im Garten Eden. Als Satan zu Eva sagte: „Du wirst mit Sicherheit nicht sterben“, wenn sie die Frucht vom verbotenen Baum aß. Wir alle sehen jetzt die Konsequenzen, wenn wir dieser Lüge zuhören!

Auch Hiob verstand dieses Gebot, da er sich mehrfach auf Lügen bezog:

„Aber ihr seid Lügenfälscher, ihr seid alle Ärzte ohne Wert. „ Hiob 13:4.

„Und wenn es jetzt nicht so wäre, wer würde mich dann zum Lügner machen und meine Rede wertlos machen?“ Hiob 24:25.

„Meine Lippen sollen nichts Böses reden, und meine Zunge soll nicht lügen“ Hiob 27:4.

„Soll ich gegen meine Rechte lügen? Meine Wunde ist unheilbar ohne Übertretung“ Hiob 34:6.

„Denn wahrlich, meine Worte werden nicht falsch sein; der vollkommene Wissende ist bei dir. „ Hiob 36:4.

Gebot 10: „Du sollst nicht begehren…” (2. Mose 20,17)

Dieses Gebot wurde gebrochen, seit Eva die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sah und begehrte (begehrte). Auch Adam aß davon (Genesis 3,6), und dann rechtfertigten beide ihre Taten (Verse 10-13). Das Ergebnis ihres Ungehorsams gegenüber Gott war, dass sie aus dem Garten Eden vertrieben wurden.

Während der Exodus-Wanderung riet ihm Moses Schwiegervater Jethro dazu;

„Außerdem sollst du aus dem ganzen Volk tüchtige Männer hervorbringen, solche, die Gott fürchten, Männer der Wahrheit, die die Habgier hassen; und setze solche über sie, dass sie Herrscher über Tausende und Herrscher über Hunderte, Herrscher über Fünfziger und Herrscher über Zehner seien: „ Exodus 18:21.

Zusammenfassung – Die Zehn Gebote

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 10 Gebote bereits vor Moses bekannt waren und auch heute noch wichtige Gesetze für alle Völker sind. Die Bibel zeigt, dass die Zehn Gebote nicht von Moses oder seiner Zeit stammen. Sie waren auch keineswegs nur auf die Juden beschränkt. Sie waren wirksam und bekannt, lange bevor Moses oder ein Volk namens Juden existierten. Sie sind die Grundlage der Gesetze Gottes, die uns zeigen, wie wir Gott (definiert durch die ersten vier Gebote) und unsere Mitmenschen (definiert durch die letzten sechs Gebote) lieben können.

Gott gab seine Gesetze zu unserem Wohl (Deuteronomium 10:13). Sie basieren auf Liebe und helfen uns zu wissen, wie wir Gott und unseren Mitmenschen Liebe zeigen können (Römer 13,9-10).

„Denn das ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. ” 1. Johannes 5:3.