Die Zehn Gebote | Bekannt vor Mose und dem Sinai

Die Aufzeichnung der Zehn Gebote ist eines der bekanntesten Ereignisse der Bibelgeschichte. Aber entstanden die Zehn Gebote erst am Berg Sinai, zur Zeit von Mose? Nein, die Gebote waren schon lange Zeit vorher bekannt. Detaillierte Informationen hierzu, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Anhand der Bibel  wird aufgezeigt, warum wir als Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass die Zehn Gebote seit Beginn der Weltgeschichte bestehen.

Wir betrachten dazu einzelne Bibelverse im Zusammenhang mit den Geboten und schauen, in welchen Situationen sich die Zehn Gebote als gültig erwiesen haben, noch bevor Mose die Gebote am Sinai übergeben wurden.

 

Das erste Gebot (Du sollst keine anderen Götter haben – Exodus 20: 2-3)

Noch bevor die Gebote Mose am berg Sinai gegeben wurden, war die Verletzung des ersten Gebots eine Sünde. Das können wir aufgrund einer Begenbenheit im Buch Josua nachlesen:

“So spricht der Herr, der Gott Israels: »Eure Väter wohnten vor Zeiten jenseits des [Euphrat-]Stromes, und sie dienten anderen Göttern, [auch] Terach, der Vater Abrahams und Nahors.” (Joshua 24:2)

Auch Adam und Eva wurde von Gott befohlen, ihm zu gehorchen. Er machte ihnen direkt im Garten Eden klar, dass er ihr Gott und ihr Schöpfer war. Aber sie erwählten es, lieber Satan zu glauben und gehorchen. Für ihre Verletzung des ersten Gebots wurden sie unter anderem aus dem Paradies ausgestoßen.

 
Das zweite Gebot (Kein Bildnis machen und ihm nicht dienen – Exodus 20: 4-6)

Schon vor der Lebzeit von Mose und der Offenbarung des Willen Gottes am Sinai, befahl Gott dem Jakob, die Götzen loszuwerden, so wie es im zweiten Gebot später niedergeschrieben wurde. Jakob sammelte sie und begrub sie unter einem Baum:

“Da sprach Gott zu Jakob: Steh auf, gehe hinauf nach Bethel und wohne dort; Und mache dort einen Altar zum Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau geflohen bist. “So sprach Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren:” Setz die fremden Götter weg, die zu dir gehören, und reinige dich, Und ändern Sie Ihre Kleider; Dann lasst uns aufstehen und hinaufziehen nach Bethel, auf daß ich einen Altar mache zu dem Gott, der mir geantwortet hat am Tage meiner Not, und ist mit mir gewesen, wo ich hingegangen bin. “So gaben sie Jakob alle fremden Götter, die Sie hatten, und die Ringe, die in ihren Ohren waren, und Jakob versteckte sie unter der Eiche, die in der Nähe von Sichem war. “ (Genesis 35: 2-4)

 

Das dritte Gebot (Den Namen Gottes nicht missbrauchen – Exodus 20:7)

Es war schon vor der Niederschrift der Zehn Gebote eine Sünde, den Namen der Herrn zu entweihen:

“Du sollst auch von deinen Kindern keines hergeben, um es dem Moloch durch [das Feuer] gehen zu lassen, und du sollst den Namen deines Gottes nicht entweihen; ich bin der Herr! ….denn alle diese Gäuuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, so das das Land verunreinigt worden ist” (Leviticus 18:21;27)

 

Das vierte Gebot (Gedenke des Sabbats – Exodus 20: 8-11)

Der Sabbat entstand an den sieben Tagen bei der Schöpfung. Warum heiligte und segnete der Herr diesen Tag, wenn er keine weitere Verwendung finden sollte und ihn erst zur Zeit Moses und den Zehn Geboten anordnete?

“Und am siebten Tage beendete Gott seine Arbeit, die er getan hatte, und er ruhte am siebten Tag aus all seinem Werk, das er getan hatte, und Gott segnete den siebten Tag und heiligte es, weil es auf ihm Gott ruhte von all seinem Werk Die er in der Schöpfung getan hatte. ” (Genesis 2: 2-3)

Noch vor der Niederlegung der Zehn Gebote am Berg Sinai, wurde dem Volk befohlen, den Sabbat zu beachten, indem es am Sabbat kein Manna sammeln sollte. Aus der Bibel und der Aussage Gottes zu Mose ist klar zu erkennen, dass Gott den Sabbat bereitsg geben hatte und das Volk prüfen wollte, ob sie auf seine Anweisungen und Gebote hören. Zur Erinnerung, die Speisung des Volkes mit Manna, war vor dem Ereignis der Niederschrift der Zehn Gebote durch Gottes Finger.

“Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist der Sabbat, da wird keines zu finden sein. Es geschah aber am siebten Tag, dass etliche vom Volk hinausgingen, um zu sammeln; und sie fanden nichts. Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Anweisungen zu halten? Seht, der Herr hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag für zwei Tage Brot; so soll nun jeder an seiner Stelle bleiben, und niemand soll am siebten Tag seinen Platz verlassen! So ruhte das Volk am siebten Tag.” (Exodus 16:26-30)

 

Das fünfte Gebot (Ehre Vater und Mutter – Exodus 20:12)

Lange vor Sinai und der Lebzeit von Mose, sündigte Noahs Sohn, indem er seine Eltern entehrte:

“Als Noah von seinem Wein aufwachte und wusste, was sein jüngster Sohn mit ihm gemacht hatte, sagte er:” Verflucht sei Kanaan. ” (Exodus 9,24-25)

 

Das sechste Gebot (Du sollst nicht töten – Exodus 20:13)

Der erste Mord geschah schon kurz nach der Vertreibung aus dem Garten Eden. Kain ermordete seinen Bruder Abel aufgrund von Eifersucht und Zorn.

“Und der Herr sagte:” Was hast du getan? Die Stimme deines Bruders Blut weint mich vom Boden. Und nun seid ihr verflucht vom Boden, der seinen Mund geöffnet hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen. ” (Genesis 4: 10-11)

 

Das siebte Gebot (Du sollst nicht ehebrechen – Exodus 20:14)

Lange vor dem “Sinai” weigerte sich Josef, die Ehe mit der Frau seines Vorgesetzten Potiphar zu brechen:

“Aber er weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn:” Wenn mein Herr mich nicht um irgendetwas im Haus kümmert, hat er alles, was er in meiner Hand hat, Er ist in diesem Hause nicht größer als ich; Noch hat er nichts von mir zurückbehalten, außer dir, weil du seine Frau bist; Wie kann ich dann diese große Bosheit und Sünde gegen Gott tun? “(Genesis 39: 8-9)

 

Das achte Gebot (Du sollst nicht stehlen – Exodus 20:15)

Der erste registrierte Diebstahl, und die Strafe für diese Sünde, trat direkt im Garten Eden:

“Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir befohlen habe, nicht zu essen?” (Genesis 3:11)

 

Das neunte Gebot (Du sollst nicht falsch Zeugnis reden – Exodus 20:16)

Der ultimative Lügner, Satan, war auch im Garten Eden:

“Und die Frau sprach zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; Aber Gott sprach: Du sollst nicht essen von der Frucht des Baumes, die inmitten des Gartens ist, und du sollst ihn nicht anrühren, damit du nicht stirbst. “Aber die Schlange sagte zu der Frau: Du wirst nicht sterben. (Genesis 3: 2-4)

Satan gilt laut Bibel als Vater der Lüge und wurde deshalb verworfen.

“Ihr seid von eurem Vater, dem Teufel, und euer Wille ist es, die Wünsche eures Vaters zu tun: Er war ein Mörder von Anfang an und hat nichts mit der Wahrheit zu tun, denn es ist keine Wahrheit in ihm Nach seiner eigenen Natur, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge (Johannes 8:44)

 

Das zehnte Gebot (Du sollst nicht begehren… – Exodus 20:17)

Begehren war eine Sünde, die sehr früh begann, direkt im Garten Eden:

“Als die Frau sah, dass der Baum gut für das Essen war, und dass es eine Freude für die Augen war und dass der Baum erwünscht war, einen klugen zu machen, nahm sie ihre Frucht.” (Genesis 3: 6)

Haben Gottes Zehn Gebote jemals aufgehört, in Kraft zu sein?

 

Zusammenfassung:

Anhand der biblischen Beispiele kann man erkennen, dass das jeweilige Verhalten als “Sünde” bedacht wurde. Es ist allerdings nicht möglich, dass Sünde existiert, wo es kein Gesetz gibt. Die Aufgabe des Gesetzes/Gebote ist es, die Sünde aufzudecken.

Gottes Wort lehrt:

“Wo kein Gesetz ist, da gibt es keine Übertretung.” (Romans 4:15); “Wer Sünde tut, der übertrifft auch das Gesetz, denn die Sünde ist die Verletzung des Gesetzes.” (1 John 3: 4); Hatte die Sünde nicht erkannt, sondern durch das Gesetz, denn ich hatte keine Lust gekannt, außer, dass das Gesetz gesagt hatte: Du sollst nicht begehren. ” (Romans 7:7)

Diese Schriftstellen allein beweisen, dass keine Sünde verhängt werden kann, wenn die Zehn Gebote nicht in Kraft sind. Das ist der absolute Beweis, dass das moralische Gesetz schon am Anfang des Alten Testaments vorhanden war. Und warum sollte es nicht so sein?

 

Wag den Sprung

Wir alle kennen folgendes Bild, ein Kind steht auf einer Erhöhung, ganz egal ob Mauer, Treppe oder Tisch, ruft lautstark: “Papa, fang mich!“ und springt. Moment. Es springt? Hat es sich nicht über die Risiken informiert?

Eventuelle Verletzungen aufgrund der Bodenbeschaffung, die entstehen könnten, wenn der Vater das Kind nicht auffängt?! Oder was ist wenn das Ereignis nicht so abläuft wie sich das Kind es vorgestellt hat? Wird es hinterher nicht enttäuscht sein?

Heutzutage muss man doch genau die Vor- und Nachteile einer Aktion abwägen. Wie kommt das Kind also zu einer derart unüberlegten und riskanten Tat? Ganz einfach, weil es dem Vater vertraut. Und der Vater? Der zeigt sich dem Vertrauen seines Kindes würdig, indem er es auffängt.

Natürlich habe ich das Ganze ein bisschen überspitzt dargestellt und all diese Fragen würde man sich nie stellen, wenn es darum geht, dass ein kleines Kind von seinem Vater aufgefangen werden soll. Doch genau diese Fragen tauchen allzu oft auf, wenn sich ein Mensch überlegt in Gottes Arme zu springen, oder eben auch nicht. Ein Kind vertraut seinem Vater blind, weil es weiß, dass keine Enttäuschung wartet, sondern Freude und Liebe.

Gott hat uns einen Liebesbrief geschrieben, der voll ist mit Versicherungen, dass er uns auffangen wird. In Jesaja 46, 4 verspricht Gott, dass Er bis zum Ende unseres Lebens in jeder einzelnen Sekunde für uns da sein wird, Er wird uns tragen und erretten, so wie Er es schon immer getan hat. Worauf wartest du noch?

Was hält dich davon ab Gottes Geschenk der Erlösung anzunehmen? Jesus ruft alle erschöpften Menschen, die Sorgen mit sich rumschleppen auf, zu ihm zu kommen um Ruhe zu finden. Ich frage dich was für Nachteile hat ein Leben mit Jesus?

Probiere es doch einfach aus! Wag den Sprung in Gottes Hände.

Gedanken zur Demut

Die wertvollste Frucht der Heiligung ist die Demut. Wo diese stille Kraft das Innenleben des Menschen regiert, wird seine ganze Haltung davon bestimmt. Er lernt, Gott in allem zu vertrauen und sich seiner Leitung zu überlassen. Vorbehaltlos stimmt er der göttlichen Wahrheit zu und unterordnet sich willig allen göttlichen Weisungen.

Echte Demut macht das Herz bereit, Gottes Wort aufzunehmen und leitet die Gedanken zum Gehorsam gegenüber Christus. Demütige werden sich niemals selbst rühmen. Durch den Heiligen Geist gewirkt, befähigt sie uns, alle Regungen eines ungestümen und unbesonnenen Temperaments zu zügeln.

Wer festhält an der Demut, wird seine Charakterfehler überwinden, selbst wenn er von Haus aus ein heftiges, unbeherrschte Wesen hat. Dieser Kampf mit sich selbst muss täglich aufgenommen werden, bis alles, was dem Wesen Jesu wiederspricht, abgelegt ist.

Christopher Kramp – Vorträge online ansehen

Auf unserem Youtube Kanal haben wir 13 biblische Vorträge von Christopher Kramp online gestellt und können in HD Qualität angesehen werden. Sie können auch am Ende dieser Seite die Vorträge im Player sehen.
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Wer ist Christopher Kramp?

Christopher Kramp ist angestellter Bibelarbiter der Gemeinde Stuttgart-Wangen und Leiter von Joel Media Ministry. Er wollte nach seinem Schulabschluss Dirigent werden und war fasziniert von klassischer Musik. Die Musik stand für ihn an erster Stelle, noch vor Gott. Obwohl er wusste das Gott an die erste Stelle gesetzt werden sollte, tat er es nicht. Dies wurde Christopher nach und nach immer bewusster. Nach einiger Zeit im Studium begann er, nach einen schweren innerlichen hin-und hergerissen sein, umzudenken. Er wusste das es besser ist für Gott zu arbeiten und den Traum vom Dirigenten aufzugeben. Diese Entscheidung hat er bis heute nie bereut, wie er selber sagt.

Vortragsserie in der Adventgemeinde München-Sendling

Zwischen dem 20. November und 12. Dezember des Jahres 2015 hat Christopher Kramp eine dreizehnteilige Vortragsserie in unserer Gemeinde gehalten. Die Zielgruppe waren Menschen, die Interesse daran haben, tiefere Informationen von der Bibel zu verschiedenen Themen erfahren und ihre Kenntnisse zu erweitern. Themen waren unter anderem:

  • Warum passiert so viel Leid auf dieser Welt und wer ist dafür verantwortlich?
  • Wie kann Gott ein liebender und gerechter Gott sein, wenn so viel Unrecht geschieht?
  • Ist der Sabbat noch immer für Christen gültig und wichtig oder abgeschafft und ans Kreuz geheftet?
  • Welche Bedeutung haben die zehn Gebote?
  • Was passiert nach dem Tod und gibt es eine Hölle?
  • Was sagt die Bibel über die Zukunft der Menschheit
  • Hat Jesus Christus wirklich gelebt? Welche Indizien gibt es dafür?
Wenn Sie möchten, dann können Sie gerne diese Vorträg in den untenstehenden Videos anschauen. Die ganze Playlist von Youtube ist verlinkt. Sie müssen nur über das Menüicon im Video links oben fahren und darauf klicken. Dann sehen Sie alle Videos die zur Auswahl stehen. Oder Sie interessieren sich für ein Thema gans besonders un schauen sich einzelne Videos direkt auf You Tube über den “Themenlink” an.

Christopher Kramp im Dienst mit Joel Media Ministry

Joel Media Ministry, auch Joelmedia TV genannt, ist eine Videoplattform, auf der Vorträge zu verschiedenen Themen wie z.B. Gesundheit, Zeitgeschehen und Geschichte im Bezug auf die Bibel veröffentlich werden. Auch Themen wie das Buch “Offenbarung” aus der Bibel oder die Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten werden in einer Serie von Videos behandelt. Joelmedia TV bietet auch jede Woche ein Video zur Vorbereitung auf das Bibelgespräch für den Sabbat an.

Fragen oder Anregungen zu der Vortagsreihe können hier gestellt werden.

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Professor für Evolution | Wie Walter Veith Gott gefunden hat

Dieser Artikel erzählt die Lebensgeschichte von Prof. Dr. Walter Veith und einige Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hat. Wie er vom Professor für Zoologie in Südafrika zum christlichen Glauben fand, obwohl er Gott ursprünglich hasste und ihn als ungerecht empfand. In der Universität hielt er Vorträge zur Evolution, später, nachdem er unerklärliche Dinge erlebt hat und Sorgen hatte, die niemand außer der Kirche lösen konnte, fing er langsam an, über Gott, die Bibel, die Schöpfung und sein Leben nachzudenken und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis.

 

Warum Walter Veith Atheist wurde und Gott gehasst hat

Walther Veith wurde als Sohn in eines katholischen Vaters und einer protestantisch geprägten Mutter am 25. Januar 1949 in Südafrika geboren. Laut Veiths eigenen Aussagen war sein Vater überzeugter Katholik, während seine Mutter eher still ihre evangelischen Glaubensüberzeugungen auslebte. Trotz dieser unterschiedlichen Auffassungen, kann sich Walter Veith nicht daran erinnern, je einen Streit über theologische Belange gehört zu haben, wurde aber nach katholischen Glauben getauft und erzogen. Im Alter von acht Jahren erkrankte seine Mutter schwer an Krebs, an dem sie nach mehrjähriger Leidensgeschichte schließlich starb. Er war ein eher rebellischer und frecher Junge. Deshalb war seine Schulzeit geprägt von Auseinandersetzungen mit Lehrern und seinen damaligen Schuldirektor der ihn regelmäßig verprügelte. Da Veith seine Mutter sehr liebte, war es für ihn nur schwer zu ertragen, dass er im Religionsunterricht immer wieder von einer Nonne damit konfrontiert wurde, dass seine Mutter in der Hölle schmoren müsse, da sie nicht katholisch sei. Auch aufgrund der Scheinheiligkeit von angeblich gläubigen Lehrern, die ihm nur wenig Geduld entgegenbrachten, wuchs sein Zorn auf die Schule, seine Lehrer und Gott. Sein Vater heiratete ein zweites mal eine Frau, die allerdings nicht viel für Walter übrig hatte und somit ging er auch nicht mehr nach Hause, kam anschließend in ein Internat und machte später einen Schulabschluss, um später an einer Universität studieren zu können.

 

Erste Erfahrungen mit übernatürlichen und okkulten Dingen

In der Universität entdeckte er schließlich die Evolutionslehre für sich und lernte durch einen Zimmerkameraden seine heutige Frau kennen. Diese kam im Gegensatz zu Walter Veith, aus einem atheistisch geprägten Elternhaus, mit esoterischen Hintergrund. Veiths Schwiegervater war in verschiedene okkulte Erscheinungen verwickelt, die er als Journalist aufzeichnen sollte. In dessen Haus geschahen immer seltsame Dinge. Stühle wackelten ohne einen ersichtlichen Grund. Der Gehstock des schon verstorbenen Großvaters bewegte sich ohne Berührung und auch Atemgeräusche waren zu hören, ohne das eine Person scheinbar anwesend war.

Als Walter Veith und seine Frau heirateten, trafen sie die Entscheidung, sich keiner Religion anzuschließen und als Atheisten zu leben. Indes arbeitete Walter Veith als Zoologe an einer Universität in der Provinz Natal. Gleichzeitig fanden unerklärliche Dinge im Hause der Veiths statt. Er erklärt später, dass diese Dinge anfingen zu geschehen, als sein Schwiegervater, der vorher schon in okkulte Erscheinungen involviert gewesen war, bei ihnen öfters zu Besuch war bzw. eine Zeit bei Ihnen wohnte.

In einem seiner Vorträge, in der er von seiner Lebensgeschichte berichtet, erzählt er: „In unserem Hause war immer etwas los, was man nicht erklären konnte. Bei uns flogen die Teller herum. In der Nacht, wenn wir uns ins Bett legten,gab es immer einen riesen Krach, dann flogen alle unsere Sachen aus den Schränken oder flogen von der Trockenfläche des Aufwaschbeckens durchs Zimmer. Wir hatten sehr, sehr viel Verluste. Das Auto wurde angehoben und gegen die Mauer geschlagen. Alles ging schief in unserem Haus. Wenn Gäste zu Besuch waren, haben sie gesagt, was ist denn hier los? Bei euch springen ja die Gläser von den Tischen herunter. Da ist etwas ganz komisches hier am Gange“.

Nach weiteren Erfahrungen ähnlicher Art und mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, die Probleme selbst zu lösen, ging Walter Veith schließlich zu einem katholischen Priester, weil niemand anderes helfen konnte und er keine andere Möglichkeit mehr sah. Dieser Priester schaffte es schließlich, die ersehnte Ruhe in das Haus zu bringen.

 

Unlösbare Probleme im Hause von Walter Veith

Ungefähr acht Jahre später zog er und seine Frau an das „Kap Südafrikas“ und aufgrund beruflicher Tätigkeiten seines Schwiegervaters, wohnte dieser wieder zeitweise in dem Heim der Veiths und wieder fingen Dinge an schief zu laufen. Seine Frau wurde während der Schwangerschaft des dritten Kindes sehr krank, ohne das seitens der Ärzte eine Erklärung gefunden werden konnte. Trotz eines angeratenen Schwangerschaftsabbruchs, kam das Kind schließlich gesund zu Welt, war aber ein sehr schwieriges Kind, das von morgens bis Abends ohne Ende schrie.

Was eines nachts geschah, beschreibt Walter Veith so: „In der Nacht eines Tages, Punkt 2 Uhr, schreit er als ob er ermordet wird. Wir rasen hin, heben ihn auf, er fängt an zu zittern, kriegt Fieberkrämpfe, das Fieber steigt in die Höhe, man kann machen was man will, es kommt nicht runter und dann fällt er in Ohnmacht

Kapstadt bei Nacht

Nach einer zügigen Abklärung im Krankenhaus, bei der man keine Ursache für dieses Geschehnis finden konnte und weiteren Maßnahmen, um das Fieber zum sinken zu bringen, erholte sich schließlich das Kind wieder, obwohl es zwischen Leben und Tod stand. Diese Ereignisse geschahen mehrere Male zum selben Zeitpunkt, Nachts um 2 Uhr, und immer nachdem Walter Veith einen Traum bzw. das Gefühl hatte, von einer Kraft erwürgt zu werden. Deshalb fand über mehrere Monate das Leben zwischen ihrem zu Hause und dem Krankenhaus statt. Das Kind hatte immer dieselben Symptome, aber ohne das ein wirklicher Grund für dieses Problem gefunden werden konnte. Niemand wusste eine Lösung für das Problem, bis sich Walter Veith an den katholischen Priester erinnerte, der ihn schon Jahre zuvor bei einem ähnlichen, unerklärlichen Problem geholfen hatte.

 

Katholische Kirche kann augenscheinlich helfen

Er entschloss sich wieder einmal zu einem Priester in seiner Nähe zu gehen, um zu erfragen, ob sie eine Lösung für seine Probleme hätten. Später traf er den zuständigen Priester für Exorzismus und zu Veiths Überraschung, erzählte dieser ihm, was in seinem Hause vor sich ging, obwohl sie sich vorher noch nie begegnet waren. Dies imponierte Walter Veith sehr und er bekam einen positiven Eindruck von diesem Priester so, dass er ihn einlud sich das Problem selber anzusehen. So geschah es und der Priester sagte, dass dies ein besonders schwerer Fall sei, mit dem man nur fertig werden könne, wenn man spezielles heiliges Exorzismus Wasser zubereitet und eine Messe in dem Zimmer liest, wo die Phänomene am stärksten sind und das war im Zimmer des „schwierigen“ Kindes. Beim anbringen des Weihwassers in diesem speziellen Zimmers wurde der Priester von einer unsichtbaren Kraft von einer Wand an die andere geworfen, so das Walter Veith dachte, dass dieser das Haus nicht mehr lebend verlassen wird. Doch letzten Endes schaffte er es, nachdem die Messe gelesen wurde und sein Ordinations-kreuz im Zimmer aufgehängt wurde, dass das Kind so ruhig wurde, wie es nie zuvor in seinem Leben gewesen war, ohne das Probleme dieser Art wieder auftraten. Diese Erfahrung war der Auslöser für Veiths Offenheit für den Glauben der nun wieder anfing zu wachsen.

 

Erste Schritte im christlichen Glauben und die Frage, ob es Gott wirklich gibt

Einige Zeit später benötigten sie eine neue Küche und gaben einem Schreiner den Zuschlag, sie einzubauen. Was sie allerdings nicht wussten war, dass dieser Schreiner Christ war. Bei einem zufälligem Aufeinandertreffen mit Walter Veith, sprach dieser ihn darauf an und überreichte ihm eine christliche Broschüre, die er allerdings in eine seiner Schubladen packte. Nachdem das Haus renoviert war und keine Störungen jeglicher Art mehr vorhanden waren, bekam zunehmend ein schlechtes Gewissen. Er sagte sich: „Du Heuchler, immer willst du zur Kirche rennen und dir Frieden holen, aber an einer Gegenleistung bist du nicht interessiert“. Trotz seiner eher atheistischen Auffassung und persönliche Überzeugung der Evolution, was nach einem Gespräch mit einem damaligen Priester, sich nicht als Problem herausstellte, fing er langsam wieder, Gottesdienste in der katholischen Kirche zu besuchen. Zuerst alleine, später dann mit der restlichen Familie. Sie sagten sich, die katholische Kirche hat unsere schweren Probleme gelöst, die Kirche muss demzufolge eine besondere Macht und Autorität besitzen. Aus dem atheistisch geprägten Professor der Zoologie wird ein perfektionistischer Christ, der im Unterricht allerdings weiterhin die Evolutionslehre vertritt. Mehr und mehr verspürte er das Bedürfnis direkt mit Gott in Kontakt zu treten und nicht nur durch die Zeremonien und durch einen Mittler in der Kirche. Selbst nach all diesen Erfahrungen hegt er weiterhin Zweifel daran, ob es Gott überhaupt gibt und bittet Gott darum, dass wenn es ihn wirklich gibt, dass er es ihm zeigen solle. Auf der Suche nach einem Gegenstand stieß er zu einem späteren Zeitpunkt in einer Schublade auf eine Broschüre. Das war die, die ihm der Schreiner vor über einem Jahr übergeben hatte. Interessiert durch seine Fragen die er hatte bezüglich Gott, warf er einen Blick in diese Broschüre. Darin war zu lesen: Die katholische Kirche hat die zehn Gebote verändert! Zuerst irritiert, fand er dann durch einen Vergleich zwischen der Bibel und dem Katechismus heraus, das dem wohl so war. Somit rief er den Schreiner an, um mit ihm darüber zu reden und sie studierten die ganze Nacht das Buch Daniel und Offenbarung in der Bibel. Aus der Erkenntnis die er daraus gewann, wand er sich an seinen katholischen Priester um zu erfahren was er von Bibelstellen denkt, in denen von der katholischen Kirche und der Veränderung der zehn Gebote geschrieben steht. Dieser allerdings erwiderte nur, dass er sich nicht mit der Bibel befasse bzw. kein Bibelexperte sei. Diese und andere Erfahrungen veranlassten ihn dazu noch mehr die Bibel zu studieren und ihr mehr Vertrauen zu schenken.

 

Die Entdeckung der Lehre der Siebenten-Tags-Adventisten

So kam es, dass er sich immer mehr mit den Lehren der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten auseinandersetzte. Obwohl er noch Probleme mit der Lehre vom Sabbat, der Schöpfung und der vegetarischen Ernährungsform hatte, erkannte er durch die Bibel und Gottes Führung und Leitung, welchen Weg er gehen soll. Später verlor er alles was er an Besitz hatte und machte Erfahrungen mit Gott, die über die normale Logik hinausgehen. Er wurde von Universitätskollegen kritisiert, Gewalt wurde ihm angedroht, er wurde belogen und ausgegrenzt. Doch immer wenn es keinen Weg mehr zu geben schien, öffnete sich aus dem Nichts ein viel besserer Weg.

Walter Veith lebt heute in Südafrika und ist ein weltweit gefragter Redner in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und hält Vorträge über Ernährung, biblische Endzeitzeichen sowie Schöpfung und Evolution.