Herzlich Willkommen am Youth in Mission Congress! Diese Worte zur Eröffnungsveranstaltung des Kongresses sind mir mittlerweile mehr als bekannt, schließlich ist das schon mein 4. Kongress, trotzdem reichen sie aus um in mir einen Strom von Erwartungen auszulösen.

Das Thema „The upper room – ye shall receive power“ verstärkt diesen Effekt noch mehr. Was werde ich an diesem Kongress erleben? Oder was wünsche ich mir zu erleben?

Schließlich muss es doch einen Grund dafür geben, dass 1700 Jugendliche und manchmal auch Junggebliebene die kalten Duschen, wenig Schlaf in Klassenzimmern mit Schlafsack und Essen mit Papiertellernostalgie in Kauf nehmen, oder? Und diesen Grund gibt es auch. Youth in Mission bewegt. Dieser Kongress hat mit seinen Ansprachen und Momenten des Gebets und der Gemeinschaft auch mein Leben bewegt und verändert.

Aber zurück zur Eröffnungsveranstaltung – die diesjährigen Sprecher werden vorgestellt und ich mustere Jerry und Janet Page und merke während der nachfolgenden Ansprache, dass wir dieses Jahr mit zwei Sprechern gesegnet wurden, die das was sie in ihrem Leben erkannt und umgesetzt haben an uns weitergeben möchten, nämlich die Macht des Gebets.

Ebenso schnell wie die Ansprache begonnen hat, ist sie auch schon wieder zu Ende und los geht’s mit der Wiedersehensfreude. An jeder Ecke trifft man alte Bekannte und ehe man sich versieht, hat man schon wieder einen Haufen neue Bekannte. Gegen 00.00 Uhr werden wir von der Security freundlich darauf hingewiesen, dass es Zeit wird schlafen zu gehen und so endet der erste Tag am Youth in Mission genauso wie ich es mir gewünscht habe. Geistliche Inputs, Gemeinschaft und dieses Gefühl von Zufriedenheit, dass es die nächsten Tage so weiter gehen wird.

Die nächsten Tage bringen weitere Höhepunkte, egal ob man Stände anschaut, Workshops besucht oder mit Leuten redet und betet … überall ist der Geist Gottes zu spüren. Meine persönlichen Höhepunkte sind die Arbeit als Volunteer in der Essensausgabe, die morgendliche Gebetszeit und der Outreach.

Was bringt einen Menschen dazu am Sabbatmorgen um halb 5 in der Früh aufzustehen? Zum einen öffnen die Duschen um 5 und ab 6 Uhr kann man nur noch mit kaltem Wasser duschen, etwas, das ich nicht aushalte! Um 6 Uhr geht’s dann auch schon weiter in die Küche um mit ca. 25 anderen freiwilligen Helfern für 1700 Teilnehmer das Frühstück zu packen. Diese Arbeit erinnert sehr stark an Fließbandarbeit und wird noch dadurch gesteigert, dass ich in der nächsten Stunde ungefähr 500 Teilnehmern, die sich ihr Essenspaket abholen, einen „Guten Morgen und Happy Sabbath!“ wünschen darf.

Viel zu schnell sind auch diese Momente vergangen und wir hören in der Predigt Michael Dörnbrack zu, wie er uns ermutigt heute auf die Straße zu gehen und Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Nach dieser aufrüttelnden Predigt und durch Kartoffelsalat mit Sojawurst gestärkt, machen sich über 1000 Jugendliche auf, um die Menschen Mannheims für Gottes Wort zu begeistern. Das Outreach ist gewaltig, Bücher werden verteilt, Bibelstunden angeboten und Lieder gesungen. Abends in der Abendveranstaltung dürfen wir Zeugnisse der Allmacht Gottes hören und auch ich bin ganz begeistert von den Menschen, die ich auf der Straße treffen durfte.

An jedem Kongress rennt die Zeit davon und so ist es ehe ich mich versehe schon wieder Montagmorgen und der letzte Tag am Youth in Mission bricht an. Noch ein letztes Mal treffen sich über 100 Menschen in der Früh von 6 Uhr bis 7 Uhr um für die Erfüllung mit dem heiligen Geist zu beten, ein letztes Mal gehen wir in die große Halle um eine ermutigende und inspirierende Ansprache zu hören, ein letztes Mal singen wir zusammen das Mottolied „Pour out the Holy Spirit“ und dann ist der Youth in Mission Kongress schon wieder zu Ende. Alte und neue Freunde verabschieden sich voneinander und fahren nach Hause. Aber wir wissen alle, dass wir nicht allein sind, Gott ist bei uns und wird uns helfen, sein Werk zu vollenden.

Maranatha! Auf dass der nächste Kongress im Himmel stattfinde!

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